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„Westdeutsche Zeitung“ plant, Mantel und Lokalredaktion für Düsseldorf auszulagern

Wie der Deutsche Journalisten Verband (DJV) in Nordrhein-Westfalen berichtet, will die „Westdeutsche Zeitung“ ihren Mantelteil und die Düsseldorfer Lokalredaktion auslagern. Der Arbeitsplatzabbau soll mit Abfindungen geregelt werden.

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Wie der DJV-NRW schreibt, bezieht die „Westdeutsche Zeitung“ („WZ“) schon seit 2014 die lokalen Inhalte in den Kreisen Viersen, Rhein-Kreis Neuss und Mettmann von der „Rheinischen Post“. Damals habe die „WZ“ bereits rund die Hälfte von etwa einhundert Arbeitsplätzen abgebaut. Wer künftig die Düsseldorf-Inhalte der „WZ“ liefert, sei noch nicht beschlossen. Gegenüber MEEDIA erklärte „WZ“-Chefredakteur Lothar Leunschen, man werde den Standort Düsseldorf nicht aufgeben, aber: „Geplant ist allerdings, die Produktionsweise unserer Ausgaben Düsseldorf und unseres Mantelteiles so neu zu organisieren, dass Kräfte für verschiedene Lokalteile frei werden. Für die Umsetzung dieses Konzeptes sind wir in intensiven Gesprächen mit möglichen Partnern. Da diese Gespräche noch nicht abgeschlossen sind, kann ich auch noch keine Namen nennen.“

Laut DJV soll auch der überregionale Mantelteil der „WZ“ voraussichtlich ab April wieder extern zugeliefert werden. Auch hier ist noch unklar, von wem. Der DJV-NRW kritisiert die Pläne der zum Girardet Verlag gehörenden Zeitung. „Wieder fällt einem Verlag nichts anderes ein, als Inhalte zuzukaufen und Stellen zu streichen“, sagt der Landesvorsitzende Frank Stach. „Aber Kaputtsparen ist kein Zukunftskonzept. Zeitungen, die komplett aus zugekauften Inhalten bestehen, sind journalistische Mogelpackungen. Wer gerade das Lokale als Kern einer regionalen Tageszeitung immer weiter schwächt, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Abonnenten wegbleiben.“

swi

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