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Wie KiKA-Chefin Astrid Plenk die Kinder digital besser erreichen will

Astrid Plenk
Astrid Plenk Foto: Britta Pedersen/zb/dpa

Der öffentlich-rechtliche Kinderkanal will 2020 sein digitales Profil schärfen. Beim Fernsehprogramm setzt der Sender im nächsten Jahr weiter auf bekannte Marken. Im Interview spricht KiKa-Chefin Astrid Plenk auch über das von Super RTL geplante Nachrichtenmagazin.

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Annett Gehler, dpa

Der Kinderkanal von ARD und ZDF (KiKA) hat sich für das nächste Jahr viel vorgenommen. “Wir wollen unsere digitalen Angebote passgenauer gestalten”, sagt KiKA-Programmgeschäftsführerin Astrid Plenk im Interview. Sie spricht von einem großen Unterfangen. Auf neue Konkurrenzangebote reagiert die Chefin gelassen.

Wie ist die Marktstellung des KiKA?

Astrid Plenk: Trotz großer Konkurrenz und veränderter Mediennutzung der Kinder von drei bis 13 Jahren bewegen wir uns sehr konstant im Markt. Im Jahresverlauf liegen wir innerhalb unserer Ausstrahlungszeit von 6.00 bis 21.00 Uhr bei 17,1 Prozent und damit hauchdünn vor Super RTL. Der private Sender erreicht von Januar bis November 16,9 Prozent und sein Ableger Toggo plus 4,1 Prozent. Disney Channel ist mit 12,6 Prozent zu einem der drei großen Player geworden. Nickelodeon kommt auf 5,8 Prozent.

Wo sehen Sie die Stärken?

Plenk: Alle Kinderprogrammanbieter in Deutschland machen im Moment einen sehr guten Job. Der Kinderkanal hat in der Mischung mit Bildung, Unterhaltung und Information ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal. Im Fernsehen haben wir bereits in diesem Jahr die Events stärker nach vorne gestellt und Liveangebote geschaffen. Damit und mit unseren Wissensformaten und aktuellen Sendungen sind wir stark aufgestellt.

Gerade jüngere Kinder sind zudem stark ritualisiert und brauchen Anker. Wir setzen deshalb auf etablierte Marken und Gesichter. Um aber eingeführte Programme erfolgreich zu halten, muss immer wieder daran geschraubt und gearbeitet werden. Daher steckt in den eingeführten und bekannten Programmen sehr viel Innovation. Wir sind aber auch für Neues offen und probieren Dinge aus. Zum Beispiel ergänzt die Fledermaus «Fidi» als neuer Charakter im KiKA-Baumhaus das Puppen-Ensemble und schafft weiteres Identifikationspotential.

Super RTL plant im nächsten Jahr ein Nachrichtenmagazin für Kinder. Damit bekommen die “logo!”-Nachrichten Konkurrenz, wie reagieren Sie darauf?

Plenk: Wir sehen dem sehr gelassen entgegen. Wenn sie sich mit “logo!” messen wollen, müssen sie sehr klar journalistisch arbeiten. Diese Kompetenzen, komplexe Nachrichten für Kinder herunterzubrechen, muss man sich erarbeiten, das hat man nicht von heute auf morgen. Und sollten die Nachrichten eher in den Boulevard gehen, dann haben wir mit “KiKA LIVE” in Anschluss an “logo!” ein etabliertes Format, mit dem wir breitere Themen sehr unterhaltsam aufbereiten. Auch in diesem Bereich sind wir relevant für unsere Zielgruppe und das tagesaktuell und live!

Der Medienmarkt ist im Umbruch. Wie behauptet sich der Kinderkanal im digitalen Bereich?

Plenk: Digital haben wir uns sehr gut aufgestellt. Wir sind da mit unseren Angeboten sehr erfolgreich unterwegs. Unsere im Oktober 2018 eingeführte Mediathek-App, der KiKA-Player, hat bereits mehr als eine halbe Million Downloads und unser KiKA-Onlineangebot gesamt monatlich im Schnitt fünf Millionen Aufrufe.

Im nächsten Jahr werden wir alle unsere digitalen Angebote von kika.de über die Kikaninchen-App bis zu unserem Portfolio auf Youtube und Hbb TV komplett überarbeiten. Wir wollen damit den Nutzungsgewohnheiten insbesondere der Vorschul- und Grundschulkinder noch besser gerecht und passgenauer werden.

Der KiKA sendet für 3- bis 13-Jährige. Wie wollen Sie die älteren Kinder stärker an das Programm binden?

Plenk: Grundschüler sind unsere breiteste Zielgruppe, aber wir dürfen natürlich die älteren Kinder nicht vergessen. Und wir erreichen diese auch. Die Preteens wissen sich schon gezielt bei uns zu bedienen. Unsere Live-Action-Serien werden sehr gut genutzt, ebenso unsere digitalen Angebote. Wir sind in dem Segment der 10- bis 13-Jährigen also auch relevant. Ich glaube, dass auch oft im Verborgenen geschaut wird, weil viele ältere Kinder nicht mehr offen sagen wollen, dass sie generell KiKA/Kinderangebote schauen und nutzen. Aber sie tun es.

Was erwartet das Publikum im nächsten Jahr?

Plenk: Wir starten im Januar mit einer Wissensoffensive. Dazu gehören unter dem Label “KiKA – besser.wissen” eine neue Staffel unseres Geschichtsmagazins “Triff…” sowie neue Folgen von “Löwenzahn”, “Pur+” (beide ZDF) und “Wissen macht Ah!” (WDR). Außerdem arbeiten wir an einem Feiertagsformat. Wir wollen damit den Kindern erklären, warum es bestimmte Feiertage gibt und wo diese Bräuche herkommen. Im Herbst ist zudem eine größere Liveshow geplant. Mit “Leonardo da Vinci” (hr) und “Kuh Lieselotte” (ZDF) im Frühjahr sowie “Tom Sawyer” (hr/ARD) gegen Ende 2020 haben wir auch neue Animationsserien im Programm – um nur einige Beispiele zu nennen.

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Alle Kommentare

  1. Hey Meedia-Team, wie ist Euch denn dieser Troll hier mit seinen ganzen Kommentaren durchgerutscht?

    Frohes Neues noch, auch dem Aluhutler.

  2. Ja, die Kleinen können nicht früh genug mitbekommen, dass es wohlmeinende Propaganda-Bratzen + Staatsauftrag gibt.
    Sie lernen dann im Chor gegen ihre Großeltern zu singen, mehrstimmig, der Satire wegen (siehe Funktion griechischer Chor vs. Einstimmigkeit im Bundestag).

    Wir könnten sogar auf 17,8 Prozent (6.00 bis 21.00 Uhr) kommen, würden wir die Handreichungen des Bundesfamilienministeriums (Eee, mene muh, etc.) noch konsequenter zur Grundlage unserer Arbeit machen.

    Für Frieden und Sozialismus, Kaninchen!

  3. Um Lösungen nachhaltig zu erarbeiten und zur eigenen Zufriedenheit umzusetzen braucht es zielführende Lösungen. Um zielführend zu sein muss das Ziel auch klar definiert sein und in unserem Fall heißt das, dass das Problem vollständig und verständlich benannt ist. Nur so lässt sich prüfen, ob wir überhaupt das richtige Problem bearbeiten oder eben nur meinen es zu tun.

  4. Kinder als Konsumobjekt. Und die Moralprediger vom Öffentlichen Rundfunk ganz vorne dabei. Früher haben sich diese Hetzer noch über RTL und die Süßigkeitenauslage am dörflichen Supermarkt aufgeregt und heute versucht man Kinder stumpf an die Glotze zu binden.
    Aber das Fressen kommt bei diesen Heuchlern sowieso immer vor der Moral und bevor die Kikakonsumierende Chantalle von Murat und Mohammed gefügig gemacht wird und auf den Strich geschickt wird, bekommt man eben suggeriert dass unter dem Kopftuch die wahre Liebe wartet , wenn man denn wegen der erfolgreichen Anbindung vor der Glotze nicht gleich ganz von der Straße und der dortigen bunten Vielfalt fernbleiben wird.

  5. Kika- eine mediale Volksfront.
    Die abstoßende Indoktrination führt im Bekanntenkreis dazu, dass man selbst aufs Sandmännchen verzichtet und stattdessen abendlich eine Folge Lieblingsserie streamt.
    Dort verzichtet man nämlich auf Hetze gegen Trump, Putin, Johnson und Erdogan, auf Tierfilme mit Weltuntergangsstimmung und politischer Panikmache und gleichgeschlechtlichen Sex mit wechselnden Geschlechtspartner anderer Hautfarben und vorzugsweise Kopftücher …wenn man man mal von Netflix absieht.
    Aber vielleicht integriert man das Angebot von KITA zukünftig einfach in das android Betriebssystem. Die Milliarden hätte man ja.

  6. Linksgrüne Ganztagsschule nach Art der sozialistischen Einheitsparteien und mittels Kikaninchen-App wird auch noch der letzte Doofi bis zum Erbrechen geschult, was die Staatsratsführung für sie an Errungenschaften bereit hält.

    Wohl bekomms, bei mir gesperrt!

    Apropos, lange nichts mehr von der tollen Malvina gehört.Aber gern mehr von diesem Format.

  7. Kika? Das ist doch der Kanal in dem volljährige Migranten mit minderjährigen Mädchen verkuppelt werden, welche dann von diesen volljährigen Migranten geschlagen und missbraucht werden und dann, seelisch kaputt, ihre Qual bei Poetry Slams raus lassen. Oder auch der Kanal in dem den Kleinen Lügen über unliebsame Parteien erzählt werden.

    EKELHAFT diese ÖR!

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