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Erster Corona-Fall: ZDF beschließt Maßnahmen für Mitarbeiter

ZDF-Intendant Thomas Bellut
ZDF-Intendant Thomas Bellut

Die Ausbreitung des Coronavirus bringt weitere Veränderungen in der Medienbranche mit sich: Nun gibt es auch beim ZDF den ersten bestätigten Fall. Bei der RTL Mediengruppe gehen ab Montag 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Homeoffice.

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Beim ZDF gibt es den ersten bestätigten Fall einer Corona-Infektion, teilte das Medienhaus am Sonntag mit. Dies sei schon am Freitag festgestellt worden. Alle Kontaktpersonen hätten demnach ihre Arbeitsplätze unmittelbar verlassen und wurden nach Hause geschickt. Auch das Gesundheitsamt sei über den Vorgang informiert worden.

In Folge der Entwicklungen hat die Geschäftsleitung weitere Maßnahmen für die Sicherheit der Belegschaft beschlossen:

  • Wo immer das möglich und vertretbar ist, soll im Homeoffice gearbeitet werden; dies gelte ab sofort und zunächst bis Ende der Osterferien
  • Sitzungen und unmittelbare Kontakte sollen nur noch stattfinden, soweit das unabdingbar ist
  • Telefonate und Schaltkonferenzen sollen genutzt und nach Möglichkeit soll lediglich ein Arbeitsplatz pro Raum besetzt werden
  • Workshops, Seminare und ähnliche Veranstaltungen werden bis auf Weiteres abgesagt
  • die Kantinen sind für externe Gäste geschlossen

Außerdem teilte der Sender mit, dass die Gesundheit der ZDF-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hohe Priorität habe. Auch weil das Haus als öffentlich-rechtlicher Sender eine gesellschaftliche Verantwortung trage. “Wir müssen gemeinsam alles tun, um die Sendesicherheit, das Programm und die notwendigen Infrastrukturen aufrechtzuerhalten. In Zeiten wie diesen ist unser Programmauftrag wichtiger denn je”, sagte Intendant Thomas Bellut.

RTL reduziert Präsenz am Kölner Standort

Ab Montag arbeiten bei der RTL Mediengruppe rund 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Homeoffice. Von den 4000 Angestellten arbeiten rund 3000 am Hauptsitz in Köln. CEO Bernd Reichart schrieb in einer internen Mail an alle Führungskräfte und Mitarbeiter der Mediengruppe:

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Wir haben entschieden, dass wir zum Schutz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mediengruppe RTL die Präsenz am Standort Deutz und in den Außenstudios & Büros ab kommenden Montag, 16. März 2020, auf diejenigen Kollegen/innen reduzieren, die für die Sicherstellung zentraler Tätigkeiten wie des Produktions- und Sendebetriebs erforderlich sind. Der ursprünglich als Testlauf geplante Montag ist somit der erste Tag dieser aktualisierten Regelung und gilt zunächst bis zum Beginn der Osterferien am 6. April 2020. Die Kinder der hier arbeitenden Kolleginnen und Kollegen können in der Zeit von 9 bis 18 Uhr betreut werden. Wessen Präsenz nicht für den Sende- und Produktionsablauf notwendig ist, arbeitet ab Montag im Mobile Office.“

Die Mediengruppe habe eine große Verantwortung, so Reichart. Diese gelte sowohl für eigenen Familien und das Publikum, “in der journalistischen Berichterstattung ebenso wie in der Unterhaltung”. Einen Corona-Fall habe es laut Mail im Sendezentrum bislang nicht gegeben.

Bereits in den vergangenen Wochen hatte die Mediengruppe diverse Veranstaltungen abgesagt, Zuschauer bei Fernsehshows untersagt sowie auf die Vor-Ort-Berichterstattung bei Formel-1-Rennen verzichtet (MEEDIA berichtete).

tb

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