Anzeige

Bis zu einer Million Euro Stundungs-Reserve: UKW-Antennenbetreiber Uplink will Sendern helfen

Uplink-CEO Michael Radomski Foto: Uplink

Radiosender leiden stark unter der Corona-Krise. Gerade für kleinere Regional- oder Lokalradios sind Werbe-Einnahmen die mit Abstand wichtigste Erlösquelle und die brechen nun massiv weg. Der UKW-Antennenbetreiber Uplink will notleidenden Sendern helfen und bietet an, Übertragungskosten zu stunden.

Anzeige

Die technische Verbreitung über Antennenanlagen macht einen großen Teil der Kosten für Radiosender aus. Während öffentlich-rechtliche Sender hauptsächlich über den Rundfunkbeitrag finanziert sind, sind private zu einem Großteil auf Werbung angewiesen. Uplink-Chef Michael Radomski: „Wir hören von extremen Stornierungen der Werbebuchungen im April – und darüber finanzieren sich unsere privaten Kunden ja fast ausschließlich. Unsere öffentlich-rechtlichen Kunden sind wohl erst einmal finanziell weitaus weniger betroffen, aber beide Gruppen kämpfen natürlich mit den massiven Auswirkungen auf die redaktionelle Arbeit.“

In dieser Situation hat Radomski angekündigt, zu helfen. „Das ist aber gar nicht so einfach, denn wir sind zwar der direkte Ansprechpartner, hinter uns stehen aber noch diverse andere Anbieter, bei denen wir wiederum unsere Leistungen einkaufen, z.B. die Miete der Sendemasten, die Antennenmitbenutzung, den Stroms etc. Wir reichen damit weite Teile unseres Umsatzes an Dritte weiter und können daher die Rechnungen unserer Kunden nicht einfach reduzieren“, so Radomski.

„Tropfen auf den heißen Stein“

Trotzdem hat Uplink zusammen mit seinen Gesellschaftern eine die Einrichtung einer Liquiditätsreserve von bis zu einer Million Euro beschlossen. Radomski: „Wenn also Kunden von uns nachweisen, dass sie keine Rücklagen haben, keine Darlehen von Gesellschaftern oder Banken erhalten und auch sonst mit dem Rücken zur Wand stehen, können wir mit der Stundung von Rechnungen helfen. Ehrlich gesagt, ist das ein Tropfen auf den heißen Stein und löst auch nicht die eigentlichen Probleme, aber wir tun was wir können. Wegen finanzieller Schwierigkeiten bei unseren Kunden werden wir jedenfalls kein Radioprogramm abschalten.“

Radomski verweist darauf, dass das UKW-Antennennetz zur kritischen Infrastruktur zählt: „Die dabei von uns installierte Rundfunktechnik arbeitet quasi wartungsfrei. Selbst ohne Reparaturen und andere Eingriffe würden nach zwölf Monaten noch 98 von 100 Sendern problemlos ohne jegliches menschliches Zutun laufen. Mit entsprechendem Service werden temporäre Ausfälle aktuell fast immer nach wenigen Minuten oder Stunden behoben. Das UKW-Radio ist damit einer der sichersten Kommunikationswege der praktisch jeden Einwohner in Deutschland erreicht.“ Gerade in Krisenzeiten sind solche zuverlässigen Kommunikationswege viel wert.

Anzeige