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Historisches Kiosk-Tief: gemeinsamer Einzelverkauf von “Spiegel”, “stern” und “Focus” in Woche 43 gering wie nie

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Die Ausgaben 43/2019 haben den drei großen Wochenmagazinen einen Minusrekord beschert: Mit laut IVW gemeinsamen 309.244 Einzelverkäufen liefen sie in Supermärkten, Kiosken, Tankstellen & Co. so schwach wie nie zuvor. Besonders deutlich unter seinem Normalniveau landete der "Focus", aber auch der "stern" fiel beinahe auf einen Einzelverkaufs-Minusrekord.

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Am glimpflichsten kam in der Cover-Check-Woche 43/2019 “Der Spiegel” davon: 162.370 Einzelverkäufe sind zwar keine Glanzleistung, doch sie liegen insgesamt nur rund 7% unter dem gemittelten Normalniveau der jüngsten 12 Monate (171.500) bzw. drei Monate (177.000). Titelgeschichte der Ausgabe war “Die Kapitulation des Westens – Wie der Sieg der Despoten in Syrien ein Volk zerstört, den IS stärkt und Europa bedroht”. Insgesamt, also inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren und sonstigen Verkäufen, erreichte “Der Spiegel” mit seiner Nummer 43 eine verkaufte Auflage von 704.927 Exemplaren, darunter der erneute Rekordwert von 109.631 ePapern bzw. Spiegel-Plus-Kunden.

Der “stern” fiel mit seinem Heft 43 hingegen fast auf ein neues Rekordtief: Nur 109.043 mal ging die Ausgabe über die Ladentische von Supermärkten, Kiosken, usw. Nur Heft 21/2019 mit dem Titel “Sorglos wohnen” lief im Einzelhandel mit 108.262 Exemplaren noch schwächer. Diesmal lautete das Titelthema im Nachklapp zum Anschlag von Halle “Die heimliche Armee – Neonazis, Muttersöhnchen, Terroristen – Wie rechte Außenseiter sich im Internet verbünden und zur Gefahr für uns alle werden”. Logischerweise verfehlte der “stern” damit auch das Normalniveau der jüngsten 12 Monate (121.900) bzw. der jüngsten drei Monate (113.800). Der Gesamtverkauf der Nummer lag bei 434.777 Exemplaren, inklusive 23.795 ePaper-Verkäufen.

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Der “Focus” fiel unterdessen ebenfalls fast auf einen neuen Tiefstwert: Die 37.831 von der IVW gemessenen Einzelverkäufe sind hier die drittschwächste Zahl der “Focus”-Historie. Passiert ist das mit dem Wirtschafts-Titel “Der Ausverkauf – Staaten und internationale Fonds übernehmen deutsche Firmen – Wem gehört ‘Made in Germany’?” Normal waren für den “Focus” in den aktuellsten 12 Monaten 56.400 Einzelverkäufe, in den aktuellsten drei Monaten 53.800. Diese Zahlen wurden um rund 21% verfehlt. Auch hier noch der Blick auf den Gesamtverkauf: Der lag bei 347.746 Exemplaren, davon 49.574 ePaper.

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Alle Kommentare

  1. Das ist ja völlig erwartet. Diese Wochenmagazinen müssen zuerst zu unabhängigen Medien gehören, damit sie gut verkauft werden. Die Leute verdienen, dass alle Ergebnisse klar und aufrichtig beleuchtet werden sollen!

  2. Seit der Stern Ausgabe 34/2019 (Greta-Ausgabe) liegt der Verdacht sehr nah, daß der Stern seine Auflagenzahlen massiv schönt. Aller Orten hörte man von desaströsen Verkaufszahlen, an die IVW wude dann aber ein recht ordentliches Ergebnis gemeldet.

    Ein Kommentatator hier berichtete einmal, daß G&J stets die ausgelieferten Exemplare als Verkaufszahlen meldet, die natürlich zu einem großen Teil überhaupt nicht an den Mann gebracht werden.

    Auch hört man ständig, daß das Durchschnittsalter der STERN-Abonnenten bei weit über 60 Jahre liegt. Jüngere Semester kämmen kaum noch dazu. Könnte meedia hier nicht auch einmal recherchieren?

    Das wäre übrigens auch für die SPIEGEL-Abonnenten interessant: Der SPIEGEL äußert sich ja gerne, oft und hämisch über “alte, weiße Männer”. Ich vermute, daß wenn die alten, weißen Männer unter den SPIEGEL-Abonnenten ihr Abo kündigen würden, der SPIEGEL recht bald Geschichte wäre.

  3. Die Menschen sehen, wie unsere Regierung die weitgehend regierungsmeinungs-konforme Berichterstattung der letzten Jahre massiv finanziell belohnt.
    Bezahlt aus Steuermitteln
    Siehe verschiedene Artikel auf meedia.de.
    Irgendwo muss der Steuerbürger für sich einen Ausgleich schaffen…..

  4. Der SPIEGEL ist ein offen antisemitisches, linkes Hetzblatt. Ich wünsche mir für dieses Magazin, dass die Verkäufe schon 2020 unter 100.000 fallen. Es schaut ja gut aus.

  5. Wenn der Analyst Schröder auch nur ein einziges Mal seine Zahlen analystieren würde, wüsste das Forum endlich Genaueres über die Gründe rückläufiger Auflagen.

    In dieser 43. Woche haben drei verschiedene wichtige Titelthemen auffallend wenig Interesse erzeugt. Soll man tatsächlich glauben, dass ausgerechnet in Woche 43 ein größerer Exodus von Frustrierten stattfand oder was oder wie? Herr Schröder, liefern Sie doch endlich mal.

  6. Frage an Herrn Schröder:

    Was verbirgt sich hinter der Formulierung: ” … von der IVW gemessenen Einzelverkäufe…”?

    Ist es nicht eher so, daß diese Zahlen simpel von den Verlagen an die IVW gemeldet werden?

  7. Tja, irgendwie scheint man nicht das Interesse der Leser gefunden zu haben. Es wird Zeit für die beabsichtigte (?) Staatsfinanzierung.

    1. Die Verlage müssen doch erst mit der GEZ “verzahnt” werden und “Daten abgleichen”.

      Wenn die Datenschutzgesetze dafür zurechtgebogen wurden, wird man schon mit einem abstrusen Argument aus der Deckung kommen.

      “Agitationsabgabe” hört sich doch schon gut an . Der Politagitator Karl Eduard v. Schnitzler würde sich freuen.

  8. Ist doch logisch. Die, die noch klar bei Verstand sind, wechseln immer mehr zu den freien, unabhängigen Medien. Die, die sich für nichts interessieren schauen weiter Netflix und Co. Da gibt es kein Weg zurück mehr. Mein Mitleid für die Relotiuspresse hält sich daher auch in Grenzen.

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