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Bertelsmann-CEO Thomas Rabe: Medienkonzern steigert Aktienanteile an RTL Group – plant aber keine Übernahme

Bertelsmann-CEO Thomas Rabe
Bertelsmann-CEO Thomas Rabe

Bertelsmann-CEO Thomas Rabe hat in einem Interview mit der "FAS" erklärt, dass der Medienkonzern seine Anteile an der RTL Group seit einigen Monaten im kleinen Stil erhöht. Allerdings gebe es keine Pläne, die RTL Group komplett zu übernehmen. Im Gespräch forderte er zudem eine Deregulierung des hiesigen TV-Geschäfts.

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Der Medienkonzern Bertelsmann erhöht seine Aktienanteile an der RTL Group. “Wir haben vor einigen Monaten entschieden, die Anteile aufzustocken, seither kaufen wir Aktien, nicht mit großen Stückzahlen, sondern im kleinen Stil”, sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas Rabe in einem Interview der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” (Paid). Er betonte zugleich: “Wir haben keine Pläne, die RTL Group komplett zu übernehmen und von der Börse zu nehmen.”

Derzeit hält Bertelsmann als Mehrheitsgesellschafter gut 75 Prozent der Aktien der RTL Group, die mehr als 60 TV-Sender im Portfolio hat. In Deutschland sind das unter anderem RTL, RTLzwei, SuperRTL, ntv und Vox. Rabe, der seit April 2019 auch die Führung der in Luxemburg ansässigen RTL Group innehat, sagte: “Die RTL Group ist und bleibt ein eigenständiges Unternehmen.”

In dem Interview äußerte sich der Bertelsmann-Chef auch zur Konkurrenz großer US-Firmen wie Facebook und forderte eine Deregulierung des hiesigen TV-Geschäfts. “Es ist außerordentlich wichtig, dass sinnvolle Kooperationen, auch größere Zusammenschlüsse zugelassen werden, um nationale Champions, etwa im Fernsehbereich zu schaffen; wie gegebenenfalls mit RTL und ProSiebenSat.1.” Rabe fügte hinzu: “Andernfalls haben nationale Unternehmen in einigen Jahren je nach Marktentwicklung schlichtweg keine Chance gegen die Giganten aus dem Silicon Valley.”

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Die Bewegtbild-Pläne von “Bild” sieht Rabe entspannt entgegen. Er erklärte, dass ihm nicht klar sei, “wie das ‘Bild’-TV-Pro­gramm aus­se­hen soll”. Davor sei ihm “nicht bange”. Er glaube nicht, dass “die Kollegen von Springer uns ernsthaft angreifen”.

tb/dpa

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