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Anti-Tracking-Update von Firefox: Deutsche Digitalpublisher beklagen deutlichen Rückgang bei Programmatic-Umsätzen

Für den Non-Profit-Browser Firefox wurde Anfang September eine neue Version veröffentlicht, die Cookies von Drittanbietern per Voreinstellung blockiert. Das bedeutet, dass Firefox-Nutzer praktisch über Nacht nicht länger mit automatisch zielgruppengesteuerter Werbung belegt werden können. Der Effekt ist besonders stark in Deutschland.

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Das liegt schlicht daran, dass der Marktanteil von Firefox hierzulande höher ist als in anderen Ländern. Wie Digiday berichtet, sollen die Umsätze mit Programmatic Advertising in Deutschland seit dem FirefoxUpdate um bis zu 15% gesunken sein. Laut dem Anzeigen-Vermittler Index Exchange soll der Durchschnittspreis von Werbung innerhalb von Firefox seit dem Update um 15 bis 25% in Deutschland gesunken sein.

„Das ist ein großes Problem für Publisher in Deutschland branchenweit“, zitiert Digiday Mike O’Sullivan, Vice President Product, Identiy and Data bei Index Exchange. „Das ist Anzeigenvolumen, das bisher addressable war und über Nacht unsichtbar wurde. Das war also eine wesentlich gravierendere Veränderung als die jüngsten Safari-Updates, wo das Anzeigenvolumen schon seit Jahren nicht verfügbar war.“ Der Apple-Browser Safari verfügt schon länger über rigide Privatsphäre-Einstellungen und hat einen wesentlich kleineren Marktanteil in Deutschland als Firefox.

Oliver Gertz, Managing Director of Interaction EMEA bei MediaCom sagt: „Der kurzzeitige Effekt ist ein weiterer Sargnagel für Cookie basiertes Tracking. Aber das ist ein fortschreitender Prozess, der vor rund fünf Jahren losging.“ Gemeint ist hier auch die ungebrochene Popularität von Software wie AdblockPlus.

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