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Bayer, Glyphosat und die Stakeholder-Listen: “Ehrlich und faktenbasiert zu kommunizieren, reicht nicht mehr aus”

Christian Maertin, Leiter Corporate Communicatons bei Bayer
Christian Maertin, Leiter Corporate Communicatons bei Bayer Foto: Bayer AG

Die so genannten Stakeholder-Listen des von Bayer übernommenen Saatgut-Riesen Monsanto, sorgten vor einiger Zeit für einigen Wirbel. Dabei sollen Listen mit sensiblen Daten von Kritikern des umstrittenen Pestizids Glyohosat angelegt worden sein. Eine von Bayer beauftragte Untersuchung des Falls wurde nun abgeschlossen. Laut Bayer gibt es keine Hinweise auf illegales Verhalten, doch es bleiben Fragen. MEEDIA sprach mit Christian Maertin, Leiter Corporate Communicatons bei Bayer.

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Zur Vorgeschichte: Im Mai dieses Jahres berichteten der französische TV-Sender France 2 sowie mehrere französische Zeitungen erstmals über die Stakeholder-Listen. Monsanto hat noch vor der Übernahme durch Bayer die PR-Agentur FleishmanHillard mit der Erstellung dieser Listen beauftragt. France 2 zeigte u.a. auch ein Dokument, in dem der Auftrag erteilt wird, explizit nicht-öffentliche Daten über Stakeholder zu sammeln (als Stakeholder wird eine Person oder Gruppe bezeichnet, die ein berechtigtes Interesse am Verlauf oder Ergebnis eines Prozesses oder Projektes hat). An anderer Stelle des von France 2 gezeigten Dokuments ist unter dem Schlagwort “Background Intelligence” zu lesen: “What do our targets need? What will each one motivate to support renewal? What are the watchouts? Do they have agricultural interests? Leisure or other interests (golf, tennis, hunting etc.)”

Es ging dabei um die erneute Zulassung des umstrittenen Pestizids Glyphosat für den EU-Markt. Bayer beauftragte die internationale Anwaltskanzlei Sidley Austin, die Listen zu untersuchen. Die Kanzlei hat nach Angaben von Bayer nunmehr 2,4 Millionen Dateien untersucht und 21.000 Dokumente analysiert. Das beschriebene Dokument, das France 2 gezeigt hat, wurde aber nicht in den Systemen von Bayer/Monsanto gefunden. Zudem wurden 1.473 Personen auf den Stakeholder-Listen identifiziert und informiert. Allerdings gibt es eine Unter-Liste mit deutschen Journalisten, die FleishmanHillard selbst dem Deutschen PR-Rat mit der Bitte um Prüfung zukommen ließ. Auch diese Unter-Liste mit deutschen Journalisten konnte Sidley Austin in den Bayer/Monsanto-Systemen nicht finden.

Auf Basis der untersuchten Listen erklärte Bayer, dass keine Hinweise auf illegales Verhalten und keine vertraulichen Daten gefunden wurden. MEEDIA sprach mit Christian Maertin, Leiter Corporate Communicatons bei Bayer, über die offenen Fragen bei den Stakeholder-Listen sowie das Thema Glyphosat und Kommunikation.

MEEDIA: Das Thema Stakeholder-Listen hat Bayer – wie die Glyphosat-Problematik – von Monsanto geerbt. Wie haben Sie persönlich von diesen Listen erfahren?
Christian Maertin: Wie andere auch aus den Medien. Im Mai dieses Jahres haben französische Medien Vorwürfe erhoben, dass Listen mit Unterstützern und Kritikern, die im Auftrag von Monsanto erstellt wurden, gegen ethische Grundsätze, möglicherweise aber auch gegen gesetzliche Regelungen verstoßen haben könnten. Deshalb hat Bayer eine externe Anwaltskanzlei beauftragt, diese Vorwürfe zu untersuchen.

Der Kernvorwurf bezieht sich auf das Sammeln von sensiblen, nicht öffentlichen Daten. Was kann man sich darunter vorstellen?
Zunächst einmal: Für diesen Vorwurf hat die Kanzlei keinerlei Hinweise gefunden. Die wichtigste Währung für uns als Unternehmen, aber auch nach meiner Einschätzung für unsere gesamte Branche, ist Vertrauen. Wenn Journalisten, Politiker oder andere Stakeholder uns nicht mehr vertrauen, dass wir mit ihren Anfragen, ihren Informationen oder Kontaktdaten vertrauensvoll umgehen, dann haben wir ein Problem. Vertrauen ist die Basis von allem. Deshalb war uns die Aufklärung der Vorwürfe so wichtig.

Ich verstehe Sie hier richtig, dass das Sammeln von sensiblen Daten von Kritikern für Bayer eine Grenzüberschreitung darstellt?
Ganz so einfach ist es ja nicht. Sind zum Beispiel Handynummern, die uns Journalisten geben, damit wir sie informieren können, wenn etwas Wichtiges passiert, sensible Daten? Ich würde sagen: Ja. Aber zugleich würde sicher niemand kritisieren, dass wir diese Nummern in unseren Adressbüchern speichern. Für uns gibt es eine klare rote Linie, wenn es um private Daten geht, die nichts mit dem Beruf zu tun haben.

“Es gibt eine Liste mit deutschen Journalisten, aber wir wissen nicht, wer da drauf steht”

Im Gegensatz zu Ihrer ursprünglichen Aussage waren unter den Deutschen auf den Listen jetzt aber doch Journalisten. Woher kommt die Kehrtwende?
Ich kann darauf leider nur eine sehr unbefriedigende Antwort geben. Ja, es gibt eine Liste mit insgesamt 23 deutschen Journalisten. Die von uns beauftragte Anwaltskanzlei hat diese Liste in den Systemen von Bayer/Monsanto aber nicht gefunden. Erfahren haben wir davon erst Mitte Juli durch den Deutschen Rat für Public Relations, dem FleishmanHillard eine anonymisierte Liste zur Verfügung gestellt hatte. Unsere Anwaltskanzlei hat daraufhin bei der Agentur nachgehakt und lediglich die gleiche anonymisierte Liste erhalten. Mit anderen Worten: Ja, es gibt eine Liste mit deutschen Journalisten, aber wir wissen nicht, wer da drauf steht.

Welcher Art sind die einsehbaren Informationen auf der Journalisten-Liste?
Geschwärzt wurden personenbezogene Daten. Die sichtbaren Daten weisen nach Aussage von Sidley Austin keine Besonderheiten im Vergleich zu anderen Listen auf.

Wie können Sie Transparenz bei der Aufklärung zusagen, wenn es Listen und Dokumente gibt, die offensichtlich auf den eigenen Bayer/Monsanto-Systemen nicht zu finden sind?
Bayer hat Sidley Austin beauftragt, um erstens größtmögliche Transparenz zu schaffen, zweitens die rechtlichen Vorwürfe zu bewerten und drittens alle Personen auf den Listen zu informieren. Diesem Auftrag ist die Kanzlei basierend auf den ihr zugänglichen Quellen und Dokumenten vollständig nachgekommen.

Wie oft sind Sie in den zurückliegenden Monaten ins Büro gekommen und haben sich gesagt: “Mensch! Was für ein Glück, dass Bayer Monsanto gekauft hat!”?
Zunächst einmal komme ich sehr gerne ins Büro. Das liegt sowohl an meinen tollen Kolleginnen und Kollegen als auch daran, dass Kommunikation bei Bayer traditionell eine große Wertschätzung erfährt. Aber es gibt natürlich auch genügend Anlass für die Feststellung, dass Bayer und Monsanto hervorragend zusammenpassen. Die Ernährung einer steigenden Weltbevölkerung ist eine gigantische Herausforderung. Landwirtschaft muss dafür noch effizienter, aber auch noch nachhaltiger werden. Das wird nur über Innovationen gelingen. Zu sehen, mit welcher Leidenschaft unsere Forscher jetzt gemeinsam an genau diesen Herausforderungen arbeiten, ist faszinierend, geht aber in der hitzigen Debatte um Glyphosat leider weitgehend unter.

Bayer hat mit drei Niederlagen vor Gericht nicht unwesentlich zur großen Zahl der Schlagzeilen beigetragen …
Richtig. Ich kenne allerdings keinen anderen Fall, in dem Geschworene vor Gericht zu einem so diametral anderen Ergebnis kommen, als Wissenschaft und Regulierungsbehörden seit vielen Jahrzehnten. Erst vor wenigen Wochen hat die US-Umweltschutzbehörde EPA ausdrücklich Warnhinweise auf Glyphosat-Produkten verboten, weil solche Labels „unverantwortlich“ seien, wenn man zugleich wisse, dass Glyphosat eben nicht krebserregend sei. In den US-Medien wurde dieses Thema breit gecovert, in Deutschland fand es so gut wie nicht statt.

“Schwarz gegen Weiß, Gut gegen Böse, und wenn es um Landwirtschaft geht: konventionell gegen bio”

Nimmt Bayer für sich denn in Anspruch, die Stimme der Wissenschaft zu vertreten? Sie haben u.a. die Website “hier-sind-die-fakten.de” online gestellt. Kritiker nehmen aber auch für sich in Anspruch, dass sie Fakten haben und wissenschaftlich argumentieren. Für Leser oder Zuschauer ist es dabei oft schwierig bis unmöglich zu beurteilen, wer Recht hat.
Das kann ich nachvollziehen. Wenn alle für sich die Wahrheit in Anspruch nehmen, verunsichert das die Menschen. Aus meiner Sicht muss man sehen, dass die Welt manchmal eben komplex ist und man sich die Zeit nehmen sollte, die Argumente aller zu hören und zu verstehen. Auf der von ihnen zitierten Website bemühen wir uns gerade um eine differenzierte und zugleich natürlich faktenbasierte Darstellung. Wenn es um die gesundheitlichen Risiken von Produkten geht, gibt es auf der ganzen Welt staatlich finanzierte Behörden, deren Aufgabe und Verantwortung es ist, die Perspektiven und Einschätzungen unterschiedlichster Interessengruppen zusammenzubringen und wissenschaftlich zu bewerten. Das Votum dieser Experten sollte dann allerdings auch gelten, unabhängig davon, ob es einem gerade ins Weltbild passt oder nicht. Das gleiche gilt übrigens auch für die Wissenschaft selbst. “Unite behind the science”, der Claim von Fridays for Future, ist großartig. Er darf aber eben nicht nur beim völlig richtigen Kampf gegen den Klimawandel gelten, sondern muss auch oberster Maßstab bei unpopulären Themen wie zum Beispiel Gentechnik oder Pflanzenschutzmitteln sein.

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Bayer hat selbst mit 800 Studien argumentiert, die die Unbedenklichkeit von Glyphosat mit Bezug auf Krebserkrankungen, belegen würden. Da musste nach einer Veröffentlichung der “taz” zurückgerudert werden. Die Zahl der Studien, die sich auf Krebs und Glyphosat beziehen, war tatsächlich deutlich geringer. War das Kommunizieren der angeblich 800 Studien ein Fehler?
Die Diskussion um die Anzahl der Studien ist eine totale Phantom-Debatte …

Bayer hat diese Debatte selbst ins Rollen gebracht, indem Sie die angeblich 800 Studien sehr stark in den Vordergrund gestellt haben …
Auslöser der Debatte war ein Satz in einem unserer Quartalsberichte, in dem wir darauf verwiesen haben, dass „mehr als 800 wissenschaftliche Studien sowie Aufsichtsbehörden weltweit“ bestätigt haben, “dass Glyphosat nicht krebserregend und seine bestimmungsgemäße Anwendung sicher ist.” Die Gesamtzahl 800 bezieht sich also sowohl auf explizite Studien zu Krebs als auch auf andere Studien zur sicheren Anwendung. Wenn wir es noch einmal formulieren müssten, wären wir hier sicher präziser. Entscheidend ist aber doch nicht, wie sich eine Zahl aufteilt, sondern was unabhängige, staatliche Behörden, die für die Sicherheit der Menschen verantwortlich sind, im Kern sagen. Rund um die Welt sagen diese Behörden, dass Glyphosat sicher ist. Erneut mehrfach bestätigt, allein in diesem Jahr.

Wenn ich aber Zeitung lese und Fernsehen schaue, bleiben vor allem zwei Worte bei mir hängen und die heißen “wahrscheinlich krebserregend”. Diesen Eindruck kommunikativ zurückzudrängen, das klappt ja offensichtlich nicht.
Wir leben in Zeit des totalen Information Overkills. Von morgens bis abends werden die Menschen geflutet mit Nachrichten und Informationen, die sie kaum noch verarbeiten können. Viele sind daher sehr empfänglich für möglichst einfache Botschaften. Entsprechend entwickelt sich die Kommunikation: immer schneller, immer kürzer, immer polarisierender. Schwarz gegen Weiß, Gut gegen Böse, und wenn es um Landwirtschaft geht: konventionell gegen bio. Auch die Medien spielen hier natürlich eine wesentliche Rolle.

“Viele Journalisten bemühen sich sehr bewusst, dem Trend zu immer polarisierenden Debatten durch eine differenzierte Berichterstattung entgegenzuwirken”

Wie gehen Sie kommunikativ damit um?
Kommunikation steht heute vor einer neuen, sehr zentralen Herausforderung. Bislang war es immer oberste Maßgabe von PR, schnell, ehrlich und faktenbasiert zu kommunizieren. Das allein reicht aber nicht mehr aus. Verhaltensforscher bestätigen seit langem, dass Menschen für nüchterne Fakten nur noch begrenzt empfänglich sind. Sie suchen heute mehr denn je gezielt nach Informationen, die sie in ihrer Sicht auf die Welt bestätigen und nicht zweifeln lassen. Es gibt bislang keine ultimative Antwort, wie man dieser Entwicklung bestmöglich begegnen sollte. Für uns heißt das vor allem: erklären, erklären, erklären – und dabei so oft wie möglich unsere eigene Filterblase verlassen. Wir weisen immer wieder darauf hin, dass die Welt nicht so simpel ist, wie manche sie versuchen darzustellen. Die einfachsten Antworten sind selten die besten im Leben.

Das Wort “krebserregend” erzeugt aber natürlich sehr starke Bilder.
Natürlich erzeugen Wörter Bilder. Eher neutrale Begriffe wie “Unkrautbekämpfungsmittel” werden von interessierter Seite zu negativen Begriffen wie “Pflanzengift” oder “Insektenkiller” umgetextet. Wir haben deswegen mal den Begriff “Erntesicherungsmittel” in die Diskussion eingebracht.

Das hat sich aber nicht durchgesetzt.
In dem einen oder anderen Artikel konnte man den Begriff schon lesen. Primär ging es uns darum, zu zeigen, welche Rolle Framing in der Berichterstattung über ein solches Produkt spielt. Fakt ist: Würde die internationale Landwirtschaft zukünftig auf Glyphosat verzichten, hätten wir einen zweistelligen Millionen-Tonnen-Betrag Ernte weniger auf der Welt. Es ist also tatsächlich ein Erntesicherungsmittel.

Die Medien sind an der Image-Bildung im Falle von Glyphosat entscheidend beteiligt. Wie ist ihr Verhältnis zu den Medien?
Die Medien gibt es genauso wenig wie die Unternehmen. Unabhängig von Bayer ist mein Eindruck, dass sich viele Journalisten sehr bewusst bemühen, dem Trend zu immer polarisierenden Debatten durch eine differenzierte Berichterstattung entgegenzuwirken. Es gibt aber auch einen anderen Teil, bei dem ich den Eindruck habe, dass die Berichterstattung vor allem dem persönlichen Weltbild folgt. Wenn zum Beispiel aus einer bekannten Aktivistin plötzlich eine “Journalistin” wird oder die „Hypothese“ eines langjährigen Gegners von Pflanzenschutzmitteln zu einer „Studie“ eines vermeintlich unabhängigen Mediziners mutiert, finde ich das problematisch. Interessant ist auch, dass ich in den vergangenen Jahren tausende Beiträge über die vermeintlichen Gesundheitsgefahren von Glyphosat lesen durfte, sich aber zugleich praktisch niemand die Frage stellt, welche konkreten Auswirkungen eigentlich ein von interessierter Seite gefordertes Verbot für die Ernährung der Welt hätte.

Das ist ja auch ein anderes Thema als die Gesundheitsrisiken.
Aber auch elementarer Teil der Geschichte. Es gibt viele Interessengruppen, die das Produkt gerne von heute auf morgen abschaffen wollen – und das ist genau der Punkt. Wir leben in einer Zeit, in der scheinbar einfache Botschaften den Erfolg bringen: Glyphosat verbieten, Probleme gelöst! So einfach ist die Welt aber nicht. Deswegen brauchen wir wieder viel differenziertere Diskussion über solche Themen.

“Aufgabe von PR ist es, Botschaften so zu formulieren, dass die Perspektive des jeweiligen Auftraggebers wahrgenommen wird”

Wie ist Ihre Einschätzung zum öffentlichen Rundfunk, der ja öffentlich finanziert ist und darum vielleicht auch ein besonderes Gebot zur neutralen Berichterstattung hat?
Ja, das sollte er haben. Ohne “vielleicht”. 

Sie haben Framing stark kritisiert. Bayer nutzt aber auch Framing, um seine Positionen ins rechte Licht zu rücken …
Moment mal! Aufgabe von PR ist es, Botschaften so zu formulieren, dass die Perspektive und Sicht des jeweiligen Auftraggebers wahrgenommen wird. Das ist aber etwas völlig anderes als im Journalismus, dessen oberste Maßgabe es doch ist, unvoreingenommen an ein Thema heranzugehen, ergebnisoffen zu recherchieren und unterschiedliche Perspektiven zu hören. Da hat Framing überhaupt nichts zu suchen. 

Haben Sie auch schon echte Falschberichterstattung erlebt?
Vereinzelt ja, das ist aber die absolute Ausnahme. Was wir viel häufiger erleben, ist, dass es nicht mehr darum geht, aufrichtig die Perspektiven unterschiedlicher Parteien zu hören, sondern vor allem darum, einem Unternehmen in einer bereits fertigen Geschichte die gewünschte und vorab weitgehend festgelegte Rolle zuzuweisen.

Die Genehmigung für Glyphosat in der EU läuft bis 2022. Wie sieht die weitere Strategie von Bayer hierfür aus, auch mit Blick auf die Kommunikation?
Unsere Haltung basiert im Kern auf zwei Begriffen: Respekt und Transparenz. Dazu haben wir uns intern verständigt und das haben wir auch schon extern, zum Beispiel in ganzseitigen Anzeigen in ‘FAZ’, ‘Handelsblatt’, ‘New York Times’ und anderen Zeitungen kommuniziert. Was den weiteren Umgang mit Glyphosat in Europa angeht, werden wir uns konstruktiv in die Diskussionen um eine Reduzierung einbringen, die derzeit in verschiedenen Ländern geführt werden. Zudem werden wir interessierte Stakeholder, also Wissenschaftler, NGOs und Journalisten, einladen, den Prozess einer Wiederzulassung von Glyphosat so transparent zu verfolgen, wie wir von Bayer das ermöglichen können. Zudem haben wir bereits vor geraumer Zeit alle Sicherheitsstudien zu Glyphosat veröffentlicht, die in unserem Besitz sind.

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Alle Kommentare

  1. “Ehrlich und faktenbasiert zu kommunizieren, reicht nicht mehr aus”

    Was für ein Quatsch! Es ist der einzige Weg, ehrlich und faktenbasiert zu kommunizieren. So werden Leser gebunden. Das spricht sich rum. Es kommen neue Leser.

    Der Herr redet wie jemand, der in einer Diktatur oder Sekte angelernt wurde.

  2. “Erst vor wenigen Wochen hat die US-Umweltschutzbehörde EPA ausdrücklich Warnhinweise auf Glyphosat-Produkten verboten, weil solche Labels „unverantwortlich“ seien, wenn man zugleich wisse, dass Glyphosat eben nicht krebserregend sei. ”
    Soweit ich weiß, ist die EPA eine Einrichtung, die knallhart für den Schutz der amerikanischen Bevölkerung eintritt und dabei über den entsprechenden wissenschaftlichen Sachverstand verfügt. Ich denke daher, dass die Formulierung, Glyphosat sei “möglicherweise” krebserregend, sein Einsatz sei “umstritten”, durch die wissenschaftlichen Fakten nicht gedeckt ist. Jetzt wird überlegt, den Einsatz von Glyphosat in Deutschland zu verbieten. Deutschland war mal die Apotheke der Welt und auf dem Gebiet Chemie weltweit führend. Eine Zukunftsindustrie nach der anderen wird letztlich in Deutschland aufgrund wissenschafts und technikferner Vorurteile beschädigt, indem irgendwelchen selbsternannten Umweltschützern aller mögliche Blödsinn nachgeplappert wird, obwohl es sich bei diesen NGOs lediglich um Mini-Minderheiten handelt. Ich frage mich, wovon dieses rohstoffarme Land eigentlich leben will.

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