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Aufbruch in eine neue “Welt”-Ära: Newsroom zieht im Frühjahr in Springer-Neubau

Der Springer-Neubau wurde vom Star-Architekten Rem Koolhaas entworfen
Der Springer-Neubau wurde vom Star-Architekten Rem Koolhaas entworfen Foto: Axel Springer

Der "Welt"-Newsroom für die gedruckten und digitalen Angebote steht kurz davor, in den Springer-Neubau umzuziehen. Er soll ab Frühjahr 2020 seine Arbeit in dem vom niederländischen Architekten Rem Koolhaas entworfenen Bürogebäude aufnehmen. Die "Bild"-Redaktion und der Springer-Vorstand bekommen hingegen keinen Platz in dem Prachtbau.

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Der personelle Umbau der “Welt”-Redaktion ist im vollen Gange. Noch bis Mittwoch nächster Woche können sich “Welt”-Redakteure entscheiden, ob sie das Freiwilligen-Programm ihres Arbeitgebers annehmen. Springer-Chef Mathias Döpfner hat den “Welt”-Journalisten bis zum 18. Dezember Zeit eingeräumt, sich ein freiwilliges Ausscheiden aus dem Unternehmen finanziell versüßen zu lassen. Denn der Vorstand will bei der “Welt”-Gruppe massiv auf die Kostenbremse treten. So wird unter anderem “Welt kompakt” eingestellt.

Umzug der “Welt”-Gruppe im Frühjahr 2020

Damit dürfte bald feststehen, wie viele Mitarbeiter genau die “Welt”-Gruppe verlassen. Der Redaktion stehen in den nächsten Wochen anstrengende Zeiten bevor. So sollen bereits im Frühjahr der “Welt”-Newsroom für Print und Digital und das Welt TV-Studio in den von dem niederländischen Architekten Rem Koolhaas entworfenen Springer-Neubau umziehen. Der großzügig verglaste Prachtbau steht kurz vor der Fertigstellung. Die Schlüsselübergabe soll am 19. Dezember stattfinden. Große Teile des Bürokomplexes mit einem 45 Meter hohen Atrium beherbergen vor allem Mitarbeiter der Preisvergleichsplattform idealo, des digitalen Verlagsbereichs Spring sowie der Vermarktung. Insgesamt sollen hier mehr als 3.500 Mitarbeiter arbeiten. Die “Bild”-Redaktion und der Springer-Vorstand bleiben hingegen im benachbarten Konzernsitz. Sie ziehen nicht in den Neubau.

Gelände gehörte ehemals Leo Kirch
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Errichtet wurde das Koolhaas-Gebäude auf einem rund 10.000 Quadratmeter großen Grundstück im Herzen des früheren Zeitungsviertels und entlang der ehemaligen Berliner Mauer. Es gehörte einst dem verstorbenen Springer-Erzfeind Leo Kirch. Vor etwas mehr als zehn Jahren gelang es dem Springer-Vorstand, dem damals finanziell angeschlagenen Medienmogul das Grundstück abzukaufen. Zunächst lag das Areal jahrelang ungenutzt brach. 2012 entscheidet sich der Konzern, hier ein Gebäude zu errichten. Nach einem Architektenwettbewerb erfolgte vier Jahre später der Baubeginn.

Der Immobiliendeal hat sich für Springer auch finanziell bezahlt gemacht. Das Medienunternehmen hat das Grundstück inzwischen an den niederländischen Staatsfonds veräußert. Mit diesem Deal und allen Investments rund um das Gebäude habe Springer einen Gewinn von 155 Millionen Euro erzielt, versichert Döpfner.

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Alle Kommentare

  1. In der Tat, ein Trauerspiel. Es ist zwar richtig, daß man auf digitale Angebote setzt, aber wenn man gleichzeitig die Printprodukte kaputtspart, darf man sich über wegbrechende Verkäufe nicht wundern.

    Bei den heutigen WELT Ausgaben hat man den Eindruck, man bekäme täglich Notausgaben wegen ständigen Druckereistreiks.

    Es gibt einen Unterschied zwischen Optimum und Minimum.

    Einerseits baut man Riesennewspaläste, andererseits will man von Vater Staat Unterstützungsgeld für die Zustellung, während man im Editorial gegen “Staatsknete für alle” wettert und das hohe Lied der FDP Marktwirtschaft singt.

    Wie unglaubwürdig kann man eigentlich sein ?

  2. Und vom Gewinn zahlt er das überflüssige Personal aus und gewinnt danach in seinem kostenschlanken Prachtbau weitere Gewinne, die er nicht mehr mit dem Aktionärs-Plebs teilen muss, sondern für neue, gewinnsteigernde Abfindungsprogramme verwenden kann und für prächtig verglaste Auf- und Anbauten, idealerweise von Daniel Libeskind, und ganz am Schluss bleibt nur der alte Döpfner selbst übrig, alle anderen sind weggespart, und wohlgefällig blickt er auf sein Riesenreich aus Ebay-Kleinanzeigen und zukunftsorientierten Beteiligungen und computergenerierten Bild-Headlines. Leise bedauernd, dass er es in diesem Leben nie zum Bundespräsidenten gebracht hat. Oder wenigstens zum Papst.

    1. Völlig falsche Einschätzung! Wer würde denn so etwas popeliges wie “Bundespräsident” oder “Papst” sein wollen, wenn er schon der GröMatz ist? Eben.

      1. Wie viele Leute pilgern wohl zum Petersplatz oder zum Brandenburger Tor, wenn dort der lange Lulatsch salbadert? Eben.

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