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Neuer Schub fürs Digitalradio: Autohersteller müssen Neuwagen mit DAB+-Radios ausstatten

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Dies wird dem Digitalradio DAB+ eine neue Wachstumsperspektive bescheren: Der Bundesrat hat heute beschlossen, dass Hörfunkgeräte in Neuwagen künftig den Empfang von digital-territischen Radio, also DAB+, ermöglichen müssen. Auch für stationäre Radiogeräte mit Display gelte künftig die Digitalradiopflicht. Dies gelte ab dem 21. Dezember 2020.

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Das beschloss heute der Bundesrat. Er billigte damit das sechste Gesetz zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes in seiner heutigen Plenarsitzung, teilt das Digitalradio Büro Deutschland mit. Dahinter steht eine Gemeinschaftsinitiative des Vereins Digitalradio Deutschland, also unter anderem der ARD, Deutschlandradio, privaten Radioveranstaltern, Geräteherstellern und Netzbetreiber.

Heike Raab, Medienstaatssekretärin in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, hat den Beschluss begrüßt: “Wir setzen auf Digitalradio, also DAB+. Die Qualität und die flächendeckende Verbreitung überzeugt überall, auch in den ländlichen Regionen”, erklärt Raab. Damit werde die Verbreitung von DAB+-fähigen Endgeräten verbessert. Raab: “Der Gesetzgeber entspricht damit auch einer Empfehlung des Digitalradio Boards für eine verpflichtende digitale Schnittstelle. Das ist ein echter Meilenstein. Mit der jetzt bundesweit einheitlichen Regelung profitieren Hörerinnen und Hörer in ganz Deutschland von mehr Programmauswahl und besseren Klang. Hersteller, Händler und Programmanbieter verfügen über die nötige Planungssicherheit für die Umstellung ihres Geräteportfolios.”

Auch die Staatsministerin für Digitales im Kanzleramt, Dorothee Bär, sieht die Entwicklung positiv: “An DAB+ führt auch gesetzlich jetzt kein Weg mehr vorbei. Mit der Novelle wird die Digitalisierung des Hörfunks maßgeblich beschleunigt. Als nationale Interoperabilitätsverpflichtung wird sie die Verbreitung und Akzeptanz von DAB+ in ganz Deutschland verbessern. Die Festschreibung fördert den Zugang zu digitalen Angeboten und ist deshalb auch ein wichtiger Beitrag für den Verbraucherschutz. Mit dem Digitalradio Board werden wir uns weiter dafür einsetzen, das digitale Radio als robustes, niedrigschwelliges und barrierefreies Medium zu stärken.”

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gl

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