Partner von:
Anzeige

Autoscout24 vor Verkauf: US-Finanzinvestor Hellman & Friedman will Webportal in Milliardenhöhe schlucken

Scout24-CEO Tobias Hartmann
Scout24-CEO Tobias Hartmann Fotos: Scout24 / Montage: MEEDIA

AutoScout 24 steht kurz vor dem Verkauf. Der Kleinanzeigenportal-Betreiber Scout24 hat bekanntgegeben, dass sich das Webunternehmen von seiner Autosparte trennen will. Dabei ist Scout24-Chef Tobias Hartmann in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem Finanzinvestor Hellman & Friedman (H&F). Zuletzt wurden auch der Berliner Medienkonzern Axel Springer und KKR an der Börse als mögliche Käufer gehandelt. Sie würden bei einem Zuschlag von H&F leer ausgehen.

Anzeige

Eigentlich wollte sich Scout24-Chef Tobias Hartmann auf dem Capital-Market-Day vor zwei Wochen zur Zukunft der Autosparte melden. Doch eine Aussage, ob er sich von Autoscout24 trennen will, blieb er damals den Aktionären schuldig. Jetzt ist klar, warum: Wie Scout 24 adhoc an der Börse meldet, befindet sich der Portalbetreiber für die Autosparte in fortgeschrittenen Verhandlungen mit verschiedenen Bietern, darunter mit dem Finanzinvestor Hellman & Friedman.

Dies hatten mehrere Nachrichtenagenturen – darunter Bloomberg – zuvor berichtet. “Der von dem Bieter Hellman & Friedman gebotene Kaufpreis liegt erheblich über den in der heutigen Berichterstattung genannten 2,5 Milliarden Euro”, teilt Scout24 mit. Noch ist der Deal aber nicht in trockenen Tüchern. “Weder Vorstand noch Aufsichtsrat der Scout24 AG haben bislang ihre erforderliche Zustimmung zum Abschluss einer solchen Transaktion erteilt”, heißt es.

Für die Autosparte sollen sich angeblich auch der Berliner Medienkonzern Axel Springer (“Welt”, “Bild”) sowie der US-Finanzinvestor KKR interessiert haben. Springer-Chef Mathias Döpfner hatte erklärt, dass er das Medienunternehmen unter anderem durch Zukäufe zum Weltmarktführer im digitalen Rubrikengeschäft ausbauen will. Autoscout24 hätte hierzu gut gepasst. Kommt jetzt Hellmann & Friedman zum Zuge, muss sich Döpfner wohl nach einem anderen Übernahmeziel umschauen. Den Berlinern wird an der Börse nachgesagt, dass sie auf das Kleinanzeigengeschäft von Ebay ein Auge geworfen haben sollen. Vor Kurzen kam aber auch die Nachrichtenagentur Reuters als Übernahmeziel ins Gespräch. Sie soll angeblich ebenfalls zum Verkauf stehe (MEEDIA berichtete).

Anzeige

Auslöser für den Verkauf von Autoscout24 ist der Hedgefonds Elliott. Dessen Chef, der Investor Paul Singer, hatte Anfang August die Ausgliederung des Portals gefordert, damit sich der Konzern besser auf seine Immobiliensparte konzentrieren könne. Damit will er den Wert des Unternehmens steigern.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia