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Umbau bei Axel Springer: Vorstandschef Mathias Döpfner will auch die Holding radikal verändern

Axel Springer-CEO Mathias Döpfner
Axel Springer-CEO Mathias Döpfner

Der geplante Neuausrichtung des Berliner Medienkonzerns Axel Springer nimmt konkrete Formen an. Laut einem Schreiben aus dem Vorstand will CEO Mathias Döpfner das Unternehmen auf vier Kernbereiche fokussieren: News Media National, News Media International, die Aviv-Gruppe sowie StepStone. Auch die Holding soll neu ausgerichtet werden.

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“Axel Springer hat ein klares Ziel: Wir wollen Weltmarktführer im digitalen Journalismus und bei digitalen Rubrikenangeboten werden. Diese Strategie setzen wir nun konsequent und mit hohem Tempo um. Fest steht, dass wir uns zukünftig auf unsere vier Kernbereiche fokussieren: News Media National und News Media International, Aviv sowie StepStone”, heißt es in einem Schreiben des Finanzvorstands Julian Deutz an Führungskräfte, das MEEDIA vorliegt.

Dabei stimmt das Vorstandsmitglied die Belegschaft des “Bild”-Herausgebers auf härtere Zeiten ein. “In diesen Wochen nehmen wir wichtige Weichenstellungen vor und schaffen die Voraussetzungen für beschleunigtes Wachstum durch gezielte Investitionen in Marken, Bereiche und Geschäftsmodelle, in denen wir künftige Wachstumschancen erkennen”, so Deutz. Und fügt hinzu: “Gleichzeitig wollen wir Bereiche des Unternehmens, die nicht mehr wachsen, schneller reorganisieren. Uns ist klar, dass dies beim weiteren Umbau unseres Unternehmens auch schwierige Maßnahmen, wie z.B. Stellenabbau, umfasst”, betont der Vorstand.

Auch die Holding ist betroffen

Betroffen von dem Umbau des Konzerns ist jetzt auch die Holding. Bislang war nur die Rede von “Bild” und “Welt”, Zeitschriften, Druckereien und der Vermarktung. “Wenn das ganze Unternehmen sich wandelt, können selbstverständlich auch unsere Holdingfunktionen nicht stehenbleiben. Im Gegenteil, denn die Holdingfunktion haben für Axel Springer auch in Zukunft eine unverzichtbare Steuerungsfunktion bei der Umsetzung unserer Strategie”, betont das Vorstandsmitglied. Daher brauche man eine effizient aufgestellte Holding mit den klassischen Konzernfunktionen.

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Angeblich soll die bisherige Holdingstruktur dem Management schon seit längerem ein Dorn im Auge sein. “Insgesamt geht es darum, die Rolle und die Aufgaben der Holding klar zu definieren. Das ist längst überfällig. Viele von Ihnen fordern das schon seit geraumer Zeit ein. Zurecht. Das gehen wir nun an”, so Deutz in dem Schreiben. Dabei könnte der Holding eine radikale Neuausrichtung bevorstehen und Verwaltungsbereiche dezentral organisiert werden. So ist offenbar denkbar, dass Aktivitäten der Holding auf die operativen Geschäftsbereiche verlagert werden. Noch stünden aber die finalen Strukturen nicht fest. Dazu soll erst Konzept erarbeitet werden, wozu Springer auch auf die Hilfe externer Berater setzt. Bereits im Oktober will der Vorstand mit dem Vorhaben starten.

“Effizientes Zukunftskonzept”

Eine Sprecherin von Springer sagt hierzu auf Anfrage von MEEDIA: “Für die Holdingfunktionen soll ein effizientes Zukunftskonzept entwickelt werden. Das Unternehmen hat sich in den letzten Jahren massiv verändert, diesen Wandel muss auch die Holding nachvollziehen und zugleich den zukünftigen Bedarf an übergeordneten Steuerungsfunktionen sicherstellen.” Daher sollen jetzt im Rahmen dieses Projekts “die Rolle und die Aufgaben der Konzernfunktionen klar definiert werden.” Und es wird ergänzt: “Viele der Bereichsleiter haben diese Klarheit seit einiger Zeit angefordert. Wir holen Berater hinzu, die unsere eigene Expertise  ergänzen sollen”, so die Konzernsprecherin. Dabei könnte es auch zu einem Personalabbau kommen: “Generell können wir bei diesem Projekt einen Stellenabbau innerhalb der Holdingfunktionen nicht ausschließen.”

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