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Digitalchefin der „SZ“: Julia Bönisch steht laut Medienbericht vor dem Absprung

Julia Bönisch ist in der SZ-Chefredaktion für Digitales zuständig

Die Digitalchefin der „Süddeutschen Zeitung“ könnte offenbar schon bald ihren Job verlieren. Seit etwa acht Wochen hat sich Julia Bönisch nicht mehr in der Redaktion blicken lassen, schreibt Kai-Hinrich Renner. Ihre Aufgaben haben inzwischen kommissarisch andere Redakteure übernommen.

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Ein Absprung Bönischs wäre angesichts der Verwerfungen keine Überraschung mehr. Weil sie in einem Gastbeitrag im „Journalist“ die strikte Trennung von Redaktion und Verlag in Frage gestellt hat, geriet die Digitalchefin im Mai intern unter Druck. Der Job von Redaktionsleitern, schrieb Bönisch darin, sei weniger die Schönschreiberei oder „wuchtige Texte“. Vielmehr müssten sie sich als Manager und Produktchefs verstehen, die in “Workflows und Prozessen denken”. Davon fühlten sich u.a. die „SZ“-Chefredakteure Kurt Kister und Wolfgang Krach angesprochen.

Co-Chefredakteur Krach sprach daraufhin innerhalb der Redaktion von einem „Vertrauensbruch“. Nun könnte es personelle Konsequenzen geben. Laut den Funke-Medien sei Bönisch seit acht Wochen nicht mehr in der Redaktion gewesen. Ihre Aufgaben wurden kommissarisch anderen Redakteuren übertragen. Zwar habe der Geschäftsführer der „SZ“-Mutter SWMH, Christian Wegner, noch einen Schlichtungsversuch unternommen. Die Trennung stehe aber wohl kurz bevor.

Weder Bönisch selbst noch der Verlag wollte sich zu den Gerüchten laut Renner äußern.

rt

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