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Marktforschungs-App “Viewpoint”: Facebook fragt Nutzer nach deren Meinung und zahlt dafür

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© Foto: Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

Facebook wagt sich wieder auf das Marktforschungsfeld und hat in den USA die App "Viewpoint" gestartet. Mit Hilfe der Informationen möchte das Unternehmen die Produkte verbessern und negative Effekte sozialer Medien minimieren, heißt es. Die Teilnehmer der Studien wiederum können sich einige US-Dollar verdienen.

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Facebook hat den Start einer neuen Marktforschungs-App bekannt gegeben. “Viewpoint” soll laut Blog-Eintrag Nutzerinnen und Nutzer für deren Teilnahme an Umfragen belohnen. Produkt-Manager Erez Naveh betonte dabei die Bedeutung der Einsichten für die Verbesserungen der Services wie Facebook, Instagram, WhatsApp, Portal and Oculus. Zum Start gibt es die App nur für US-Bürger über 18 Jahre. Laut Unternehmen sollen im nächsten Jahr allerdings weitere Länder folgen.

Anfang dieses Jahres hatte das Online-Portal “TechCrunch” darüber berichtet, dass Facebook unter anderem Teenagern Geld bezahlte, um sich in einer Studie Zugang zu den Smartphone-Aktivitäten zu verschaffen. Nutzer der App “Facebook Research” im Alter zwischen 13 und 35 Jahren hätten dafür bis zu 20 Dollar im Monat bekommen. Facebook betonte damals, dass die Nutzer bei der Anmeldung ihre Zustimmung zur Datensammlung gegeben hätten. Das seit 2016 laufende App-Projekt wurde daraufhin eingestellt. Bereits 2018 hatte Apple die Facebook-App “Onavo” nach einer Verschärfung der Regeln zum Datenzugriff aus seiner Download-Plattform entfernt.

Nun wagt das weltweit größte soziale Netzwerk mit “Viewpoint” einen neuen Anlauf: Sobald Facebook-Nutzer einen Account haben, werden sie zu unterschiedlichen Umfragen oder Aufgaben eingeladen. Dafür gibt es Punkte. Ab einer bestimmten Punktzahl überweist Facebook per PayPal einen Betrag auf das Konto des Teilnehmers. Laut Nutzungsbedingungen können das pro Person bis zu 600 US-Dollar im Jahr sein.

Mehr Transparenz als in der Vergangenheit?
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Die erste Umfrage soll sich um das von Mark Zuckerberg ausgerufene Well-Being drehen. Man wolle besser verstehen, wie soziale Medien das Wohlbefinden der Menschen beeinflussen. Informationen aus den Studien sollen dabei helfen, negative Einflüsse zu limitieren, heißt es auf dem Blog.

Vor jeder Umfrage werden die Teilnehmer darüber informiert, was mit den gesammelten Informationen passieren wird und welchem Zweck sie dienen. Keine der Daten soll, betont der Konzern, an Dritte weiterverkauft werden. Ebensowenig sollen Informationen auf anderen Accounts innerhalb des Facebook-Universums ohne Erlaubnis der Nutzer geteilt werden. Diese können zudem die Teilnahme an “Viewpoint” jederzeit beenden.

tb/mit Material der dpa

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