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Cover-Check: “stern” und “Focus” rutschen mit “Wie Arbeit Spaß macht” und “Brexit Royal” fast auf Minusrekorde

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Die drei Wochenmagazine "Spiegel", "stern" und "Focus" haben mit ihren Ausgaben 4/2020 keine Verkaufserfolge erzielt. Alle drei landeten im Einzelhandel unter ihren 12-Monats-Durchschnittszahlen, "Der Spiegel" übertraf immerhin seinen 3-Monats-Durchschnitt. "stern" und "Focus" schrammten zudem nur um wenige tausend Exemplare an neuen Minusrekorden vorbei.

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“Der Spiegel” titelte auf seiner Nummer 4/2020: “DramaQueen – Palastrevolte bei den Windsors”. 156.043 mal wanderte die Ausgabe laut IVW über die Ladentische des Einzelhandels, immerhin über 7.000 mehr als in der Vorwoche. Und: Auch der 3-Monats-Durchschnitt des Magazins von derzeit 155.100 Einzelverkäufen wurde übertroffen. Der 12-Monats-Durchschnitt von 167.000 hingegen nicht. Insgesamt, also inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren und sonstigen Verkäufen, lag die verkaufte Auflage der Ausgabe 4/2020 bei 691.338 Exemplaren, darunter 112.944 ePaper bzw. Spiegel-Plus-Kunden.

Auch der “Focus” hievte die Windsors auf den Titel, packte aber noch Boris Johnson dazu und formulierte: “Brexit Royal – Der Fall Windsor und das Ende Europas, wie wir es kennen”. Er kam damit auf ganze 37.686 Einzelverkäufe – nur rund 2.500 mehr als beim Minusrekord aus dem Dezember. Der 12-Monats-Durchschnitt von 53.500 wurde ebenso wie der 3-Monats-Durchschnitt von 46.600 klar verfehlt. Der Gesamtverkauf lag bei 326.900 Exemplaren, inklusive 54.902 ePaper.

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Für ein ganz anderes Titelthema entschieden sich die “stern”-Macher: “Wie Arbeit Spaß macht: Was in guten Firmen richtig läuft – und was Sie daraus lernen können” hieß die Headline – und “Plus exklusive stern-Studie: Die 500 besten Arbeitgeber” stand hervorgehoben noch daneben. Interessiert hat diese Titelgeschichte, die so auch auf dem “Focus” hätte stehen können, nicht allzu viele: Im Einzelverkauf erreichte die Ausgabe eine Verkaufszahl von 106.451 Exemplaren – 3.243 mehr als beim Tiefstwert aus dem Dezember. Auch hier noch der Blick auf den Gesamtverkauf: Der lag bei 425.214 Exemplaren, 24.704 davon waren ePaper.

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Alle Kommentare

  1. Spiegel und Focus hatten beide die Queen auf dem Titelblatt, trotzdem machte der Spiegel (ein wenig) das Rennen.

    Während der Focus aber immerhin durchaus noch so etwas wie einen journalistischen Anspruch hatte und dann den Brexit und seine Folgen hinter der Queen thematisierte, versprach der Spiegel allein privaten Klatsch und Tratsch im und um das Königshaus und machte damit das Rennen, ganz im Stile vom “Goldenen Blatt” und den anderen “Töpfen voller Gold”.

    Die politisch anspruchsvolleren Leser haben also den Focus gekauft, der große Rest entschied sich für das, was sie eigentlich im Wartezimmer beim Arzt auch kostenlos hätten haben können.

    Kurioserweise sagt also ausgerechnet das halbwegs gute Verkaufsergebnis des Spiegels in der letzten Woche sehr viel über das mittlerweile erreichte Niveau desselben (und seiner noch verbliebenen Leserschaft) aus.

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