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Brennpunkt Australien: Verlegerin Yvonne Bauer will angeblich das Geschäft down under umbauen

Verlegerin Yvonne Bauer
Verlegerin Yvonne Bauer

Die Bauer Media Group steht offenbar davor, das Geschäft in Australien neu auszurichten. Wie es heißt, liebäugelt Verleger Yvonne Bauer damit, die Magazintitel ihres australischen Konkurrenten Pacific Magazin zu übernehmen. Damit könnte die Tochtergesellschaft down under wieder auf Expansionskurs gebracht werden. Es gibt aber auch andere Optionen.

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Es war ein Mega-Deal. Vor sieben Jahren übernahm die Bauer Media Group den Zeitschriften-Großtanker Australian Consolidated Press (ACP) Magazines Ltd. Rund 512 Millionen Dollar zahlte der familiengeführte Hamburger Bauer Verlag für die Magazinsparte des australischen Medienunternehmens Nine Entertainment Co. Der Kauf sorgte in der Branche für viel Aufmerksamkeit. Denn der Firmenzweig entsprach damals der Größenordnung des Hamburger Zeitschriftenhauses Gruner + Jahr.

Doch der Kauf brachte Bauer viel Ärger ein – vor allem in den vergangenen zwei Jahren. Erst sorgte eine rechtliche Auseinandersetzung mit der Hollywood-Schauspielerin Rebel Wilson (“Pitch Perfect”, “Brautalarm”) weltweit für Schlagzeilen, dann musste Verlegerin Yvonne Bauer aus wirtschaftlichen Gründen diverse Magazine einstellen – darunter “Homes+”, “Recipes+”, “Yours” sowie die bekannte Frauenzeitschrift “Cosmopolitan” (MEEDIA berichtete). Auch Management-Wechsel gehörten bei der Bauer-Tochter in Sydney zur Tagesordnung. Nach Matt Stanton, David Goodchild, Andreas Schoo aus der Konzern-Geschäftsleitung (als Interims-Chef), Nick Chan und Paul Dykzeul führt nun der ehemaligen Neuseeland-Chef Brendon Hill als inzwischen sechster Chef die Geschäfte in Australien.

Jetzt steht die australische Tochtergesellschaft erneut vor unruhigen Zeiten. Angeblich soll Bauer damit liebäugeln, vom australischen Konkurrenten Seven West Media die Magazinsparte Pacific Magazine zu übernehmen. Dazu gehören unter anderem Titel wie “Marie Claire”, “Better Homes and Gardens” und “New Idea”. Hierüber sollen beide Unternehmen seit geraumer Zeit verhandeln, heißt es in Firmenkreisen. Mit dem Erwerb könnte die Tochterfirma in Sydney wieder auf den Expansionspfad gebracht werden. Der Magazinmarkt in Australien steht massiv unter Druck. Rückläufige Anzeigen- und Vertriebserlöse belasten die Verlagshäuser dort schwer. Mit dem Zukauf könnte Bauer die Marktposition auf dem Kontinent verbessern.

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Ob es aber dazu am Ende kommt, ist offen. Denn es werden noch andere Optionen diskutiert. So könnten Bauer und Seven West Media ihr jeweiliges Magazinportfolio gemeinsam im Rahmen eines Joint-Ventures in eine neue Gesellschaft einbringen. Diese könnte dann als Ganzes weiterveräußert werden – gegebenenfalls an ein Private Equity-Unternehmen, heißt es in Branchenkreisen. Bauer Media hüllt sich zu den Marktspekulationen in Schweigen. Eine Bauer-Sprecherin sagte hierzu auf MEEDIA-Anfrage: “Kein Kommentar”. Seven West Media war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Klappt die Transaktion nicht, wäre wohl auch ein Rückzug aus Australien eine Option. So hat Bauer verkündet, nur noch in Segmenten und Märkten tätig sein zu wollen, in denen die Marktführerschaft erreicht wird. “In Märkten und Teilmärkten, in denen eine Marktführerschaft nicht möglich ist, evaluieren wir Handlungsoptionen, die unter Umständen auch zu einem strategischen Rückzug führen können”, hieß es hierzu aus dem Unternehmen.

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