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Umbau im Springer-Aufsichtsrat: US-Finanzinvestor KKR sichert sich drei Sitze im Kontrollgremium

Gehen für KKR in en Springer-Aufsichtsrat: Peter Huth, Franziska Kayser, Philipp Freise
Gehen für KKR in en Springer-Aufsichtsrat: Peter Huth, Franziska Kayser, Philipp Freise Fotos: Axel Springer

Nach dem Einstieg hat sich der US-Finanzinvestor KKR drei Sitze im Aufsichtsrat des Berliner Medienkonzerns Axel Springer gesichert. In das Kontrollgremium zieht unter anderem Johannes Huth ein, Partner und Leiter von KKR in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten. Er hat den Milliardendeal mit Verlegerin Friede Springer federführend eingefädelt.

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Kaum hat der US-Finanzinvestor KKR die regulatorischen Freigaben für den Einstieg beim Berliner Medienkonzern Axel Springer erfüllt, drängt das Unternehmen aus Manhattan in den Aufsichtsrat. So sichert sich der neue Mitaktionär drei Sitze im neunköpfigen Springer-Kontrollgremium. Dies sind Johannes Huth, Partner und Leiter von KKR in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten, Philipp Freise, Partner und Co-Leiter des europäischen Private-Equity-Geschäfts KKR, sowie Franziska Kayser, Director Private Equity KKR mit Schwerpunkt auf Technologie, Medien und Telekommunikation (TMT). MEEDIA hatte bereits vor Weihnachten über die mögliche Veränderungen im Springer Kontrollgremium berichtet.

Huth hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der Springer-Deal gelingt. Der Geschäftsmann hat ehrgeizige Ziele. Er will das Berliner Medienhaus durch Zukäufe zum Weltmarktführer im digitalen Rubrikengeschäft machen. “Wir werden uns nach Abschluss der Transaktion anschauen, was auf dem Markt ist”, kündigte er im September in einem Interview mit der “Süddeutschen Zeitung” an. Unklar ist, was er allerdings als mögliches Akquisitionsziel im Blick hat. Zuletzt wurde in den Medien immer wieder AutoScout24 ins Spiel gebracht. Doch dies ging jüngst an den US-Konzern Hellman & Friedman. Im Gespräch ist seit geraumer Zeit auch die Nachrichtenagentur Reuters als Übernahmekandidat. Das Unternehmen könnte gut zu Springer passen, um den Wirtschaftsdienst “Business Insider” auszubauen.

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Mit der Bestellung der KKR-Manager sei der Springer-Aufsichtsrat nun wieder komplett, teilt Springer mit. Denn Alexander Karp, Mitgründer und CEO von Palantir Technologies, Iris Knobloch, Président-Directeur Géneral von Warner Bros. France S.A., und Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung und geschäftsführende Gesellschafterin (CEO) der Trumpf GmbH + Co. KG, hatten zum Jahresende 2019 ihre Mandate niedergelegt. Die Spitze des Aufsichtsrats bleibt unverändert: Ralph Büchi bleibt Vorsitzender, Friede Springer stellvertretende Vorsitzende. Aufsichtsratschef Büchi hierzu: “Wir begrüßen die Vertreter von KKR im Axel Springer Aufsichtsrat. Durch ihre Mitarbeit ist sichergestellt, dass wir von ihren Erfahrungen und ihrer Expertise profitieren können.”

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