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„Mopo“-Führungsspitze soll komplett ausgetauscht werden

Tabula rasa an der Elbe? Die Führungsspitze der „Hamburger Morgenpost“ (Mopo) soll nach dem Verkauf des Verlages an den Digital-Unternehmer Arist von Harpe komplett ausgewechselt werden. Voraussichtlich am Montag, zwei Tage nach der offiziellen Übernahme also, soll das der Belegschaft verkündet werden.

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Das will die „taz“ erfahren haben. Nach Informationen des Blattes müssen Chefredakteur Frank Niggemeier und sein Stellvertreter Alexander Krug gehen, auch Verlagsleiterin Susan Molzow, die die „Mopo“ selbst kaufen wollte, muss ihren Schreibtisch räumen. Molzows Platz will demnach von Harpe selbst einnehmen. Als neuer Chefredakteur soll im Gegenzug der Ex-Vizechefredakteur Maik Koltermann wieder an Bord kommen. Im vergangenen Sommer hatte er dem Boulevardblatt im Streit mit Krug den Rücken gekehrt. Krug hatte die digitale Verbreitung der Inhalte auf Kosten der Zeitung massiv vorangetrieben und deren Reichweite im Netz entscheidend erhöht.

Der Verkauf der traditionsreichen “Hamburger Morgenpost”, die im vergangenen Jahr ihren 70. Geburtstag feierte, war in den vergangenen Wochen eine Achterbahnfahrt, nicht zuletzt für die Beschäftigten (MEEDIA berichtete). Zunächst wurde über ein mögliches Management Buy-out der “Mopo”-Geschäftsführerin Susan Molzow spekuliert. Dann hieß es, mopo.de würde an die Funke Mediengruppe gehen. Letztendlich kam alles ganz anders: Arist von Harpe übernahm das Blatt. Der gebürtiger Düsseldorfer lebt seit 1999 in Hamburg und hat in Hamburg und Göteborg Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Nach Stationen als Berater und Startup-Geschäftsführer hat er die vergangenen zwei Jahre das Werbegeschäft der New Work SE (vormals Xing) weiterentwickelt.

bek 

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