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„BrandZ Germany 2020“: Kantar kürt SAP zur wertvollsten deutschen Marke

SAP führt das "BrandZ Germany" Ranking erneut an. Foto: SAP

Das Marktforschungsunternehmen Kantar hat zusammen mit der Mutterfirma WPP zum dritten Mal die wertvollsten Marken Deutschlands gekürt. Ganz oben steht erneut SAP mit einem Markenwert von 50,875 US-Dollar, auf Platz zwei und drei finden sich die Deutsche Telekom mit einem Wert von 44,9 Mrd. und Mercedes-Benz mit 22,1 Mrd.

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Die Kategorie „Einzelhandel“ wächst um neun Prozent auf einen Gesamtwert von 41,5 Mrd. USD. Die Einzelhandelsmarken unter den Top 50 profitierten von einem starken Binnenmarkt, vielfach über der Inflation liegenden Gehaltserhöhungen sowie einer Beschäftigung auf Rekordniveau und vor allem auch hohem Verbrauchervertrauen.

Im Handelssektor sind auch die beiden Neueinsteiger unter den Top 50, Fielmann und Tchibo, zuhause. Der Optiker-Filialist Fielmann (Platz 35 mit 1,8 Mrd. USD) hat das Verhalten deutscher Verbraucher beim Kauf von Brillen und Kontaktlinsen grundlegend verändert. Der Marke Tchibo (Platz 50 mit 1,0 Mrd. USD) gelang der Sprung unter die Top 50 dank starker Kundenbindung und eines attraktiven Produktportfolios.

Deutsche Marken bleiben das Maß aller Dinge

Der Gesamtwert der deutschen Top 50 Marken beträgt 336 Mrd. USD. Damit bleibt Deutschland hinsichtlich des Werts der 50 stärksten Marken im europäischen Vergleich das Maß der Dinge – weit vor Großbritannien, Frankreich oder Spanien.

Der Erfolg einiger Marken stützt sich auf die starke Binnennachfrage, doch auch das im Vergleich zu anderen Ländern große Exportgeschäft – mit einer Exportquote von 74 Prozent – beflügelt das Wachstum vieler Marken im Ranking. Die wachstumsstärksten Marken sind Adidas (+25 Prozent) und Puma (+19 Prozent), die beide mehr als 90 Prozent ihres Umsatzes im Ausland erzielen.

Die Top-Ten der deutschen Marken

Platz 2020 Marke Kategorie Markenwert (Mrd. USD)
1 SAP Technologie 50,875
2 Deutsche Telekom Telekommunikation 44,880
3 Mercedes-Benz Automobil 22,129
4 BMW Automobil 21,942
5 Adidas Bekleidung 17,147
6 DHL Logistik 16,546
7 Aldi Einzelhandel 14,628
8 Siemens Mischkonzern 14,338
9 Bosch Mischkonzern 11,556
10 Allianz Versicherung 8,655

Schlüsselfaktoren des Erfolgs dieser Marken waren zum einen ein qualitativ hochwertiges Kundenerlebnis und zum anderen Vertrauen. So schnitten Marken, die im Customer-Experience-Index einen hohen Wert erzielten, besonders gut ab.

„Vertrauen und ein hochwertiges Qualitätserlebnis sind für die Auswahl der Marken, die Konsumenten fest in ihren Alltag integrieren, essenziell. Da diese Elemente des Markenversprechens auch 2020 weiter an Bedeutung gewinnen werden, sollten sich deutsche Marken darauf konzentrieren, sie zu einem festen Bestandteil ihres Leistungsversprechens und ihrer Kommunikation zu machen“, so Christoph Prox, Geschäftsführer für Brand, Media & Communication bei Kantar.

Weitere Erkenntnisse

  • Abfall als potenzieller Wertstoff: Re- und Upcycling liegen als Quellen für neue Produktideen stark im Trend. Adidas, die innovativste Marke unter den Top 50 (Indexwert 126), brachte die Parley-Kollektion auf den Markt, deren Produkte zu mindestens 75 Prozent aus recyceltem Plastik bestehen.
  • Convenience als Erfolgsfaktor: Konsumenten erwarten von Marken heute ständige Verfügbarkeit sowie eine gewisse Arbeitserleichterung – das gilt insbesondere für den Einzelhandel. So bietet Aldi (Platz sieben mit 14,6 Mrd. USD) bereits landesweit einen Lieferservice mit einem Sortiment, das über das im stationären Handel hinausgeht.
  • Deutsche Automobilität wird elektrischer: Deutschland verzeichnete in Europa zuletzt die höchste Zahl an Neuzulassungen im Bereich Elektrofahrzeuge. Eine Entwicklung, die nicht zuletzt durch das immer dichtere Netz öffentlicher Ladestationen gefördert wird und auf die deutsche Autohersteller nun mit neuen Modellen reagieren. Für viele Konsumenten verliert die Motorleistung als Auswahlkriterium für ein neues Auto an Bedeutung.
  • Wachsendes Umweltbewusstsein bei Generation 50+: Nicht nur die jungen Menschen machen sich Sorgen um die Umwelt. Ganz im Gegenteil: Die über 50-Jährigen repräsentieren rund zwei Drittel der Menschen, die als „ökologisch aktiv“ definiert werden. Als Verbraucher sind diese Menschen durchaus bereit, ihr Leben und damit ihre Produkt- und Markenauswahl zu verändern, um die Umwelt zu schonen.

Soweit die wichtigsten Erkenntnisse. Detailliertere Informationen finden Sie hier im kompletten Bericht.

lk

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