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Mit Steinmeier, Grönemeyer und 12 Preisträgern von 12 Sendern: Deutscher Radiopreis in Hamburg verliehen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beim Deutschen Radiopreis 2019
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beim Deutschen Radiopreis 2019 Bild: Deutscher Radiopreis/Benjamin Hüllenkremer

Mit einer glamourösen Gala in der Hamburger Elbphilharmonie hat die Hörfunk-Branche zum zehnten Mal ihren Deutschen Radiopreis verliehen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hielt eine Rede, Künstler wie Udo Lindenberg, Lena Meyer-Landrut und Herbert Grönemeyer traten auf. Die 12 Sieger kommen von 12 Sendern, beste Sendung wurde "Deutschlands tiefste Morgensendung" von Radio Emscher Lippe.

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“So muss Lokalradio gemacht werden. Zum Ende der Steinkohle-Ära im Ruhrgebiet hat Radio Emscher Lippe sein Studio einfach vor Ort – in die Grube Prosper Haniel, 1.200 Meter unter Tage – verlegt. An diesem ungewöhnlichen Ort entstand eine beeindruckende Sendung. Kompetente Gäste, ein ernsthafter aber nie dramatisierender Moderator, ein informatives Quiz zum Bergbau und emotionale Live-Acts.” So begründete die Jury des Deutschen Radiopreises ihre Auswahl der “Sendung des Jahres”. Eine schöne Auszeichnung für Radio Emscher Lippe und die Moderatoren Ralf Laskowski und Lennart Hemme.

Als bester Moderator wurde unterdessen Steffen Lukas von Radio PSR ausgezeichnet, als beste Moderatorin Carmen Schmalfeldt von Radio Leverkusen. Beste Morgensendung wurde “Die N-Joy Morningshow“, bestes Nachrichten- und Informationsformat “Update” von Deutschlandfunk Nova. Erstmals gab es auch einen Preis für den besten Podcast. Gewonnen hat hier “Geheimakte Peggy” von Antenne Bayern, eine Serie über ein seit 2001 vermisstes Mädchen.

Die weiteren Preisträger:

  • Bestes Interview: “Gesprächszeit” / Bremen Zwei
  • Beste Innovation: “SWOP” / 104.6 RTL
  • Bester Newcomer: Roger Rekless / BR/Puls
  • Beste Programmaktion: “Team Taxi” / Gong 96.3
  • Beste Reportage: “Unter Schlamm begraben” / NDR Info
  • Beste Comedy: “Achtung Alexa” / Hit Radio FFH

Insgesamt ging also die Mehrzahl der Preise an Privatsender.

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Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte in diesem Jahr die Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Er hielt eine Rede für ein Medium, auf das er “nicht verzichten möchte: das Radio”. Auch wenn er zu Protokoll gab: “Ich will nicht behaupten, dass mir alles, was Sie uns so zu Gehör bringen, gefällt”. Allerdings wäre es ansonsten auch langweilig. Steinmeier hob vor allem die Zuverlässigkeit bei Information und Nachrichten hervor: “Glauben Sie mir: Fehler versenden sich nicht. Fällt mir als Hörer ein Fehler auf, der nicht korrigiert wird, dann frage ich mich: Ist vielleicht noch etwas falsch? Kann ich meinem Sender wirklich vertrauen? Meine Bitte an Sie ist: Erhalten Sie sich das Vertrauen Ihrer Hörer!”

Steinmeier rief den Radiomachern zudem zu: “Muten Sie den Hörern ruhig zwischendurch ein paar Sätze, hoffentlich auch ein paar mehr zu, die bei der Orientierung im unübersichtlichen Gelände des alltäglichen Wahnsinns ein wenig helfen”. Und: “Der reine Dudelfunk wird sich gegen Spotify und andere nicht behaupten, und wenn noch so viele Gewinnspielchen ins Programm eingestreut werden.”

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