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Zukunft der DuMont-Medien: Übernimmt die Bauer Media Group die „Mitteldeutsche Zeitung“?

DuMont-Vorstandschef Christoph Bauer

DuMont hält am Kölner Standort fest, teilte das Unternehmen erst am Mittwoch mit. Ungewiss bleibt derweil die Zukunft der „Mitteldeutschen Zeitung“. Laut einem „Welt“-Bericht ist jedoch die Bauer Media Group interessiert.

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Eigentlich soll noch vor Weihnachten ein Verkauf der „Mitteldeutschen Zeitung“ verkündet werden. Doch am Mittwoch verkündete Verlagschef Christoph Bauer, dass eine Entscheidung über deren Zukunft – ebenso wie der der „Hamburger Morgenpost“ erst im Januar gefällt werde (MEEDIA berichtete).

Gleichwohl gilt die Bauer Media Group als potenzieller Käufer. Dies berichtet nun auch die „Welt“ in einem Artikel über die neue Strategie bei DuMont. Demnach habe die Hamburger Mediengruppe ein Angebot für den „profitablen Zeitungsverlag“ abgegeben, der 2018 wohl einen mittleren bis hohen einstelligen Millionengewinn erzielt haben dürfte. Bauer gehört bereits die „Magdeburger Volksstimme“, ebenfalls in Sachsen-Anhalt beheimatet. Das Medienhaus Madsack aus Hannover, heißt es in dem Bericht, „wollte dem Vernehmen nach nicht zugreifen“. Madsack gehört bereits die „Leipziger Volkszeitung“, die von DuMont in Halle gedruckt wird.

Für Bauer könnte sich ein Kauf aufgrund von Synergien zwischen der „Volksstimme“ und der „Mitteldeutschen Zeitung“ durchaus lohnen. Eine Zusammenlegung der Verlagsteile, schreibt die „Welt“, könnte mutmaßlich viel Geld sparen. Das erste Kaufangebot soll demnach sogar aufgestockt worden sein und damit über der kolportierten Mindestkaufsumme von 50 Millionen Euro liegen. Das Bundeskartellamt wiederum könnte Bauer dazwischen kommen, da es einer Übernahme zustimmen müsste.

Auf MEEDIA-Nachfrage teilte Bauer mit, dass sich das Unternehmen grundsätzlich nicht an Spekulationen beteilige.

tb

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