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„Heinsberg Protokoll“: Zum ersten Mal spricht Philipp Jessen über ein Storymachine-Projekt

Philipp Jessen Foto: Storymachine

Die Devise bei Storymachine ist klar: Über Kunden wird nicht geredet. Daran hat sich das Gründungsteam um Ex-Bild-Chef Kai Diekmann, den ehemaligen stern.de-Chef Philipp Jessen und Event-Manager Michael Mronz bislang eisern gehalten. Mitten in der Coronakrise zeichnet Storymachine plötzlich ganz offiziell für das „Heinsberg Protokoll“ verantwortlich. MEEDIA hat mit Agentur-Chef Philipp Jessen darüber gesprochen.

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Der Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen war in Deutschland mit am stärksten von dem neuen Coronavirus betroffen. Der Virologe  Hendrik Streeck von der Universität Bonn und sein Team wollen die Ausbreitung des Virus in Heinsberg in einem Forschungsprotokoll nachzeichnen. Storymachine dokumentiert die Arbeit der Forscher auf Twitter und Facebook.

„Heinsberg Protokoll“ ist die erste Arbeit, zu der sich Storymachine offiziell bekennt. Wieso jetzt dieser Schritt an die Öffentlichkeit und wieso dieses Projekt?
Philipp Jessen: Die Studie von Prof. Dr. Hendrik Streeck zu Covid-19 ist von überragender Wichtigkeit und wissenschaftlicher Bedeutung für den weiteren politischen und gesellschaftlichen Umgang mit dieser Krankheit. Das Ziel des „Heinsberg Protokoll“ ist es, dieser wissenschaftlichen Arbeit größtmögliche Öffentlichkeit und Sichtbarkeit zu ermöglichen. Für diese Kommunikations-Aufgabe haben wir uns für eine journalistische Herangehensweise entschieden. Dazu gehört auch eine klare redaktionelle Absenderschaft auf den entsprechenden Kanälen – die wir von Beginn an klargemacht haben.

Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Prof. Streeck und dem Universitätsklinikum Bonn?
Wir haben Kontakt zu Prof. Dr. Hendrik Streeck aufgenommen und sein Einverständnis für die Dokumentation eingeholt.

Wer leitet das Projekt auf Seiten von Storymachine?
Das Team wird von unserem Chief Strategy Officer und Partner Michael Paustian geleitet.

Wieviel Personen arbeiten seitens Storymachine am „Heinsberg Protokoll“?
Das „Heinsberg Protokoll“-Team besteht aus zehn Kollegen, die das Projekt betreuen.

Wie genau sieht die Arbeit von Storymachine an dem „Heinsberg Protokoll“ aus?
Wie gesagt, haben wir uns für eine journalistische Herangehensweise entschieden: Wir dokumentieren die Arbeit der Forscher vor Ort. Bereiten sie für die entsprechenden Kanäle Twitter und Facebook plattformgerecht auf. Themenfindung, Konzeptionierung, Produktion, Grafik, Text, Video, Community Management, etc., das alles gehört zu unserer täglichen Arbeit. Das ganze produzierte Material wird dem Universitätsklinikum Bonn kostenlos zur Verfügung gestellt.

Ein Beispiel der Arbeit des „Heinsberg Protokoll“-Teams auf Twitter:

Welche Herausforderungen gibt es bei der Zusammenarbeit?
Wir müssen in kurzer Zeit korrekt und faktengenau über eine dynamische und komplexe Situation berichten. Was uns die Situation erleichtert ist, dass der Ort Heinsberg, die Verantwortlichen im Universitätsklinikum Bonn und Prof. Dr. Hendrik Streeck persönlich uns großartig aufgenommen haben und unterstützen. Ohne sie und ihre Kooperationsbereitschaft ginge das alles natürlich gar nicht.

Wer ist der Auftraggeber bzw. finanziert die Dokumentation durch Storymachine oder handelt es sich um ein Pro-Bono-Projekt?
Es handelt sich um eine Eigeninitiative von Storymachine – ein Teil der Kosten wird von Partnern dankenswerter Weise übernommen. Natürlich fließen weder Steuergelder noch finanzielle Mittel der Universität Bonn in unsere Arbeit.

Auf welchen Zeitraum ist die Zusammenarbeit angelegt?
Das hängt von der Dauer der wissenschaftlichen Studie in Heinsberg ab.

Wird Storymachine zukünftig mehr Einblicke in die eigene Arbeit und Projektbeteiligungen geben?
Unsere goldene Regel ist: Wir reden nicht über unsere Projekte. Es gibt wenige Ausnahmen. Diese beispiellose Krise gehört dazu.

Die Fragen an Philipp Jessen wurden schriftlich gestellt.

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