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Bundesliga: Eurosport verzögert Zahlungen von TV-Geldern weiter – Neurechtevergabe als Ultima Ratio

Foto: Bundesliga

Eurosport verzögert offenbar weiterhin die Zahlung von TV-Geldern an die Bundesliga und die Vereine. Der amerikanische Mutterkonzern Discovery ist durch die Corona-Krise angeschlagen und hält als einziger TV-Partner die letzte Rate zurück. Wenn die nicht gezahlt wird, könnte ein Schiedsgericht eine Neuvergabe der Rechte anordnen.

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Wie Bild und Sportbild berichten, könnten die Bildschirme bei Freitagsspielen im Grenzfall sogar schwarz bleiben, wenn Eurosport sich weiter querstellt. Auch zum Auftakt der Bundesliga (wann es genau weitergeht, ist dennoch unklar). DAZN hatte Eurosport vor dieser Saison die Rechte für die Freitagsspiele abgekauft, trotzdem darf der Streaming-Dienst keine Spiele zeigen, solange Eurosport nicht zahlt.

Dabei geht es konkret um zehn Millionen Euro. Eurosport kaufte 2016 die Rechte an 45 Partien pro Saison für rund 80 Millionen Euro im Jahr. Das Paket wurde dann für geschätzte 40 Millionen Euro an DAZN weiterverkauft. 40 Millionen Euro zahlt Eurosport also noch immer selbst. Die letzte Rate über rund 10 Millionen Euro will der Sender laut dem Bericht aber nicht überweisen.

Eurosports nächster Schritt ungewiss

Eurosport und Mutterkonzern Discovery halten zudem die TV-Rechte an den Olympischen Spielen. Die sollten 2020 eigentlich in Tokio stattfinden, wurden nun aber um ein Jahr verschoben. Eurosport und Discovery stehen unter Druck, ein Kredit in Höhe von 500 Mio. Dollar wurde bereits aufgenommen.

Wie es bei Eurosport weitergeht, ist noch unklar. Momentan rechnet die DFL laut dem Blatt sogar mit einer „außerordentlichen Kündigung mit sofortiger Wirkung von Eurosport für diese und auch die nächste Saison.“ Das hätte eine Gerichtsverhandlung zufolge, in der ein Schiedsgericht die Neuvergabe der TV-Rechte anordnen könnte. Dann könnte DAZN oder ein anderer Sender wie die ARD sich die Rechte sichern – wenn der Preis stimmt.

lk

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