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Funke Gruppe greift bei der „Kronen Zeitung“ nach der Macht, Familie Dichand sieht sich „gewappnet“

Bei der Bundeswettbewerbsbehörde in Österreich hat die Funke Mediengruppe angemeldet, die Kontrolle über die auflagenstarke „Kronen Zeitung“ im Nachbarland übernommen zu haben. Der jahrelange Streit mit der Familie Dichand geht aber wohl weiter. Juristische Schritte sind bereits angekündigt.

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Die Gruppe hat gegenüber der Wettbewerbsbehörde angemeldet, nunmehr ein wesentliches Steuerungsrecht bei der „Krone“ zu haben. Wörtlich heißt es dort, dass der „Wechsel von gemeinsamer zu alleiniger Kontrolle an der Krone-Verlag Gesellschaft m.b.H., der Krone – Verlag Gesellschaft m.b.H. & Co Vermögensverwaltung KG, der Krone – Verlag Gesellschaft m.b.H. & Co KG sowie der Krone Media Aktiv Gesellschaft m.b.H., alle Österreich, durch die WAZ Ausland Holding GmbH, Deutschland“ angemeldet wurde

Die WAZ Ausland Holding GmbH hält 50 Prozent an der „Krone“. Die WAZ Ausland Holding wiederum gehört zu 51 Prozent der Funke Gruppe und zu 49 Prozent dem Immobilienmilliardär René Benko. Laut dem „Standard“ dürfte es hier um die Stimmrechte bei der „Krone“ gehen, die nach Ansicht von Funke durch die Aufteilung der 50 Prozent des „Krone“-Gründers Hans Dichands auf seine vier Erben reduziert wurden.

Die Funke-Gruppe argumentiert laut „Standard“, die vier Mitglieder der Familie Dichand hätten beim Erben der 50 Prozent „Krone“-Anteile Stimmrechte verloren. Diese Position wird von der Familie Dichand bestritten. Nach Einschätzung des „Standard“ dürfte der aktuelle Fall wieder einmal bei Schiedsgerichten landen, wie dies bei Streitigkeiten der „Krone“-Gesellschafter vorgesehen ist.

Eine Rechtsvertreterin der Familie Dichand bezeichnet die Anmeldung bei der Wettbewerbsbehörde gegenüber dem „Standard als „erwartbar“ und ergänzte: „Wir sind gewappnet.“ Der jahrelange Streit zwischen Funke und den Dichands um die Herrschaft bei der „Krone“ geht also wohl weiter.

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