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Multimedia-Marke „Digital Ratgeber“: Wort & Bild-Verlag will Leser für E-Health sensibilisieren

Foto: Wort&Bild

„Digital Ratgeber“ heißt die neue multimedial aufgestellte Marke vom Wort & Bild-Verlag. Damit sollen Apotheken und ihre Kunden für das Thema E-Health sensibilisiert werden. Der Kooperationspartner und Software-Anbieter Noventi gewinnt dadurch eine Plattform zur Vermarktung von E-Rezept-Lösungen.

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Von Martin Jahrfeld

Die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung in Deutschland birgt enormes wirtschaftliches Potenzial, ist für Verbraucher und Patienten aber bisher wenig sichtbar. Dabei rollt einiges heran: Die Einführung des E-Rezeptes, die elektronische Patientenakte sowie verschreibungsfähige Apps werden den Umgang mit Ärzten und Apothekern nachhaltig verändern. Der Wort & Bild-Verlag, Herausgeber der Kundenzeitschrift „Apotheken Umschau“, zeigt mit einer neuen Medienmarke in diesem Markt verstärkte Präsenz.

Unter dem Dachmarkentitel „Digital Ratgeber“ und dem dazu gehörigen Claim „Verstehen. Vertrauen. Verwenden“ will der Fachverlag seine Zielgruppen mit digitaler Gesundheitsversorgung vertraut machen. „E-Health ist das Zukunftsthema im Gesundheitswesen. Unsere neue Marke will Lust auf das Thema machen und die Digitalkompetenz unserer Leser und User stärken“, betonte Andreas Arntzen, Geschäftsführer des Wort & Bild-Verlages, bei der Präsentation der neuen Medienmarke in Berlin. 

Herzstück der Medienmarke ist das Print-Magazin „Digital Ratgeber“

Ein Online-Portal, das tagesaktuelle Nachrichten rund um das Thema E-Health anbietet, ein wöchentlicher Newsletter, ein Podcast, der über Entwicklungen in der digitalen Medizin informiert, sowie die Präsenz des „Digital Ratgebers“ auf LinkedIn und Facebook sollen „gesundheitsbewusste Menschen“ und Apothekenmitarbeiter, aber auch andere Beschäftigte in der Gesundheitsbranche ansprechen. Innovatives Tool der neuen Marke ist ein App-Finder, der die individuellen Gesundheits- und Behandlungsbedürfnisse der Nutzer erfragt und auf dieser Basis eine Auswahl passender Apps zusammenstellt. Nutzerinnen und Nutzer sollen sich dadurch in der Vielzahl der Gesundheits-Apps besser orientieren können. 

Auf das gedruckte Medium will der Verlag bei seiner Digitaloffensive jedoch nicht verzichten. Herzstück der neuen Medienmarke ist das Print-Magazin „Digital Ratgeber“, das der Verlag am 10. März in einer Startauflage von 650.000 Exemplaren an die Apotheken in Deutschland ausgeliefert hat. Auf 152 Seiten bietet das Heft unter anderem ein Interview mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn über E-Health, Informationen zum Thema Datenschutz sowie Plakate im Cover-Umschlag zur „Apotheke der Zukunft“ und zum „digitalen Krankenhaus“. Weil die Erstauflage durch die Firma Noventi, einem Hersteller für Branchensoftware und Rezeptabrechnungen, unterstützt wurde, ist das Heft für die Apotheken vorerst kostenfrei. 

Arntzen: „Sehen einen großen Bedarf an chancenorientierter Berichterstattung“

Zu welchen Konditionen mögliche Folgehefte angeboten werden, ließ Arntzen offen. Man wolle zunächst die Akzeptanz der neuen Medienmarke beobachten und auf dieser Basis bis Herbst 2020 über die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells entscheiden. Zum jetzigen Zeitpunkt sei das Projekt mit einer „schwarzen Null“ finanziert. Der Geschäftsführer zeigte sich hinsichtlich des künftigen Erfolgs optimistisch. „Wir sehen einen großen Bedarf an chancenorientierter Berichterstattung. Im Markt herrschen sowohl Aufbruchsstimmung als auch Skepsis, was auf die Gesundheitsberufe, Patienten und Kunden tatsächlich zukommt. Wir möchten Apotheken und ihre Belegschaft dabei unterstützen, ihr Profil als kompetente Ansprechpartner auch in digitalen Gesundheitsthemen zu schärfen“, so Arntzen. 

Die Einschätzung trifft einen wunden Punkt der Branche. Denn Deutschlands rund 19.000 Apotheken sind bisher kaum als digitale Innovationsbetreiber in Erscheinung getreten. So sind etwa neue Gesundheits-Tools wie Fitness-Tracker und Wearables zwar in Technik-Märkten und über Amazon, aber kaum in Apotheken erhältlich. 

Allerdings hat auch der Wort & Bild-Verlag Anlass in neue Geschäftsfelder zu investieren. Der Verlag, der neben der „Apotheken Umschau“ eine Reihe weiterer populärer Gesundheitsmagazine herausgibt, ist in seinem Stammgeschäft zuletzt unter Druck geraten, nachdem der Essener Pharma-Großhändler Noweda in Kooperation mit dem Burda-Verlag in das Kerngeschäft des Marktführers vorgedrungen war. Neben einer eigenen Bestell-Plattform namens „ihreapotheken.de“ wurde mit der Kundenzeitschrift „MyLife“ ein direktes Konkurrenzprodukt zur „Apotheken Umschau“ platziert, wobei Noweda und Burda die Apotheker mit sehr attraktiven Konditionen beworben haben sollen (MEEDIA berichtete).

Wort & Bild bringt sich gegen Konkurrenz in Stellung

Wort & Bild hatte sich angesichts der neuen Wettbewerber zunächst gelassen gezeigt, zuletzt jedoch deren angeblich aggressive Geschäftspraktiken kritisiert. Die auf Basis der neuen Medienmarke „Digital Ratgeber“ vertiefte Kooperation mit Noventi muss deshalb auch als Strategie gewertet werden, sich gegen die wachsende Konkurrenz neu in Stellung zu bringen. Vor allem die bevorstehende Einführung des E-Rezeptes und der dafür notwendige Logistik-Aufbau wecken im Markt Begehrlichkeiten. Wort & Bild erwägt seit längerem eine übergreifende Digitalplattform für Apotheken aufzubauen, die die Bestellung und den Versand von Medikamenten ermöglichen sollen.

Der neue Partner Noventi erhält durch den „Digital Ratgeber“ nun die Möglichkeit seine Produkte und Dienstleistungen gegenüber den Apotheken zu positionieren. Mit Produkten wie callmyApo und e-ffizin erstellt das Unternehmen Komplettlösungen zur Rezeptübermittlung und Warenbestellung für Apotheken und Kunden. Informationen und Hintergrundberichte zur Einführung des E-Rezeptes stehen in der ersten Ausgabe des „Digital Ratgebers“ folglich im Mittelpunkt der Berichterstattung. 

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