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Investigativ-Team der „Bild am Sonntag“ wechselt geschlossen zum „Business Insider“

Kayhan Özgenc, Jan C. Wehmeyer und Lars Petersen (v.l.) Fotos: Axel Springer

Das Investigativ-Team der „Bild am Sonntag“, Kayhan Özgenc, Jan C. Wehmeyer und Lars Petersen, wechselt innerhalb des Springer-Konzerns geschlossen zum „Business Insider“ („BI“). Özgenc wird dort stellvertretender Chefredakteur. Ein Relaunch der „BI“-Website ist für Mitte Dezember angekündigt.

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Die drei bisherigen Investigativ-Reporter der „BamS“ fangen zum 1. Januar beim deutschen „Business Insider“ an. Springer hat den Redaktionssitz des Digitalmediusm von Karlsruhe nach Berlin verlegt und investiert deutlich in den Ausbau des Digitalmediums.

Kayhan Özgenc, 50, wird zudem stellvertretender Chefredakteur des deutschen „BI“. Er leitet seit 2011 das Investigativ-Ressort der „Bild am Sonntag“ und ist dort Mitglied der Chefredaktion. Zuvor leitete er das Investigativ-Ressort sowie das Hamburger und Berliner Büro des „Focus“. 2006 erhielt er den Nannen-Preis für seine Recherchen zur VW-Affäre. 2017 wurde Özgenc vom Medium Magazin zum „Wirtschaftsjournalist des Jahres“ gekürt.

Jan C. Wehmeyer, 39, wird neuer Investigativchef beim „BI“ und Mitglied der Redaktionsleitung. Er ist seit 2009 bei der „Bild“-Gruppe, zuletzt als Chefreporter Investigativ der „BamS“. Für seine Enthüllungen zum Diesel-Skandal erhielt er gemeinsam mit Özgenc den Helmut-Schmidt-Preis für Wirtschaftspublizistik.

Lars Petersen, 37, seit 2018 Investigativ-Reporter der „BamS“, übernimmt beim „BI“ die Ressortleitung Politik. Petersen ist wie Wehmeyer Absolvent der Axel Springer Akademie und arbeitete im Anschluss als Chefreporter der „B.Z.“.

Chefredakteure und Geschäftsführer des deutschen „BI“ sind Romanus Otte und Jakob Wais.

Der Wechsel gleich eines ganzen Investigativ-Teams ist durchaus ungewöhnlich. Man kann mutmaßen, dass dies auch in Zusammenhang mit den großen Umstrukturierungen bei Axel Springer steht. Die „Bild“ und „BamS“-Redaktionen sollen deutlich stärker zusammenrücken, wodurch die „bamS“ vermutlich ein gutes Stück ihrer Eigenständigkeit verlieren wird. Zudem ist sowohl bei der „Welt“- als auch bei der „Bild“-Gruppe ein deutlicher Stellenabbau geplant.

Mitte Dezember bekommt der „Business Insider“ Deutschland auch noch eine neue Website, was der Startschuss für eine Produktoffensive im kommenden Jahr sein soll. Im ersten Schritt wird die Seite technisch und optisch überarbeitet. Neu hinzu kommt der Schwerpunkt „Better Capitalism“, nach dem Vorbild des us-amerikanischen „Business Insider“ mit den vier Sektionen Umwelt, Arbeitswelt, Technologie und Ökonomie. Die Webseite soll dann sukzessive ausgebaut werden und auch die Redaktion soll weiter wachsen.

swi

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