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Entlastung für die Verlagsbranche: Printhäuser zahlen reduzierten Steuersatz auf digitale Presseprodukte

Der Deutsche Bundestag
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Große Erleichterung bei den Verlagen: Der Bundestag hat ein Jahressteuergesetz verabschiedet, das einen ermäßigten Steuersatz auch auf Apps, Websites und Datenbankangebote für Bücher, Zeitungen und Zeitschriften vorsieht. Damit werden faktisch elektronische und gedruckte Presseprodukte bei der Umsatzsteuer gleichgestellt.

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Nun also doch. Bislang stand die Einführung eines ermäßigten Mehrwertsteuersatzes auf digitale Zeitungen, Zeitschriften und Bücher auf der Kippe. Doch jetzt soll auf die digitalen Verlagsangebote der reduzierte Mehrwertsteuersatz in Höhe von 7 Prozent gelten. Das hat gestern der Bundestag im Jahressteuergesetz verabschiedet. Damit werden faktisch elektronische und gedruckte Presseprodukte bei der Umsatzsteuer gleichgestellt.

Die Entscheidung wird von den Medienunternehmen mit großer Erleichterung aufgenommen. “Mit dieser Entscheidung stärkt der Bundestag unsere freie und vielfältige Presselandschaft. Insbesondere freuen wir uns, dass die Abgeordneten den reduzierten Mehrwertsteuersatz auch auf Apps, Websites und Datenbanken mit Pressepublikationen erstreckt haben. Damit wird der Realität der digitalen Presse Rechnung getragen”, erklärte VDZ-Präsident Rudolf Thiemann.

Der reduzierte Mehrwertsteuersatz gelte nun auch für Einzelpublikationen von Zeitungen, Zeitschriften und Büchern sowohl als E-Paper als auch in der Form von Websites sowie Apps, heißt es. Gleiches gelte für gebündelte Angebote von Büchern, Zeitschriften und Zeitungen aus Datenbanken (single-sign-on), wie sie insbesondere im B-to-B-Bereich bereits heute Standard sind. Um nachträgliche Umsatzsteuerkorrekturen zu vermeiden und der damit verbundenen Belastung des Vertriebs von Büchern, Zeitungen und Zeitschriften sei jedoch “für einen gewissen Zeitraum eine Nichtbeanstandungsregelung notwendig”, so der VDZ.

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gl

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