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Stromfresser Streaming: Grüne fordern “ökologischen Ordnungsrahmen” für die Digitalisierung

Dieter Janecek von den Grünen fordert einen “ökologischen Ordnungsrahmen” für die Digitalisierung
Dieter Janecek von den Grünen fordert einen "ökologischen Ordnungsrahmen" für die Digitalisierung Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild

Die Grünen fordern neue Vorgaben und Konzepte gegen Umweltprobleme der Digitalisierung – etwa den hohen Stromverbrauch beim Streamen von Videos und den Rohstoffbedarf von Handys und Computern. Digitalisierung könne beim Klima- und Umweltschutz helfen, heißt es in einem Antrag der Grünen im Bundestag.

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Ohne ökologische Leitplanken könne sie aber Ressourcenverbrauch und Treibhausgas-Emissionen fortsetzen oder beschleunigen und zu immer mehr Elektroschrott führen.

Bis 2030 könnte der Anteil der Digitalisierung am weltweiten Stromverbrauch auf 20 bis 50 Prozent ansteigen, heißt es im Antrag weiter. Haupttreiber für den Stromverbrauch sei “insbesondere die rasche Verbreitung und Nutzung von Streaming- und Video-on-Demand-Diensten”. Streaming-Plattformen hätten 2018 schätzungsweise so viel Strom verbraucht wie alle Privathaushalte in Deutschland, Italien und Polen zusammen.

Die Grünen fordern daher unter anderem, in Rechenzentren auf effiziente Wasser-Kühlungssysteme zu setzen und die Abwärme zu nutzen – für neue Einrichtungen soll die Wärmenutzung vorgeschrieben werden. Rohstoffe aus Elektrogeräten müssten verstärkt zurückgewonnen und wiederverwertet werden. Auf EU-Ebene wollen die Grünen verbindliche Standards für “Energieeffizienz, Ressourceneinsparungen, Recyclingfähigkeit und Reparierbarkeit von IT-Geräten”. Für Videoplattformen wie YouTube fordern sie neue Effizienzstandards, damit etwa Videos in den Standardeinstellungen nicht automatisch abgespielt werden und Nutzer auswählen können, nur den Ton zu hören.

“Die Digitalisierung braucht dringend einen ökologischen Ordnungsrahmen, sonst wird sie zum Klimakiller statt zum Klimaretter”, sagte Dieter Janecek, Grünen-Experte für digitale Wirtschaft, der dpa. Die vielen möglichen positiven Effekte würden nur realisiert, “wenn wir die Digitalisierung konsequent in den Dienst der Nachhaltigkeit stellen”.

dpa

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Alle Kommentare

  1. Internet-Provider sollten zum SmartMetering der Downstreams veranlaßt werden, und die Tarife in GigaBit und Kilowatt (ab definierten Internetknoten) angeben.

    Da es bei digitalen Zeitungen inzwischen mehr Werbestreams als journalistische Nutzinhalte gibt, sollte es auch eine Kilowatt-Tarifbildung für Werbeinhalte geben.

    Dies würde auch Messung Klimaschutz-Verträglichkeit ermöglichen.

    Warum sollen normale User die freakigen Video-Downstreams von Populisten und Rechtsradikalen oder gar IS-Banden mitbezahlen?

  2. Ich übersetze für die Leser:

    Ökologischer Ordnungsrahmen = Ökodiktatur incoming.

    Berichterstattung nur noch, wenn es der ökologisch Elite genehm ist, weil Energieverbrauch und so. Obwohl laut Frau Baerbock der Strom im Netz gespeichert wird.

    Unter dem grünen Deckmantel wird jetzt jeder anti-demokratischer und totalitärer Rechtsbruch legalisiert. Siehe EZB und EU mit den zutiefst korrupten Frauen, Lagarde (offziell verurteilt) und von der Leyen(Berateräffere).
    Die Grünen manipulieren den Klimawahn, um Ihre kommunistische Agenda durchzusetzen, kann man in Berlin jeden Tag erleben!

    Die Presse würde Rekordauflagen haben, wenn Sie über die linksgrünen elitären Rechtsbrüche berichtet, stattdessen Gretapropagdanda wie im dritten Reich.

    1. Ja, Herr Schulz.

      Ein weiterer Hintergrund ist ja, dass diese mentale Fehlgeburt “mit Windkraft die Atomkraft ersetzen” schon längst an die Grenzen des Machbaren stößt. Es muss teuer Strom aus dem Ausland gekauft werden. Und weil es gerade an die Wand fährt, da wird versucht Alles und Jedes zu verbieten was diese mentale Fehlgeburt durch Energieverbrauch belasten könnte. Die momentanen “Erneuerbaren” schaffen es nicht. Aber Fernsehen, welches belegt mit der größte Energieverbraucher der privaten Haushalte ist, das soll bleiben. Die Indoktrination muss ja weiter laufen.

  3. Wie war das noch gleich mit den Nazis von heute?
    Zukünftig also der grüne KLIMA-SS- Lagerkommandant, der die Barrackeninsassen mit den ökologisch angemessenen Verbrauchsgütern versorgt und die gestreifte Hanfkleidung (aber nur eine Garnitur) ausgibt und natürlich nur die “gesellschaftliche relevanten” Streamingsendungen gestattet.
    Damals war es der Rassenwahn, heute eben der Klimawahn.

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