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Mit Gangsta-Rap- und Umwelt-Titeln: “Spiegel” und “Focus” fallen auf neue Kiosk-Minusrekorde

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Potenzielle "Focus"-Käufer interessieren sich offenbar nicht allzu sehr für die Themen Klima und Umwelt und potenzielle "Spiegel"-Käufer nicht für das Thema Gangsta Rap. Zumindest stellten die Ausgaben 5/2020 mit entsprechenden Titeln neue Minusrekorde im Einzelhandel auf. Nur 33.201 und 143.499 mal gingen die Hefte laut IVW über die Ladentresen.

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“Der Spiegel” verzeichnete mit seinem Heft 5/2020 demnach einen Einzelverkauf von 143.399 Exemplaren, der bisherige Tiefstwert wurde damit noch einmal um mehr als 2.000 Einzelverkäufe unterboten. Passiert ist das mit der Titelstory “Die Faszination des Gangsta-Rap: Wie böse Jungs und Clan-Romantik die Kinderzimmer erobern”. Kein uninteressantes Thema, das an der Zielgruppe des “Spiegels” aber offenbar vorbei ging. Das zeigt auch der Vergleich mit dem Normalniveau der jüngeren Vergangenheit: Der 12-Monats-Durchschnitt des “Spiegels” liegt im Einzelverkauf derzeit bei 166.900, der 3-Monats-Durchschnitt bei 154.700 Exemplaren. Insgesamt, also inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren und sonstigen Verkäufen, kam “Spiegel” 5/2020 auf eine verkaufte Auflage von 680.818, darunter der neue Rekordwert von 113.077 ePaper bzw. Spiegel-Plus-Kunden.

Auch für den “Focus” ging es auf einen neues Allzeit-Tief. Für die Titelstory “Wann, wenn nicht jetzt! 77 Ideen für Klima und Umwelt” interessierte gemeinsam mit dem Rest des Heftes im Einzelhandel nur 33.201 Leute – auf so viele Einzelverkäufe kam die Ausgabe zumindest. Das Normalniveau der jüngsten 12 Monate liegt hier bei 53.100, das der jüngsten 3 Monate bei 46.600 Exemplaren. Auch hier der Blick auf den Gesamtverkauf: Der lag bei 324.121, inklusive 56.653 ePapern – wie beim “Spiegel” ein Bestwert.

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Für den “stern” gab es zwar keinen Rekord bei den ePapern, dafür aber auch keinen Minusrekord im Einzelverkauf. Heft 5/2020 mit dem Titel “Fake/Fakt – Was stimmt noch= Facebook, Google, Youtube, Amazon – Wie die Internet-Konzerne Lügen verbreiten und unser Leben manipulieren” kam auf einen Einzelverkauf von 109.594 Exemplaren. Kein starker Wert, aber immerhin einer, der mehr als 3.000 Exemplare über der Vorwoche und mehr als 6.000 über dem Minusrekord liegt. Der 12-Monats-Durchschnitt von 119.100 und der 3-Monats-Durchschnitt von 114.100 wurden allerdings verfehlt. Insgesamt verkaufte sich der “stern” 5/2020 genau 428.382 mal, 24.098 mal davon als ePaper.

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Alle Kommentare

  1. Ich kann früher im Garten sitzen und öfter im T-Shirt mit dem Motorrad fahren. Wann , wenn nicht jetzt?

    1. Da finden sich häufig genug in vergleichbaren Orthografie-Sümpfen ganz andere Böcke. Nichts gegen die Schreibe von J. Schröder. Fazit: Den Korinthen-Konsum bitte nicht übertreiben. Merci!

  2. Dieses Allzeit-Tief mit nur noch 33.201 Heften im EV am Kiosk hat sich der Focus mit seinem grünen Titel zum Klimawahn redlich verdient. Nur weiter so ergrünen und der Laden wird schnell dicht gemacht. 2016 lag der Kiosk-Schnitt noch bei 75.000 verkauften Exemplaren!

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