Partner von:
Anzeige

“Welt am Sonntag” mit neuer Blattstruktur: “Focus”-Kolumnist Jan Fleischhauer schreibt für Sonntagszeitung

Jan Fleischhauer
Jan Fleischhauer Foto: Horst Galuschka/dpa

Die zu Axel Springer gehörende "Welt am Sonntag" bekommt eine neue Blattstruktur. So baut Chefredakteur Johannes Boie vor allem den ersten Teil der Zeitung um und erweitert ihn um den Teil "Leben". Zudem bekommt das Blatt prominente Verstärkung. So soll der Focus-Kolumnist Jan Fleischhauer jetzt für die Zeitung aktiv werden.

Anzeige

Chefredakteur Johannes Boie hat der “Welt am Sonntag” (“WamS”) eine leicht veränderte neue Blattstruktur verpasst. So soll der erste Teil der Zeitung umfangreicher werden. Er solle neben “Politik” und “Forum” künftig auch das “Leben” enthalten. Damit bekomme das Blatt “eine lockere und lustige letzte Seite, wie es einer Sonntagszeitung gut ansteht”, teilt der Chefredakteur mit. Auch den Bereich “Forum” wertet er auf.

“Wir leben in Zeiten, in denen besonders viel debattiert wird. Deshalb haben wir das ‘Forum’ vergrößert, von einer auf zwei Seiten”. Es enthalte künftig auch Leserbriefe. Daneben veröffentlicht die zu Axel Springer gehörende Zeitung eine Rubrik “Pro & Contra”. Hier diskutiert die Redaktion kontrovers über Themen.

“Mit Fleischhauer kann man streiten”

Darüber hinaus bekommt das Blatt prominente Verstärkung. So wird der “Focus”-Kolumnist Jan Fleischhauer jetzt auch für “WamS” aktiv. “Ganz besonders freue ich mich, dass künftig Jan Fleischhauer in der Welt am Sonntag auftauchen wird. Ich finde, er ist einer der pointiertesten, lustigsten und zugleich klügsten Kolumnisten in diesem Land. Vor allem aber kann man sich an seinen Meinungen reiben. Mit ihm kann man streiten”, so Boie.

Anzeige

Dazu beitragen sollen auch “WamS”-Redakteure ab sofort jede Woche tun, per E-Mail. “Und auch diese Texte finden Sie im neuen ‘Forum’. Das ‘Gespräch’ haben wir aus dem Kulturteil genommen und prominenter platziert. Sie finden es jetzt im Anschluss an den Sportteil auf dessen Rückseite”, betont der Boie. Denn zu oft seien “tolle Interviews in der Zeitung untergegangen. Mit Ex-Beatle Paul McCartney, der diese Woche mit uns spricht, wird das nicht passieren.”

Überarbeitet wurde die “Welt am Sonntag” unter anderem von der Artdirektorin Antonia Aravena. Erstmals an diesem Sonntag erschien die Zeitung in der neuen Struktur.

gl

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Fleischhauer ist ein Konservativer und ein Merkel-Kritiker. Er wird der WamS gut tun. Besonders wenn dafür Linke und Merkel-Claqueure die Redaktion verlassen müssen.

    1. Jawoll! Linke raus! Schluss mit diesen seitenlangen Tiraden in der WamS, dass der Kapitalismus das Erzübel dieser Welt sei. Wer arm ist, hat schließlich selber schuld. Einfach mehr sparen und mehr leisten. Das weiss doch ein Blöder.

  2. Fleischhauer ist “einer der Lustigsten”? Man kann ja über vieles reden, doch darüber, dass der griesgrämige Miesepitter lustig wäre, sicher nicht.

    1. Wer sich belustigen lassen will, schaut lieber seichte Filmchen und Talkshows im TV…

    2. Fleischhauer ist m.E. der prominenteste Vertreter des AfD-Sounds in den “alten” Medien, seine Kooperation mit Focus und Springer ist daher nur folgerichtig. Dabei enthält seine Kolumne in der Hauptsache Ressentiments, Behauptungen und Plattitüden, die ohne jede Logik verknüpft werden.

      Auf welcher Bedeutungsebene das als über alle Maßen “klug” eingeschätzt wird, erschließt sich nur dann, wenn man es vonseiten der Wirkung in den Medienbetrieb hinein betrachtet und die damit verfolgte politische Absicht gutheißt. Aber dazu hat sich der Springer-Verlag – nach der durch die “Das Boot ist voll”-Kampagne für die REPs, dem daraus resultierenden Terror und der daraufhin erfolgten selbstverordneten Abstinenz von xenopphober Hetze – ja mittlerweile wieder klar und offen pro AfD positioniert.

      Da wächst zusammen, was zusammengehört: “Geldadel”, verarmter Adel und reaktionäres Bürgertum, und der Springer-Boulevard sammelt die nasgeführten “Protest”-Wähler ein. Für eine autoritäre Gesellschaft, wie sie diesem Menschenschlag vorschwebt, sind Fleischhauer immer zu gebrauchen.

      1. ” Da wächst zusammen, was zusammengehört: “Geldadel”, verarmter Adel und reaktionäres Bürgertum, und der Springer-Boulevard sammelt die nasgeführten “Protest”-Wähler ein.”

        Ach Gott, wie zärtlich-vertraut sind mir solche Töne doch noch aus dem Staatsbürgerkundeunterricht in meiner Jugend. 🙂

        Ich werd ganz sentimental und deshalb auch nachsichtiger, als ich vielleicht sein sollte.

        “Für eine autoritäre Gesellschaft, wie sie diesem Menschenschlag vorschwebt, sind Fleischhauer immer zu gebrauchen.”

        Ja, ja, du hast sicher recht, denn die Partei hat ja bekanntlich immer recht (hab ich mal gelernt) aber für den Fall dass du doch ausnahmsweise mal unrecht haben solltest und Fleischhauer doch keine richtige Lust auf eine autoritäre Gesellschaft hat, ein guter Rat, Genosse:

        Frag in dem Fall mal bei Grönemeyer an, der hat sich da kürzlich ganz eindeutig positioniert.

    3. Ich habe sein Buch über seine Jugendjahre gelesen, wo schon der Titel auf problematische Verhältnisse hindeutet, es heißt “Unter Linken”.

      Seitdem verzeihe ich ihm einiges, denn ich weiss, er hatte wirklich eine schwere Kindheit.

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia