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Corona-Pandemie: G+J-Chefin Julia Jäkel hofft, die Krise zügig und unbeschadet zu meistern

Gruner+Jahr Vorstandschefin Julia Jäkel
Gruner+Jahr Vorstandschefin Julia Jäkel

Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel rechnet damit, durch die Corona-Krise zügig und relativ unbeschadet hindurchzukommen und will trotz der Einschränkungen durch die Infektionskrankheit die digitale Transformation weiter vorantreiben. Eine Entscheidung, ob die Bertelsmann-Verlagstochter Kurzarbeit anmeldet, wurde noch nicht getroffen.

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Gruner + Jahr sieht sich angesichts der großen Herausforderung durch die Corona-Krise gerüstet, um die digitale Transformation voranzutreiben. “Unsere Stammgeschäfte sind auf der Höhe der Zeit, wir entwickeln mit Mut und Kreativität viel Neues, und das Digitalgeschäft wächst stark: So steuern wir Gruner + Jahr seit sieben Jahren. Die Zahlen belegen, dass unser Weg der Transformation erfolgreich ist”, sagt die G+J-Chefin Julia Jäkel bei der Vorlage der aktuellen Bilanz – und fügt hinzu: “Wir hoffen nun, zügig und ohne allzu große Beeinträchtigungen durch die allgemeine Corona-Krise hindurchzukommen, um diesen Weg fortzusetzen.”

Noch keine Entscheidung zu Kurzarbeit

Noch ist offen, ob der Verlag möglicherweise in einigen Bereichen Kurzarbeit anmeldet, um einen Stellenabbau zu verhindern. Wie MEEDIA aus Unternehmenskreisen erfuhr, könnte es sein, dass Verlag dieses Instrument nur in begrenztem Rahmen einsetzt – möglicherweise in einigen Verwaltungsbereichen. Noch hat das Hamburger Medienunternehmen hierüber keine Entscheidung getroffen, so ein Firmensprecher. Dem Vernehmen nach verhandelt der Verlag hierüber mit dem Betriebsrat, da Kurzarbeit zustimmungspflichtig ist. Konzernchef Thomas Rabe hatte gestern betont, dass der Gruner + Jahr-Mutterkonzern Bertelsmann für einige hundert Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet hat – betroffen ist hiervon die Dienstleistungssparte Arvato (MEEDIA berichtete).

In den Redaktionen von Gruner + Jahr läuft in die Arbeit indes auf Hochtouren. Durch die Corona-Krise ist das Interesse der Leser an den Auswirkungen der Virus-Infektionen auf Gesundheit und Wirtschaft riesig. So bringen die Verlagsgruppe immer mehr Sonderprodukte auf den Markt, um das Thema aufzugreifen, unter anderem der Stern, der in Zusammenarbeit mit Capital und Geo ein 100 Seiten starkes Sonderheft zu Corona herausgegeben hat.

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Gestiegener operativer Gewinn

Gruner + Jahr hat indes seine Bilanzzahlen für das vergangene Geschäftsjahr 2019 vorgelegt. Demnach hat der Verlag bei einem leicht auf 1,35 (2018: 1,44) Milliarden gesunkenen Umsatz mehr verdient. Das operating EBITDA kletterte um 12,1 Prozent auf 157 Millionen Euro. Dadurch verbesserte sich die EBITDA-Marge auf 11,6 (9,7) Prozent. Das lag unter anderem an einer neuen Berechnungsmethode mit neuen Standards. Doch das war nicht alles. Auch die Vermarktung in Deutschland ist in einem ingesamt rückläufigen Markt besser gelaufen, so dass das Vermarktungsbündnis Ad Alliance Marktanteile gewonnen hat. Zum Ertragswachstum hat zudem das Digitalgeschäft beigetragen, das in Deutschland und Frankreich zugelegt hat.

Doch es gibt auch Schattenseiten. So sanken bei Territory, dem nach eigenen Angaben führenden Anbieter von Content Communication, im vergangenen Jahr Umsatz und Ertrag. Überraschend hatte Anfang des Jahres der langjährige CEO Soheil Dastyari das Unternehmen verlassen. Auch bei der DDV Mediengruppe, zu der die Sächsische Zeitung gehört, sank das Ergebnis “kostenbedingt unter Vorjahr”.

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