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Die Auflagen-Bilanz der Tages- und Wochenzeitungen: “Bild” und “Welt” verlieren erneut mehr als 10%, “Die Zeit” legt dank massivem Digital-Plus zu

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Die Quartalsbilanz der überregionalen Zeitungen fällt gewohnt durchmischt aus: Während Springers "Bild", "Welt" und "Bild am Sonntag" erneut mehr als 10% der Abos und Einzelverkäufe im Vergleich zum Vorjahr verlieren - und das "Neue Deutschland" sogar mehr als 15% -, kamen "Handelsblatt", "taz" und "Die Zeit" glimpflich davon. "Die Zeit" liegt sogar über Vorjahr - dank deutlich gesteigerter ePaper-Abos.

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“Bild” bleibt laut Axel Springer “die mit Abstand größte Tageszeitung und das mit Abstand größte Einzelverkaufsmedium Europas”. Allerdings schrumpfen die Zahlen des Boulevard-Giganten weiterhin fast ungebremst. Mit 1,18 Mio. per Abo und Einzelverkauf abgesetzten Exemplaren ging es im vierten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,2% nach unten. Zwar wurden damals noch die “Fußball Bild”-Verkäufe mitgezählt, doch diese Zahl dürfte kaum ins Gewicht fallen. Ab dem ersten Quartal entfüllt dieser Sondereffekt dann auch, denn “Fußball Bild” wurde ja Ende 2018 eingestellt.

Bei den seriöseren überregionalen Tageszeitungen ging es für Marktführer “Süddeutsche Zeitung” deutlicher nach unten als zuletzt: Das Minus betrug im vierten Quartal 4,4%, da half auch das Plus bei den ePaper-Abos (56.011 statt 47.689) nicht. Die “Frankfurter Allgemeine” verlor 3,5%, das “Handelsblatt” 1,1% und die “Welt” massive 12,4%. Die “taz” hingegen büßte verhaltenere 1,0% ein, rückt damit immer näher an die “Welt” heran.

Die halbwegs positive Bilanz des “Handelsblattes” hat erneut mit deutlichen ePaper-Zuwächsen zu tun: 53.665 der Abos stammen mittlerweile von den Digital-Kunden, die Zahl der Papier-Abos liegt nur noch bei 31.497 Exemplaren. Auch bei der “taz” hält das ePaper-Wachstum die Auflage halbwegs stabil, allerdings sind die Verschiebungen von Papier zu Digital hier noch längst nicht so extrem wie beim “Handelsblatt”: 10,834 ePaper-Abos stehen 28.669 Papier-Abos gegenüber.

Deutlichster prozentualer Verlierer war im vierten Quartal das “Neue Deutschland”: Mit nur noch 19.010 Abonnenten und Einzelverkäufen büßte die Zeitung nun sogar mehr als 15% gegenüber dem Vorjahr ein. Eine dramatische Entwicklung.

Überregionale Tageszeitungen im 4. Quartal 2019 (nur Abo+EV)

Platz Titel Abo+EV / 2019-IV 2019-IV vs. 2018-IV / absolut 2019-IV vs. 2018-IV / in %
1 Bild 1.182.699 -134.113 -10,2
2 Süddeutsche Zeitung 279.079 -12.858 -4,4
3 Frankfurter Allgemeine 192.770 -6.909 -3,5
4 Handelsblatt 87.560 -1.018 -1,1
5 Welt Print werktag (Welt + Welt Kompakt) 66.957 -9.498 -12,4
6 taz.die tageszeitung 42.113 -413 -1,0
7 Neues Deutschland 19.010 -3.449 -15,4
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Bei den Sonntags- und Wochenzeitungen liegt die “Bild am Sonntag” bei einem Minus von mehr als 10%, bleibt aber noch die klare Nummer 1. Dahinter gewann “Die Zeit” sogar 0,4% im Vergleich zum vierten Quartal 2018 dazu. Der Grund auch hier: Die Digital-Kundschaft: Aus 55.701 wurden 76.146 ePaper-Abonnenten bzw. Z+-Kunden. Ein Zuwachs, der das Minus bei den Papier-Abos und im Einzelverkauf mehr als ausgleichen konnte.

“Welt am Sonntag” und “Franklfurter Allgemeine Sonntagszeitung” büßten unterdessen deutliche 5,5% und 7,7% ein, bei den kleineren Wochen-Titeln kam “Das Parlament” mit einem Minus von 1,0% glimpflich davon, ebenso wie die “Junge Freiheit” und “der Freitag” mit 2,0% und 2,1%.

Wochen- und Sonntagszeitungen im 4. Quartal 2019 (nur Abo+EV)

Platz Titel Abo+EV / 2019-IV 2019-IV vs. 2018-IV / absolut 2019-IV vs. 2018-IV / in %
1 Bild am Sonntag 652.258 -74.434 -10,2
2 Die Zeit 415.090 1.559 0,4
3 Welt am Sonntag (+kompakt) 207.297 -11.951 -5,5
4 Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 192.254 -16.019 -7,7
5 Katholische SonntagsZeitung für Deutschland (gesamt) incl. Neue Bildpost 29.308 -2.459 -7,7
6 Junge Freiheit 22.675 -459 -2,0
7 der Freitag 20.305 -438 -2,1
8 Das Parlament 6.868 -70 -1,0
9 Jüdische Allgemeine Wochenzeitung für Politik, Kultur, Religion und Jüdisches Leben 4.433 -107 -2,4
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

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Alle Kommentare

  1. zur neuen, schärferen Länderabrenzung wollte ich kurz etwas schreiben, da sie tlw. im Osten leicht verbesserungsbedürftig ist.

    Zu MV: Bei der Schweriner Volkszeitung wurden die Norddeutschen Neuesten Nachrichten herausgenommen – die erscheinen aber in Rostock und damit auch in MV.

    Zu Brandenburg: Der Oranienburger Generalanzeiger +2 weitere Zeitungen (unter Märkische Zeitung zusammengefasst) gehören schon seit Jahren zur MOZ. Auch die Lausitzer Rundschau wurde inzwischen gekauft – was dafür oder evtl. dagegen spricht, sie zur MOZ dazuzurechnen, vermag ich aber nicht einzuschätzen.

    Zu Sachsen-Anhalt : In der Altmark erscheint noch die AltmarkZeitung, gehört zur Uelzener Zeitung

    Zu Sachsen: Wurde bei der LVZ eigentlich der Altenburger (Thüringer) Teil herausgerechnet? Auch der Vogtlandanzeiger fehlt dort.

  2. Eine TAZ die von Matthias Bröckers gegründet wurde und seit dem aus dem linkeren Lager in das rechte Lager wechselte wird nicht mehr gebraucht.Wenn ein Herr Bröckers sich mittlerweile schämt diese “Zeitung” gegründet zu haben sollten die Protagonisten in der TAZ sich mal gedanken machen.Wer als “linke” Zeitung die Angriffskriege des US-Imperiums und der israelischen faschistischen Armee unterstützt und teilweise bejubelt und die Flüchtlingsströme dann an den Bahnhöfen bejubelt obwohl wir der Westen für diese Zerstörung verantwortlich sind.Der beraubt sich jedweder Glaubwürdigkeit im Diskurs.Das diese transatlantische Politik die Armen im Westen mehr belastet als alles andere dazu schweigen genau diese Zeitungen.Das Migration die Armen Länder massiv ausbluten lässt und deren Entwicklung hemmt war mal konsens in der linken Szene diese Erkenntniss ist wohl der rechten Propaganda erlegen.

  3. Die einzige Zeitung, die es vom Mainstream wenigstens versucht so nah an der Wahrheit zu sein wie möglich, ist der Freitag.Alle anderen Medien erzählen höchstens die hälfte der Fakten.Ich, und es sieht aus das dies immer mehr Menschen tun, verlange von Journalisten Fakten und Zusammenhänge die auf der Wahrheit basieren zu erhalten.Wer die Propaganda im Mainstream von Springer, Bertelsmann,Burda und DuPont sowie den ÖR die sich diesem transatlantischen Wahrheitsminsterium unterworfen haben.Sowie die langsam sichtbare Zusammenarbeit von einem diktatorischen System wie Wikipedia oder Youtube (großen US Digitalkonzernen die dem US-Imperium unterliegen) und dem ÖR deuten auf eine aufkommende Meinungs- und Wissensdiktatur der westlichen Kriegshetzer Eliten hin dem wir uns massiv widersetzen müssten.Das die Medien hier zu schweigen zu Assange und Manning das schreiben eingestellt haben. Obwohl das US-Imperium aggressiv und brutal alle westlichen Werte der Aufklärung zerstören und jeden der sich dagegen wehrt wird als Feind vernichte/betrachtet.Wo ist der Aufschrei ber Medien bei Assange,wo bei Manning.Frau Manning wird vom US-Imperium in Beugehaft gehalten weil sie nicht lügen will.Das ist Folter! Dazu gibt es keine 2 Meinungen wer ein Geständnis erpressen will begeht FOLTER!!! Wo bitte haben ich das in irgendeiner Zeitung,Nachricht oder auch Magazin je gelesen? Ja genau nirgendwo! Nur bei Free21,Rubikon,Anti-Spiegel,Nachdenkseiten,ASR, Buchkomplizen oder gesehen in Wikihausen,Kenfm,Nuo Viso,rt deutsch,DFP oder Exopolitik. Wer Journalismus ernst nimmt sollten ihn auch praktizieren und nicht flächendeckend eine Plazebo-Journalismus betreiben.

  4. Der Niedergang hat mit der Lückenhaften Berichterstattung der Massenmedien zu tun.Es mag für die Mächtigen sehr schön sein wenn man die Berichterstattung lenken kann,für die Bevölkerung zeigt sich nur das man diesem System nicht mehr vertraut.Seit mehr als einem Jahrzehnt setzt dieser Niedergang bereits ein und er wird auch nicht mehr aufzuhalten sein.Selbst wenn man die GEZ Gebühren auf die Verlagsoligarchen die allesamt Milliardäre sind “unterstützt” besser wohl subventioniert in dem alle zwangsbeteiligt werden.Das ist neoliberal-faschistischer Staatskapitalismus im Endstadium und mit Pressefreiheit hat das alles nichts mehr zu tun.Wer sich nur auf 4-5 “Agenturen” verlässt, die alle das gleiche Framming benutzen und den Meinungskorridor sehr gering halten der hat den Niedergang auch verdient.Wer darüber hinaus seine Informationspflicht verletzt, in dem wir mediale Hetzjagden auf Menschen betreiben die dem “erlaubten” Narrativ widersprechen.Das fast die gesamte Verlagsoligarchie beim Thema Assange und Greenwald den Mund halten zeigt wohin der eingebettete Journalismus gekommen ist.Wer sich mit Militärs und Geheimdiensten gemeinsame Sache macht um die “Sytemsicherheit” zu gewährleisten der zerstört dieses System.Das beste Beispiel ist eben Assange,Manning oder auch 9/11. Lügen haben kurze Beine: Kein Sprichwort ist treffender für unsere abgewirtschafteten und unfähigen Eliten. Mit Zensur jedenfalls kommen sie dieser Auflösung ihres Berufes nicht bei, einzig die Wahrheit und die wahren Hintergründe von Konflikten würde einen Beginn eines Erholungsprozesses ermöglichen, dem sie sich verweigern.

    1. @Andre` Gaida

      Sie wählen sicherlich DKP etc? Anders lassen sich Ihre Pawlowschen Reflexe einer Wanderwandzeitung nicht erklären, alles was aus dem linken Stapel an überholten Dummheiten herausschaut als “neoliberal-faschistischer Staatskapitalismus im Endstadium” zu erkennen.
      Das die TAZ in allen (links wie rechts) Lagern fischt, um Ihre Rolle als Sprachrohr einer künftigen Umweltdiktatur durchzusetzen, ist Ihnen nicht in den Sinn gekommen. Leben Sie in einer Filterblase?
      Alle Themen Ihrer Aufzählung kann man ebenso in den Archiven der untergegangenen kommunistischen Diktaturen wiederfinden. Sie haben hier nur andere Namen, knechten aber letzlich den Arbeiter in ein System (China und Nordkorea mit ihrem neoliberal-faschistischer Staatskommunismus lassen grüßen).
      Mit Propaganda neulinker Medien für die Antifa (neulinke SA) versuchen solche Leute wie Sie auf der Strasse Fakten zu schaffen. Insofern unterscheiden sich Freitag, UZ und ND inhaltlich nicht sonderlich vom Stürmer.

      Wir wollen solche Wirrköpfe, wie Sie es einer sind, hier in unserem Land nicht haben.

      Wandern Sie bitte aus!

  5. Gibt es eine Prognose, wie viele Exemplare durch die Einstellung der WELT KOMPAKT wegfallen werden? Kann mir kaum vorstellen, dass viele von der Kompakten auf die Große Zeitung umgestellt haben.

  6. Zeitungssterben ist immer dramatisch. Ich erinnere nur an den Untergang der Frankfurter Rundschau. Nun erwischt es eben die Welt und Neues Deutschland. Da wurden sicher viele Fehler gemacht, letztendlich wird es auch hier hauptsächlich am Internet liegen. Es gibt dort eben auch alle Informationen gratis und schnell.

    Gedruckte Tageszeitungen haben nur noch eine begrenzte Zukunft, für Wochenblätter wie Zeit und Spiegel sieht es da schon besser aus.

  7. Ja, die Zeit hat “ihr” Publikum. Schlicht und ergreifend. Dafür wird geschrieben und das ist auch ok. so. Niemand muß ja diesen – für mich – sozialistischen Durchfall kaufen und niemand muß sich darüber aufregen.

    Alle anderen (ehemals konservativen) Blätter, wie eben eine Welt oder auch eine Bild fördern durch ihre Art die Verdrossenheit IHRER Leserschaft bis hin zur Kündigung. Und da sind freigeschaltete Kommentare nur die Spitze des Eisbergs, siehe auch die komplette Kehrtwende im Focus Kommentarbereich. Das gab den Tag, da war es eben so. Mit Sicherheit verordnet.

    Aber bitte, die Blätter verstehen es sowieso nicht, was IHR Klientel will und erwartet, immer mehr verschwindet dann hinter Bezahlschranken, die keiner kaufen will und letztendlich verschwindet das Blatt auch noch. Es merkt dort niemand, dass das Potential für ein sozialistisches Blättchen eben nur soundsoviel % der Deutschen ausmacht.

    Zu Recht! Muß doch keiner haben, eine weitere sozialistische Einheitsparteizeitung.

  8. Gerhard Bleick sagt:
    17.01.2020 um 15:49 Uhr

    Man liest auschliesslich argumentationsfreie und politifanatische Kommentare von Ihnen. Menschen wie Sie polemisieren mit hochrotem Kopf ständig gegen andere und wollen jegliche politische Diskussion abwürgen, indem Sie ihre “Gegner” denunzieren. Hören Sie bitte auf, hier die Gesinnungs-Stasi zu spielen und stellen Sie sich argumentativ einem fairen inhaltlichen Streit. Mein Tipp: Man muss nicht jede polemische Bemerkung mit einern noch extremeren kontern.

    Mein Lieber,

    da wird sich Ihnen mein Kommentar vermutlich wie eine wohlklingende Symphonie anhören.

    Ich bin jedes Mal begeistert, wenn ich über die wirtschaftlichen Erfolge von DIE ZEIT lese. Heute wieder.

    Die Macher um den Katholiken Giovanni di Lorenzo schaffen es Woche für Woche die Bestandsleser zu verwöhnen und sogar neue Leser zu mobilisieren.

    Wie gelingt das nicht nur Woche für Woche sondern Jahr für Jahr und das seit mehr als zwei Jahrzehnten hintereinander?

    Ganz einfach, man schreibt ausschließlich über Themen die die gut situierte Leserschaft als Thema lesen will. Getoppt wird das durch den Schreibstil von DIE ZEIT, der ist darauf ausgerichtet auch tatsächlich das zu texten, was die Leser lesen wollen. Beides zusammen führt dazu, dass denen von DIE ZEIT quasi “die Bude eingerannt” wird und die Kasse klingen läßt. Das ist von einer gewissen Einzigartigkeit in der deutschen Medienlandschaft. Der Berliner Tagesspiegel versuchte vor rund 2 Jahren dieses Modell zu kopieren. Nahm aber davon wieder Abstand. Der Versuch zielte darauf ab mehr mulimische Leser zu gewinnen. Dieser Versuch schlug jedoch völlig fehl, genauso wie damals bei DIE ZEIT.

    Aktuell nimmt DIE ZEIT die Generation Greta ins Visier und das trotz des hohen Kaufpreis für eine Zeitung, den sich nur die reicheren “Gretas” leisten können bzw. deren Eltern. Aber gerade aus diesem sozialen Umfeld rekrutiert DIE ZEIT seine Leser. Das ist vorausschauende Zukunftsarbeit und als Wirtschaftskonzept genial. Die BILD oder SPIEGEL könnten das niemals.

    1. Welcher Journalismus? Journalismus bedeutet den Mächtigen auf die Füße zu treten und diese zu überwachen. Nicht der Bürger muss glässern sein sondern die Machtstrukturen und die Mächtigen müssen transparent sein für uns.Echten Journalismus gibt es nur ausserhalb des Mainstreams weil dort die Verlagsoligarchen nichts zu melden haben. Deshalb kommen überall ja sogenannte “Faktenchecker” oder die zusammenarbeit mit Wikipedia die mit “freie Presse” nichts mehr zu tun haben sondern ein Meinungs- und Wissensdiktatur etablieren wollen.

  9. Das “neue Deutschland” ist tatsächlich eine gute und kritische Zeitung geworden, aber es gibt in Westdeutschland viel zu wenige Verkaufsstellen.

    Es ist eigentlich so kritisch wie die TAZ es früher mal war, ideologisch nicht so verbohrt wie die “Junge Welt”. Aber der Name “Neues Deutschland” scheint viele Leser im Westen abzuschrecken.

    Stichwort WELT Moderation, versuchen Sie mal etwas kritisches über die DDR Blockparteien zu schreiben, da kommt kein einziger Kommentar durch.
    Die Wechselwirkung mit dem Printprodukt sehe ich aber nicht.
    In der nächsten Auflagenbilanz fällt ja die WELT Kompakt dann auch weg, dann bin ich wirklich mal sehr gespannt auf die kleine Auflage der großen WELT.

  10. Es trifft m.E. zu, was “up de Geest” oben schreibt: Die “Welt-online”-Redaktion zumindest schreibt in politischen Fragen gegen die Mehrheit der Leser an und ist äußerst aktiv im Wegstreichen von Kommentaren, die nicht der Redaktionslinie folgen. Man kann Ersteres gelegentlich an den Umfragepotentiometern unter Artikeln ablesen “Teilen Sie die Ansicht des Autors ?” Das geht z.B. in EU- und anderen außenpolitischen Fragen stets zuungunsten des Autors aus.

    1. Diese Weltartikel sind eine Mischung aus click bait, also möglichst stark emotionalisierende und provozierende Meinungsartikel , und extrem transatlantisch, militaristisch ausgerichtete Kommentare. Beides schafft offenbar besser clicks als Journalismus

  11. Dem SED Zentralorgan sterben die letzen Leser weg!

    Bei BILD und Welt ist es ähnlich…

    Wer kauft noch die System-Presse?

    1. Kaum einer! Warum auch belügen kann ich mich selbst am besten, dazu brauche ich keine Propaganda vom elitären Machtzirkel.

  12. Danke für ihr Bemühen etwas Licht ins Dunkel der Auflagenstatistik zu bringen, Herr Schröder. Ich würde mir allerdings eine reine Printstatistik wünschen, ohne Epaper, aber viele Verlage halten die kleinen Zahlen zurecht lieber geheim.

    DIE WELT wird im nächsten Quartal vermutlich noch mehr an Auflage verlieren, der Hamburg Lokalteil komplett gestrichen, die “Literarische Welt” wird auch immer knapper und der Bereich Außenpolitik auch.

    Ich würde diesen Niedergang der Zeitung nicht mit der Internetseite und dort nicht freigeschalteten Kommentaren in Verbindung bringen.

    Als Abonnent würde ich die Zeitung allerdings schnell abbestellen, da man bei der Schwindsucht ja befürchten muß, irgendwann nur noch ein 4 seitiges Blättchen im Briefkasten zu haben

  13. “Die Zeit” legt dank massivem Digital-Plus zu
    UNd wie viele davon sind bezahlt?

    Unsere Postfächer laufen geradezu über mit Werbemails:
    “Wir schenken Ihnen die Zeit …..”

  14. Hallo Herr Schröder,

    werden bei BILD und WELT auch die Digitalverkäufe/abos mitgezählt (die man für die PLUS-Inhalte benötigt)?

    1. Es werden in den verkauften Auflagen nur diejenigen Kunden mitgezählt, die in ihrem Digital-Produkt auch Zugriff auf das ePaper haben, also nicht diejenigen Digital-Kunden, die nur Online-Artikel lesen können, nicht aber das ePaper.

      1. Danke für die Info, Herr Schröder.

        Kann man irgendwo nachlesen wie viele Digital-Kunden (die nur für die Online-Inhalte bezahlen) BILD und WELT dazugewonnen haben und ob die damit die Printausgabenverluste ausgleichen können?

        Das würde mich interessieren.

  15. Zur WELT bleibt nur zu sagen: Quod erat expectandum!
    Eine Redaktion, sie so konsequent gegen die eigene Leserschaft anschreibt, muß sich nicht wundern, wenn diese Leserschaft konsequent wegbleibt.

    Dazu die Unterdrückung anderer Meinungen auf WELT online durch engstirniges Löschen von Kommentaren bis hin zur Sperrung von interessierten und engagierten Lesern. EIn unglaubliches, hochnäsiges Gebaren.

    Die neuen Investoren werden sich dieses Trauerspiel nicht sehr lange mitansehen. Bei gleichbleibender Auflagenentwickung gebe ich der WELT noch ein Jahr. Dann ist Schluß.

    1. “Engstirniges Löschen von Kommentaren” – wundern Sie sich wirklich, dass Ihre vollkommen inhaltsfreien Nörgelkommentare gelöscht werden? Mimimimimi…

      1. Immer schön hier etwas von WELT-Journalisten zu lesen. Wie immer anonym. LoL.

      2. Man liest auschliesslich argumentationsfreie und politifanatische Kommentare von Ihnen. Menschen wie Sie polemisieren mit hochrotem Kopf ständig gegen andere und wollen jegliche politische Diskussion abwürgen, indem Sie ihre “Gegner” denunzieren. Hören Sie bitte auf, hier die Gesinnungs-Stasi zu spielen und stellen Sie sich argumentativ einem fairen inhaltlichen Streit. Mein Tipp: Man muss nicht jede polemische Bemerkung mit einern noch extremeren kontern.

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