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Plus 1,5% und nur 15 Verlierer in der Top 50: guter Start ins Werbejahr für die Publikumszeitschriftenbranche

Zeitschriftenregal in Deutschland 2016

Magazine shelf in Germany 2016

Die deutschen Publikumszeitschriften haben im Januar mehr Geld mit Anzeigen eingenommen als ein Jahr zuvor. Laut Nielsen wuchs der Brutto-Werbeumsatz um immerhin 1,5%. Innerhalb der Top-50-Titel gibt es gar nur 15 Verlierer. Besonders deutlich zugelegt haben hier die „Bunte“, „TV Movie“, „Schöner Wohnen“, „Geo“ und die „Auto Zeitung“, gegen den Trend deutlich verloren hat u.a. der „Focus“.

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Ganz vorn im Brutto-Umsatz-Ranking finden sich nun beide großen TV-Programm-Supplements: „prisma“ gewann weitere 23,5% hinzu und liegt nun bei 15,10 Mio. Euro, „rtv“ erreichte mit 4,9% mehr im Januar nun 11,11 Mio. Euro. Über der 10-Mio.-Marke liegt ansonsten noch der „stern“, der allerdings 9,9% einbüßte. Die beiden anderen großen Wochenmagazine, „Der Spiegel“ und „Focus“, verloren auf den Rängen 6 und 11 ebenfalls, der „Focus“ mit 19,8% sogar sehr deutlich.

Einer der größten Gewinner des Monats kommt ebenfalls von Burda: Die „Bunte“ gewann massive 29,9% hinzu und findet sich mit 6,84 Mio. Euro nun auf Platz 4. Den Januar 2019 hatte das Blatt noch auf Rang 9 abgeschlossen. Prozentual gesehen noch deutlicher hinzu gewannen gegenüber dem Vorjahr „TV Movie“ mit extremen 52,8%, „Schöner Wohnen“ mit 40,3%, „Geo“ mit 43,7% und die „Auto Zeitung“ mit 31,4%.

Zu den Verlierern gehören neben dem „Focus“ vor allem auch noch die „Auto Bild“ mit 13,8% weniger als ein Jahr zuvor, „tina“ mit einem Minus von 13,9%, „auf einen Blick“ mit sogar 21,4% weniger, „Glamour“ mit 14,4%, „TV direkt“ mit 12,2% und „Grazia“ mit 16,3%. Insgesamt gewannen die von Nielsen ausgewerteten Titel aber 1,5% hinzu: Aus 253,4 Mio. Euro wurden 257,1 Mio. Euro.

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Branchen und Segmente und den Werbedruck sind sie dennoch.

Nielsen-Anzeigenstatistik Januar 2020: Top 50 Publikumszeitschriften*

Umsatz brutto vs. 2019 absolut vs. 2019 in %
1 prisma Gesamt 15,10 2,88 23,5
2 rtv Plus 11,11 0,52 4,9
3 stern 10,00 -1,10 -9,9
4 Bunte 6,84 1,58 29,9
5 Brigitte 6,30 0,35 5,9
6 Der Spiegel 6,24 -0,22 -3,4
7 Die Zeit 6,18 -0,09 -1,5
8 Bild der Frau 5,31 0,01 0,2
9 Bild am Sonntag 5,25 -0,07 -1,3
10 freundin 5,04 0,02 0,3
11 Focus 3,95 -0,98 -19,8
12 tv14 3,63 0,60 19,7
13 TV Digital 3,63 -0,06 -1,7
14 Gala 3,60 0,16 4,5
15 auto motor sport 3,44 -0,08 -2,4
16 Hörzu 3,18 0,35 12,4
17 InStyle 3,17 0,35 12,6
18 TV Movie 3,05 1,05 52,8
19 Wirtschaftswoche 2,84 0,54 23,2
20 Vogue 2,82 0,26 10,0
21 TV Spielfilm 2,68 0,06 2,3
22 Apotheken Umschau B 2,66 0,55 26,0
23 Landlust 2,62 0,46 21,5
24 Auto Bild 2,55 -0,41 -13,8
25 Elle 2,40 0,15 6,5
26 tina 2,38 -0,38 -13,9
27 Superillu 2,33 0,47 25,4
28 Cosmopolitan 2,31 0,34 17,2
29 Apotheken Umschau A 2,18 0,46 26,7
30 Schöner Wohnen 2,05 0,59 40,3
31 c’t magazin für computer technik 2,01 0,03 1,6
32 Zeitmagazin 1,98 0,11 6,0
33 tv Hören und Sehen 1,96 -0,11 -5,5
34 Sport Bild 1,93 0,16 8,9
35 GQ 1,76 0,12 7,3
36 Geo 1,67 0,51 43,7
37 Freizeit Revue 1,66 0,19 13,1
38 Für Sie 1,55 0,21 15,3
39 Auto Zeitung 1,45 0,35 31,4
40 Lisa 1,44 -0,14 -9,0
41 auf einen Blick 1,35 -0,37 -21,4
42 Glamour 1,33 -0,22 -14,4
43 Computer Bild 1,31 0,27 26,3
44 Funk Uhr 1,26 -0,08 -6,3
45 manager magazin 1,26 0,23 22,3
46 TV direkt 1,14 -0,16 -12,2
47 H.O.M.E. 1,14 0,00 -0,3
48 Capital 1,13 0,04 3,3
49 Grazia 1,10 -0,22 -16,3
50 myself 1,10 0,24 28,1
*und Wochenzeitungen / Brutto-Werbeumsatz in Mio. Euro // Daten-Quelle: Nielsen, PZ-Online / Tabelle: MEEDIA

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