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Neue Vorwürfe gegen Holger Friedrich in der “WamS”: Der Verleger soll in der DDR eine Kollegin denunziert haben

Holger Friedrich
Holger Friedrich Foto: Britta Pedersen/zb/dpa

Die "Welt am Sonntag" ("WamS") hat neue Vorwürfe gegen Holger Friedrich, den Verleger der "Berliner Zeitung" veröffentlicht. Demnach soll er in der DDR eine Kollegin denunziert haben.

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Die “WamS” hatte zuvor schon aufgedeckt, dass Friedrich in der DDR zeitweise als IM für die Stasi tätig gewesen war. Friedrich erklärte dies später mit einer persönlichen Notlage.

Gemeinsam mit seiner Frau Silke Friedrich hat er von DuMont den Berliner Berlag mit “Berliner Zeitung” und “Berliner Kurier” übernommen. Die Stasi-Enthüllung war besonders brisant, weil die “Berliner Zeitung” in der DDR eine Parteizeitung der SED war und nach dem Mauerfall zahlreiche Mitarbeiter wegen Stasi-Tätigkeiten gehen mussten.

Im aktuellen Bericht schreibt die “WamS” nun, dass Friedrich 1985 eine Arbeitskollegin bezichtigt haben soll, die DDR illegal verlassen zu wollen. Ein schwerwiegender Vorgang, denn eine solche Bezichtigung konnte für Betroffene in der DDR massive Folgen haben. Die “WamS” schreibt, ihr lägen eidesstattliche Versicherungen und Schilderungen von Zeitzeugen vor.

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Holger Friedrich hat sich zu dem Bericht bislang nicht geäußert.

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Alle Kommentare

  1. Gerade habe ich in der Redaktion der Berliner Zeitung: Da kam eine Ansage: “Sie erreichen die Berliner Zeitung montags bis freitags von 13.00 bis 14.00 Uhr.” 🙂 🙂 🙂 … Dann wird eine Mail-Adresse genannt, die anders ist als die Adresse im Impressum. Das würde schon einmal eine Abmahung rechtfertigen.

    Aber: Schlaft schön weiter, liebe Redaktion und macht Euer Ding montag bis freitags 13.00 bis 14.00 Uhr… Ich setze mich mit Euren umtriebigen Wettbewerbern in Verbindung.

  2. Vielleicht sollte sich der Springer Verlag auch mal selbstkritisch mit seinen Artikeln und Kolumnen in den 70er Jahren befassen, da sind Kommentare zu lesen, für die man sich heutzutage nur fremdschämen kann. “Hatespeech” ist jedenfalls keine Erfindung des Internets.

    1. was genau, werte Frau Kaiser, haben öffentliche Kommentare in Tageszeitungen jetzt mit den Stasi-Denunzitionen des neuen BLZ Verlegers zu tun, der konspirativ eine Kollegin ans Messer liefert, der dadurch erhebliche Nachteile bis hin zu psychischer Folter und Freiheitsentzug entstehen können?

  3. Was sind das eigentlich für Pfeifen, die der Berliner Verlag als Task Force eingesetzt hat, um die Stasi-Akte des Verlegers “intensiv” und “unabhängig” zu überprüfen? Wollten oder sollten Birthler, Kowalczuk und Consorten nichts Belastendes mehr finden? Es ist hochnotpeinlich, dass die WamS jetzt schon wieder aufdeckt, was die BLZ-Task Force in zwei Monaten nicht entdeckt hat. Das Honorar für die “Aufdecker”, die eher “verdecken”, sollte lieber zur Verbesserung der journalistischen Qualität des Blattes investiert werden. Zumal die Auflage schon wieder um 12 Prozent gesunken ist.

  4. Na, das ist doch wunderbar: Da können Holger Friedrich und Anetta Kahane doch künftig gemeinsam die Einträge der Bürger in den sozialen Medien kontrollieren. So als IM-Duo alias IM “Peter Bernstein” und IM “Viktoria”. Denn staatliche Überwachung Andersdenkender braucht Erfahrung. Und: gelernt ist gelernt! Auch der Umfang ihrer Stasiakten, also von Holger Bernstein und Viktoria Kahane, ist respektabel und systematische Kontrolle war ihr gemeinsames Ding. Was für ein tolles Land!

    1. Gibt es für Sie multiple demokratische Ansichten dazu?

      Meinungen Ihres Meinungskorridors dürfen kommentiert werden – vs. – Ihnen unliebsame Meinungen möchten Sie dann doch lieber zensieren lassen.

      1. @Max Schott

        Ja, so ist das in einer Demokratie.

        Die einen fragen “ungefragt”, die anderen antworten ………..

        Wenn Sie das nicht aushalten können, sollten Sie das System verlassen, Gute Reise.

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