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Frauen im Nachteil: Männliche Influencer verdienen deutlich mehr auf Instagram

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Dier Gender Pay Gap zwischen Männer und Frauen setzt sich auch auf Instagram fort. Dabei wird mit zunehmender Followerzahler der Verdienstunterschied immer extremer. Der stärkere Wettbewerb unter Frauen ist nicht der Grund für die Lücke.

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Der Gender Pay Gap beschreibt den geschlechtsspezifischen Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern. Er existiert auch im Internet. Männer verdienen im Durchschnitt sieben Prozent mehr für einen Post auf Instagram als ihre weiblichen Pendants. So stehen 1.411 US-Dollar im Vergleich zu 1.315 US-Dollar. Das ist das Ergebnis einer Studie der Influencer-Analytics-Firma Hype Auditor. Weiter aufgeschlüsselt, ist die Lücke noch größer.

Nur Frauen mit bis zu 20.000 Followern erhalten mehr für eine Werbebotschaft: 28 US-Dollar gegenüber 19 US-Dollar bei Männern. In allen anderen Followerzahl-Schichten erhalten Männer eine höhere Entlohnung. Die Daten der Studie zeigen, dass der Unterschied umso größer wird, je mehr Follower die jeweils untersuchten Influencer  haben.

Verdienst auf Instagram: Männer hängen Frauen deutlich ab

Bei Instagram-Stories verdienen Frauen im Schnitt gar 27 Prozent weniger. Auf 809 US-Dollar für die Instagram Story eines männlichen Influencers kommen nur 633 Dollar für die einer Frau. Bei Influencern mit Followerzahlen zwischen 20.000 und 100.000 Usern bekommen Männer sogar 92 Prozent mehr: 408 US-Dollar statt nur 212 Dollar pro Story.

Bei der Studie wurden 1.600 Influencer aus mehr als 40 Ländern befragt. Ihre Follower-Zahlen reichen von 5.000 bis 20.000 (Mikro-Influencer), 20.000 bis 100.000 Followern (Mittelstufen-Influencer), 100.000 bis einer Million Followern (Makro-Influencer) sowie mehr als einer Million Followern (Mega-Influencer und Prominente).

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Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass ein stärkerer Wettbewerb unter den weiblichen Influencern nicht der Grund für das Lohngefälle ist, da die Anzahl weiblicher und männlicher Influencer weltweit gleich ist. Sie raten daher Frauen, ihren Verhandlungsprozess zu professionalisieren. 

Gender Pay Gap: Realität ist gerechter als Instagram

Der unbereinigte Gender Pay Gapin der “realen” Arbeitswelt liegt in Deutschland bei 21 Prozent. Bereinigt, das heißt unter Berücksichtigung von Umfang der Beschäftigung, die Verteilung auf unterschiedliche Branchen und Berufsgruppen sowie Ausbildung, Berufserfahrung und Position, beträgt der Unterschied noch sechs Prozent. Auf einer anderen Datengrundlage berechnet das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) sogar einen bereinigten Gender Pay Gap von nur zwei Prozent.

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Alle Kommentare

  1. Interessante Zusammenfassung:
    “Diese Studie glänzt vor allem durch offensichtliche Mängel und mangelnde Vergleichbarkeit. Nur im La-la-Land unseres Journalismus lässt sich ganz klar schließen, dass Frauen auf Instagram benachteiligt sind. Wegen „Studie“.
    Die Recherche zum tatsächlichen Gehalt dieser Studie hat mich 5 Minuten gekostet, diesen Beitrag zu verfassen natürlich länger. Das ist aber nicht mein Job, das sollten Journalisten tun. Der Bedarf an „Journalistendarstellern“ wird m.E. überschätzt.”

    https://allesevolution.wordpress.com/2020/01/26/fake-studie-weibliche-influenza-viral-benachteiligt-auf-instagram/

  2. “…dass ein stärkerer Wettbewerb unter den weiblichen Influencern nicht der Grund für das Lohngefälle ist…”
    Und wenn es einfach an den von den jeweiligen Personengruppen präsentierten Themen und der Nachfrage beim Publikum liegt?

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