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US-Regierung: Assange soll US-Informanten gefährdet haben

Mitglieder des Österreichischen Journalisten Clubs (ÖJC), der Association of European Journalists (AEJ), und der Gruppe “Candles4Assange” demonstrieren in Wien.
Mitglieder des Österreichischen Journalisten Clubs (ÖJC), der Association of European Journalists (AEJ), und der Gruppe "Candles4Assange" demonstrieren in Wien. Foto: Hans Punz/APA/dpa

Journalist oder Verbrecher? Am ersten Tag des Prozesses über den Auslieferungsantrag für Julian Assange hat der Anwalt der US-Regierung dem Wikileaks-Gründer die Gefährdung von Menschenleben vorgeworfen.

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Durch die illegale Veröffentlichung sensibler Daten seien US-Informanten in Ländern wie dem Irak oder Afghanistan in Gefahr gebracht worden, gefoltert oder getötet zu werden, sagte James Lewis beim Prozessauftakt vor dem Woolwich Crown Court am Montag in London. Die US-Justiz wirft Assange vor, der Whistleblowerin Chelsea Manning – damals Bradley Manning – geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Bei einer Verurteilung in allen 18 Anklagepunkten drohen dem gebürtigen Australier bis zu 175 Jahre Haft.

Die Anhörungen sind zunächst für eine Woche geplant und sollen dann erst am 18. Mai für weitere drei Wochen fortgesetzt werden. Assange sitzt zurzeit im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh im Osten Londons. Es wird damit gerechnet, dass der Fall in Berufung gehen wird, egal wie die Entscheidung ausfällt. Eine Auslieferung Assanges an die USA wäre nach Ansicht der Organisation Reporter ohne Grenzen «ein Angriff gegen die Pressefreiheit» (MEEDIA berichtete).

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dpa

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