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Krise um Energy Hamburg: Hörfunksender zieht wegen Verlust der UKW-Frequenz vor Gericht

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Der zum französischen Radiokonzern NRJ Group gehörende Hörfunksender Energy soll im August seine Hörfunklizenz in Hamburg verlieren. Das entschied jüngst die Medienanstalt HamburgSchleswig-Holstein. Energy-Deutschland-Chef Olaf Hopp will das nicht hinnehmen und geht vor Gericht.

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Es ist ein schwerer Schlag für Energy-Deutschland-Chef Olaf Hopp. Ab August darf der Jugendsender in Hamburg nicht mehr über UKW senden. Lediglich digital über DAB+, via Stream und App können die Zuhörer das Programm dann noch empfangen. Grund hierfür ist die Medienanstalt Hamburg/SchleswigHolstein (MA HASH). Sie beschloss, Energy die UKW-Lizenz zu entziehen, weil sie aus rechtlichen Gründen die Frequenzen für die Hamburger Sender neu vergeben musste (MEEDIA berichtete). Stattdessen kamen bei der Frequenzvergabe andere Anbieter zum Zug.

Für Energy-Deutschland-Chef Olaf Hopp ist das eine Katastrophe: “Diese Entscheidung ist enttäuschend. Nicht nur für rund 800.000 Hörer, für die Energy seit fast 25 Jahren ein fester und beliebter Bestandteil des Hamburger Radiomarktes ist, sondern auch und vor allem für unsere Hamburger Belegschaft“, kritisierte Hopp. Damit würde der Hamburger Hörfunkmarkt “nicht nur sein einziges privates Hit-Jugendradio verlieren, sondern es schwächt auch den Medienstandort Hamburg und stellt seine Investitionssicherheit in Frage”, rügte der Geschäftsführer.

Hopp will das nicht hinnehmen und zieht vor Gericht. “Beim Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgericht ist seit dem 23.12.2019 ein Eilrecht-Schutzverfahren anhängig“, erklärte ein Sprecher des Gerichts auf MEEDIA-Anfrage. Antragsteller sei Radio 97,1MHz Hamburg GmbH, die Gesellschaft, die das Programm Radio Energy Hamburg sendet. “Der Zeitpunkt der Entscheidung ist derzeit noch nicht absehbar“, so ein Gerichtssprecher. Ein Sprecher von Energy lehnt hierzu einen Kommentar ab.

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Fraglich ist, ob Hopp mit einer Eilrechtsschutzverfahren das drohende Aus des Senders abwenden kann. Die Entscheidung der MA HSH war für den Energy-Chef völlig unverständlich, “da wir sämtliche von der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein gestellten Anforderungen in vollem Umfang erfüllen”, hieß es damals. Erstmals seit drei Jahrzehnten musste die Medienanstalt MA HSH die UKW-Frequenzen in Hamburg neu ausschreiben, da die bestehenden Zuweisungen nicht weiter verlängert werden konnten.

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