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Deutsche Welle, deutsche Hölle? Auslandssender muss sich mit Rassismus-Anschuldigungen auseinandersetzen

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Die Deutsche Welle kommt aktuell nicht zur Ruhe. Nach einem offenen Brief, in dem sich Mitarbeiter über Kürzungen im deutschsprachigen Online-Angebot beschweren, veröffentlichte der "Guardian" einen Artikel, in dem von Rassismus und Mobbing bei dem Auslandssender die Rede ist. Laut DW liegen die Vorfälle aber mindestens 18 Monate zurück und es sei längst gehandelt worden.

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Der Artikel im britischen “Guardian” ist starker Tobak und beschreibt die Deutsche Welle (DW) als eine Art Vorhölle aus Rassimus, Antisemitismus, sexueller Übergriffe und Mobbing. Das Ganze ist für die DW ein Image-Debakel allererster Güte, denn der “Guardian” findet weltweit ein großes Publikum.

So soll ein Mitarbeiter der Arabischen Abteilung der DW einer schwangeren Kollegin damit gedroht haben, ihr einen Finger zu brechen. In einer anderen Abteilung seien antisemitische und andere rassistische Beschimpfungen quasi an der Tagesordnung. Die Sender-Führung tue dabei nichts, um die Vorfälle wirksam zu unterbinden und drohe stattdessen Mitarbeitern, die solche Vorfälle melden. mit Repressalien. So jedenfalls der Eindruck, den der “Guardian” erweckt.

Auch der Fall aus dem Jahr 2019, als ein aus Ägypten stammender Moderator des arabischen DW-Programms den Sender nach Vorwürfen von sexueller Belästigung und Vergewaltigung verließ (der Mann bestreitet die Vorwürfe) taucht in dem “Guardian”-Text auf. Für den Mitarbeiter sei damals noch eine “Abschiedsparty” organisiert worden, heißt es in dem Artikel. Vor der Party habe es ein Meeting gegeben, bei dem Mitarbeitern mit rechtlichen Schritten gedroht worden sei, sollte über die Anschuldigungen gegen den Moderator gesprochen werden.

Die Gewerkschaft Verdi bekräftigt die massiven Vorwürfe in dem “Guardian”-Text. Eine Verdi-Sprecherin wird dort zitiert, dass DW-Mitarbeiter, die missbräuchliches Verhalten melden, massiven Repressalien ausgesetzt seien. In einem Fall sei es sogar zu einer Kündigung gekommen, so die Verdi-Sprecherin. Auf Nachfrage von MEEDIA hat sich Verdi bislang nicht zu den Zitaten im “Guardian” geäußert.

Entsetzen bei der Deutschen Welle

Bei der Deutschen Welle zeigt man sich entsetzt über den “Guardian”-Text. Die Vorfälle, um die im “Guardian” geht, seien “sämtlich 18 Monate alt oder älter”, sagt DW-Sprecher Christoph Jumpelt gegenüber MEEDIA. Die Geschäftsleitung der DW habe seitdem eine umfangreiche Aufklärungskampagne zu “Null-Toleranz” gegen sexuelle Nötigung, Mobbing und Machtmissbrauch in jeder Form initiiert und führe diese weiterhin konsequent durch.

Im Falle der Bedrohung der schwangeren Mitarbeiterin seien von der DW arbeitsrechtliche Maßnahmen erlassen worden. Auch in dem Fall von rassistischem Mobbing habe man sich von der betreffenden Person getrennt. Die Feier, die im “Guardian” als “Abschiedsparty” bezeichnet wurde, sei ein Redaktionsumtrunk zur Beendigung einer Produktionsstaffel gewesen. “Die DW hat dem Team ihren Dank ausgesprochen; das ist allgemein üblich”, so Jumpelt. Eine Drohung mit “rechtlichen Konsequenzen” habe es ebenfalls nicht gegeben.

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“Null-Toleranz-Haltung”

Nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe 2018 hätten Intendant Peter Limbourg und die Verwaltungsdirektorin “in rund 40 Gesprächsrunden mit allen Abteilungen und Bereichen der DW ihre Null-Toleranz-Haltung gegenüber (Macht-)Missbrauch und sexueller Belästigung deutlich gemacht und die Kolleginnen und Kollegen dazu aufgerufen, sich frei von Ängsten und Vorbehalten bei den dafür vorgesehenen Stellen zu melden, sollten sie von solchen Fällen betroffen sein”, so der DW-Sprecher.

Daraufhin seien der Geschäftsleitung “einige wenige Fälle” bekanntgemacht worden, die unverzüglich geprüft worden seien. Die DW verweist auch darauf, dass es möglich ist, in solchen Fällen auch anonym externe Beratungspersonen hinzuzuziehen. Den Vorwurf der Repressalien weist Jumpelt zurück: “Das Gegenteil ist der Fall. Für die Geschäftsleitung steht die persönliche Ermutigung der Mitarbeitenden im Mittelpunkt dieser Kampagne, damit jeder mögliche Fall gemeldet wird.”

Dass es sich um alte Fälle handelt, wird bei Lektüre des “Guardian”-Artikels tatsächlich nicht klar. Der Text erweckt vielmehr den Eindruck, es handle sich um aktuelle Vorgänge. Warum der “Guardian” jetzt über diese Vorgänge so breit berichtet, ist unklar. Laut DW ist seit rund einem Jahr ist ein ehemaliger Mitarbeiter, dessen Arbeitsverhältnis aufgelöst wurde, als Tippgeber bei diversen Redaktionen vorstellig geworden, um die DW zu diskreditieren. Außerdem zeigt man sich bei der DW verwundert, dass der “Guardian” diesen Artikel einen Redakteur schreiben lässt, der schon für die Deutsche Welle gearbeitet hat und diese “nach kurzer Zeit als freier Mitarbeiter im Unfrieden verlassen musste”. Unter dem “Guardian”-Text ist vermerkt, dass der Autor Jad Salfiti zuvor bei der Deutschen Welle gearbeitet hat, seine “investigative Arbeit für diesen Artikel” habe aber während dieser Zeit nicht stattgefunden.

 

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Alle Kommentare

  1. Volle Zustimmung.

    Ich erlaube mir ausnahmsweise aus einem eigenen Essay zu zitieren der vor knapp einem Jahr bei Lettre, Telepolis und Rubikon erschien:

    “…Seit langem schon haben sich die deutschen Medien von ihrer grundsätzlichen Funktion in unserer Gesellschaft verabschiedet und sich ihrer Existenzberechtigung entledigt. Wer die Arbeit der öffentlich-rechtlichen Sender und jene der führenden Tageszeitungen und Magazine über einen längeren Zeitraum verfolgen konnte, erlebt, dass sich mit 9/11 nicht nur ein paar Geschäftstürme zu Schutt und Asche verwandelten, sondern auch Auftrag und Sinn des Journalismus im Ground Zero-Shithole verdampften.

    Menschen, die in meinem Schwabinger Kaffeehaus nach wenigen Minuten eines Leseversuchs mit Kopfschütteln ihre einst so geliebte Süddeutsche Zeitung zu Seite legen, fragen mich häufiger, was eigentlich aus uns Journalisten geworden ist, wann das alles begann mit dem sittlichen Zerfall und ob sich die Branche irgendwann einmal von dieser Implosion erholen wird.

    Wenn ich in Stimmung bin, empfehle ich nachzulesen, was Sebastian Haffner über die damalige Gleichschaltung und den Umgang von Goebbels mit den Medien schrieb:

    „Dieser versuchte nämlich nicht, das gesamte deutsche Volk zu national-sozialistischen Ideen zu bekehren, sondern er verlegte seine Anstrengungen darauf den Bürgern durch die Medien eine heile Welt vorzuspiegeln. Er verbot die bürgerlichen Zeitungen nicht und man kann nicht einmal sagen, dass er sie nazifizierte. Die meisten alten Redaktionen der großen bürgerlichen Zeitungen schrieben, wie sie immer geschrieben hatten und genau so sollten sie auch schreiben. Es gab im Dritten Reich durchaus eine Art Pressevielfalt. Der Zeitungsleser hatte die Wahl, die Dinge so dargestellt zu sehen, wie er es sich wünschte und gemäß seiner Stimmungslage weiter bedient zu werden.“

    Donnerwetter, sagen meine Gäste, das hätten sie sich ganz anders vorgestellt, mit Hass&Hetze-Stürmer und Völkischem Beobachter und die ganzen Edelfedern der inneren Emigration draußen in Dachau beim Steineklopfen oder dem Auswendiglernen von „Mein Kampf“.

    Was haben Haffners Erinnerungen nun mit der Gegenwart zu tun, mit dem neuen Deutschland 2019 und seiner neoliberal-zentral-populistischen Breitbandquerfront aus Zeit, Welt, SZ, Spiegel, taz, FAZ, Tagesspiegel und den kläglichen Sendemast-Trümmern von ARD, ZDF und dem Deutschlandradio zu tun?

    Nach der legendären ZDF-Anstalts-Sendung im Januar 2015, in deren Verlauf Uthoff und von Wagner mit ein paar Strichen die systemische Verkommenheit vieler eingebetteter Alpha-Autoren und gut informierter Hauptstadtjournalisten an die Wand warfen und ganz speziell deren NATO-Getrommel herausstellten, begannen endlich ein paar Kollegen aus ihrem Tiefschlaf zu erwachen und gegen den Strich zu recherchieren.

    Bald stießen sie auf die vertraglichen „Spielregeln” für feste Mitarbeiter des Springer-Verlags. Seither wird da vom Rooftop munter herumgefummelt und modifiziert und behauptet, dass das doch nur vage Betriebsanleitungen seien, kleine Orientierungshilfen für junge Mitarbeiter und Petitessen eigentlich, die keiner Erwähnung wert seien. Indessen gehören die aufgeführten Punkte seit geraumer Zeit schon zum „Deal“ nahezu aller großen Verlage und Sender mit ihren Arbeitnehmern. Das heißt in der Konsequenz: wer hierzulande als „seriöser“ Journalist Geld verdienen möchte und vorhat, so etwas wie eine Karriere zu machen, muss folgende Vorgaben bedienen:

    Das unbedingte Eintreten für den freiheitlichen Rechtsstaat, für Deutschland als Mitglied der westlichen Staatengemeinschaft und für die Förderung der Einigungsbemühungen der Völker Europas.
    Das Herbeiführen einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen sowie die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes.
    Die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.
    Die Ablehnung jeglicher Art von politischem Totalitarismus und die Verteidigung der freien sozialen Marktwirtschaft.
    Die Unterstützung der EU, ihrer Politik und Einrichtungen.

    In Anbetracht dieser einengenden Berufsformatierung erklärt es sich auch, dass heute u.v.a. Kollegen wie die Hobbyaktivisten Dunja Hayali, der aufgeputschte Russland-Experte Hajo Seppelt, die Relotius-Abteilung für merkelinisches Hofnarrengeschwätz oder staatsbefohlene Pool-Investigatoren der Marke Mascolo gerade bei diesen inzestiösen Preisverleihungen als schlafwandelnde Sturmgeschütze der Aufklärung gefeiert werden…..”

  2. Ihr begreift es immer noch nicht: Der gesamte öffentlich-rechtliche Rundfunk inkl. Unmengen von Töchtern etc.etc. – geleitet von extrem wenigen “Entscheidern”, die intern bestellt werden und meist Journalisten, Politiker (z.B.Intendanten wie Wilhelm etc.) oder ehemalige Volontäre (also ohne jede Management-Ausbildung oder gar Produzenten/Regie/Showrunner/Autoren-Ausbildung) waren und sind – ist im Bereich Fiction ein riesiges, unkontrolliertes Kartell. Dieses Kartell, das die gesamte Filmbranche dominiert, lässt in ihren Buddy-Strukturen keine Kritik zu. Wer den Mund aufmacht – siehe Deutsche Welle – ist raus und wird nie mehr einen Job bekommen. Dafür sorgen diese ganzen über Jahrzehnte auf ihrem Macht-Platz hockenden, sogenannten “leitenden Redakteure”, die sich aufführen wie Kaiser und Könige. Die Königinnen nicht zu vergessen, die mit Nicht-Wichtigen umgehen wie mit armen Schweinen. Transparenz? NULL! Dienstleister? NULL! Im Gegenteil. Statt für die GEBÜHREN DER BÜRGER anständige Dienstleistung zu bringen, spielen sie dominante WichtigtuerInnen, lassen sich überall einladen, stehen auf Filmfesten, Preisverleihungen und den Sets herum und lassen sich für horrende Gehälter und Pensionen auch noch hofieren. Nicht zu vergessen die Abzocke bei den – ebenfalls Politik-geführten, vom Bürger bezahlten – Fördertöpfen, die sie abzocken – auch bei Dreharbeiten im Ausland. Diese Förder-Leute reisen um die Welt/siehe NRW zum “internationalen Emmy”, der nur Show ist, sonst nichts. Diese ahnungslosen Rundfunkräte werden zugesülzt und sind überflüssig wie ein Kropf (wer die ältere Dame und sogenannte “leitende Rundfunkrätin” vor kurzem auf ZDF-Podiumsdiskussionen sah, konnte über deren fehlende Kenntnisse zum Gesamtthema nur den Kopf schütteln). Man kann nur hoffen, dass der Skandal über den gesamten ÖR im Bereich Fiction nicht mehr allzu lange ausbleibt. Diese Dominanz über eine Branche, in der sie nach Gusto die GebührenzahlerInnen (Schauspielerinnen, Regisseurinnen, ProduzentInnen und viele andere, die dort arbeiten) bei Daumen HOCH mit Millionen bestücken und mit Daumen RUNTER Berufsverbot erteilen, muss beendet werden. So kann es nicht weiter gehen mit einem politischen Konstrukt, das beileibe keinen Schutz der demokratischen Nachrichtentzentrale ÖR mehr ist, sondern ein fiktionales Kartell geschaffen hat, von dessen Ausmaß diese Politiker-Pfeifen nichts wissen wollen. Es ist längst kein Geheimnis mehr. Aber an diesem Punkt passen diese ÖR-Leute mit den PolitikerInnen gut zusammen. Wegschauen von den hunderten Tochterfirmen/Produktionstöchter (im übrigen knallharte, unverschämte Konkurrenten der von ihnen zerstörten, abhängig gemachten FREIEN Filmwirtschaft. Das ZDF hat kürzlich entschieden, dass die Network Movie mehr Aufträge bekommen muss) und am liebsten alles beim alten lassen, während die BürgerInnen – jenseits der permanent drehenden Hochkaräter-Buddies, die Millionen in den Rachen geworfen bekommen – immer weniger Honorar für deren Programm-Zulieferung bekommen (keine Wiederholungshonorare, Verkauf an mehrere Plattformen und damit weitere Einnahmen auf Kosten der Kreativen) oder im Ausland arbeiten finanziell abgezockt, ausgetrickst, ausgegrenzt werden.

    1. Volle Zustimmung. Der öffentlich-rechtliche Selbstbedienungsladen mit seiner verlogenen moralisch-gutmenschlichen Überlegenheit gehört endlich ausgemistet. Wie in der Parteienlandschaft hat sich ein Staat im Staate gebildet, der abgehoben über den Menschen schwebt und nur noch insofern mit der Bevölkerung zu tun hat, als dass er zwangsweise von dieser finanziert wird. Dieses System hat nach dem Krieg seine Berechtigung gehabt, inzwischen hat es sich überlebt.

    2. Das klingt sehr interessant, ziemlich gruselig – und glaubhaft. Die bodenlose Eitelkeit und brechreizende Selbstgefälligkeit der TV-Nasen erkennt ohnehin ein Blinder.

      Wie wär’s, wenn Sie Ihre Insiderkenntnisse, soweit für Sie gefahrlos, Meedia zugänglich machen, damit man Konkretes erfährt?

      1. Alle Mediendienste kämpfen auch ums Überleben. Busch hat Mediabiz übernommen und war fast pleite. Keine’r will es sich mit den ÖR verderben. Die BILD wurde von einigen Leuten mehrfach über die Zustände informiert – ohne jede öffentliche Resonanz. Klar ist, dass kein Bürger von Springer und dem Konstrukt mit Bertelsmann, RTL und Freemantle gegen den ÖR irgendetwas erwarten darf. Zumal Bertelsmann die Merkel unterstützt und dazu vehement in der Politik mitmischt – darunter ganz gezielt mit ihren “Studien”, die sie jeweils für eine Pressekampagne kurz zusammenfassen, um mit der gekürzten Schlagzeile dann von ALLEN Medien zitiert zu werden (clever!). Die FAZ hat über Jahrzehnte unendlich viele kritische Beiträge über den ÖR geschrieben. Schon vor langer Zeit war von “Kartell” die Rede und vielem mehr. Ergebnis: KEINES. Der ÖR überlebt alles. Die Politik und dieses Rundfunkrat-Konstrukt spricht permanent von der “Wichtigkeit des ÖR “. Sie alle meinen dabei aber ausschließlich den Nachrichten-Bereich. Das Kartell ist aber im Fiction-Bereich entstanden, wo die Gehälter und Pensionen durch Anstellung von Unmengen von “Redakteuren” immer höher geworden sind. Und jede/r der leitenden “Redakteure” mußte sich profilieren. Die Trennung von Fernsehfilm und Schrott-Film ist dem geschuldet… Und dieser Fiction-Bereich hat sich in relativ kurzer Zeit immer weiter ausgedehnt, sie haben 170 Tochterfirmen geschaffen und damit die freie Filmbranche unterjocht. Die Tochterfirmen sind unkontrolliert.. man kann nur vermuten, was dort alles möglich ist. Aber alle schweigen (und jammern ).. Das Kino kann ohne den ÖR nicht mehr leben. Dazu wurden Milliarden an Fördertöpfen der Länder geschaffen (dort sind die 9 Rundfunkanstalten mit der Politik verbandelt und arbeiten in riesigen Gebäuden und Anlagen… ein Wahnsinn!). Und über ebenfalls geschaffene Hochschul-Konstrukte (mit Präsident-inn-en und trallala…) fließen noch einmal enorme Summen in die Ausbildung. Ja früher gab es bei Abschlussveranstaltungen der Hochschulen noch “Redakteure” die sich die Leute dort angeschaut haben. Heute geht keine/r mehr dorthin.. Die Senderleute fahren/fliegen von einem Filmfest nach dem anderen… fliegen – wichtig – zu jedem “ihrer” Projekte in der Weltgeschichte herum (sie drehen ja immer öfter im Ausland, wo sie auch Fördergelder bekommen und alles billiger ist.. Prag und Südafrika lassen grüßen. All das kostet enorm viel Geld – ohne jede wirkliche Kontrolle. Die Rücklagen der Pensionen sind bekannt. Deshalb kürzt der ÖR nun bei den freien Produzenten sowohl das Budget als auch die Drehzeit sowie die Gagen der Schauspieler und Schauspielerinnen und jeglichen Zulieferern. Dass Maskenfrauen immer weniger bekommen und die Kostensteigerungen ihrer Kosmetikprodukte selbst zu übernehmen haben, konnte man bei einem Filmfest-Panel erfahren. Da antwortete eine “wichtige!” Redakteurin, dass es ohne ÖR überhaupt kein Geld gibt. Als hätte es noch nie eine Filmbranche ohne ÖR gegeben. Nach wie vor prüft nur die KEF den ÖR. Die Töchter sind nicht dabei… Alles andere auch nicht. Wer in dieser Branche soll sich – wenn schon die 4. Gewalt schwächelt und kein Interesse an Aufklärung hat – an die Medien wenden oder gar selbst aktiv werden? Man sollte sich den Anwälten anschließen, die Gebührenverweigerer vertreten. Wenn diese Anwälte erst mal das ganze Ausmaß dieses Kartells des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland verstehen würden, wäre es vermutlich ein leichtes, dieses Kartell durch Verweigerung der Gebühren auffliegen zu lassen. Kein Bürger muss “massive Diskriminierungen” unterstützen oder gar Dreharbeiten im Ausland, um die deutschen Vorschriften zu umgehen oder gar ein Kartell finanzieren, das von den Politikern zu keinerlei Transparenz über die Verwendung der Gebühren verpflichtet ist und damit dem Macht-Missbrauch in allen Bereichen Tür und Tor geöffnet hat.

      2. Abgründe, von denen Sie berichten. Vielen Dank dafür und für Ihre Ausführlichkeit. Man kann diese versteinerten Verhältnisse nur dadurch zum Tanzen zwingen, indem man ihnen ihre eigene Melodie vorsingt.

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