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Einigung wegen falscher Videostatistiken: Facebook zahlt 40 Mio. US-Dollar an Werbetreibende

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© Foto: Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

Facebook muss 40 Millionen US-Dollar Entschädigung zahlen. Grund dafür sind falsche Video-Statistiken, die an werbetreibende Kunden zwischen 2015 und 2016 herausgegeben wurden. Das US-Unternehmen und die Kläger haben sich nun auf diesen Betrag geeinigt.

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Facebook muss Werbetreibenden 40 Millionen US-Dollar wegen aufgeblasener Videostatistiken zahlen. Vermarkter haben in Folge dieses Falls die Zuverlässigkeit von Messberichten aus dem sozialen Netzwerk in Frage gestellt. 

Am Montag seien die Bedingungen des Vergleichs beim Bezirksgericht in Kalifornien eingereicht worden. Demnach hätten sich die beiden Seiten darauf geeinigt, dass Facebook 40 Millionen US-Dollar zahlen muss, weil das Unternehmen über 18 Monaten zwischen 2015 und 2016 fehlerhaften Daten herausgegeben hatte. Dies berichtete das US-Portal “Ad Age”.

Fehlerhafte Formel sorgt für verzerrte Ergebnisse

Den Fehler hatte der Konzern um CEO Mark Zuckerberg bereits 2016 zugegeben. Demnach habe Facebook eine falsche Formel verwendet, um die durchschnittliche Zeit zu berechnen, die die Nutzer beim Anschauen von Videos verbrachten. Dies könne dazu geführt haben, dass werbetreibende Kunden annahmen, ihre Videos seien populärer als sie es tatsächlich waren.

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Allerdings betonten Verantwortliche auch, dass der Fehler lediglich Videos betroffen habe, die kostenlos auf die Facebook-Seiten gepostet wurden, nicht bezahlte Anzeigen. Die Kläger wiederum betonten, dass sie durch die irreführenden Zahlen mehr Geld ausgegeben hätten als sie es sonst getan hätten. In einzelnen Fällen soll die durchschnittliche Video-Wiedergabezeit um bis zu 900 Prozent erhöht gewesen sein.

Gegenüber “Ad Age” bestritt Facebook die erhobenen Vorwürfe und sagte, die Klage sei unbegründet. Allerdings sei eine Einigung oft kostengünstiger als ein langwieriger Rechtsstreit. Die Beilegung des Falls sei “im besten Interesse des Unternehmens und der Werbetreibenden”, so eine Sprecherin.

tb

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Alle Kommentare

  1. Die großen Plattformen wie Facebook und Google kontrollieren sich quasi selbst, und die Klickgeschäfte sind reine Vertrauensgeschäfte.

    Ich traue dem aber nicht, und merke nur, wenn lokale Anzeigenschaltungen von Mittelständlern in der gesamten D-A-CH-Region ausgespielt werden, und offensichtlich Kunden an den Klickzahlen herbeiziehen.

    Die EU muss hier im Sinne des fairen Wettbewerbs eingreifen, und eine neutrale Überwachungsroutine für AdFraud und AdExaggeration erzwingen, die Plattformbetreiber und aufschaltende PR- und Onlinemarketing-Agenturen in die Beweispflicht nimmt.

    Die wilde Ära der Digitalisierung muss beendet werden.

    Get smart Citizens

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