Partner von:
Anzeige

Printoffensive: Hamburger Jahreszeiten-Verlag startet 2020 zwei neue Magazine

Peter Rensmann
Peter Rensmann Foto: Jalag

Der Hamburger Jahreszeiten-Verlag baut nach dem Verkauf seiner Frauenmagazine "Für Sie", "Petra" und "Vital" an die Konkurrenten Klambt im vergangenen Jahr sein Luxus- und Premiumsegment weiter aus. Das Unternehmen plant für 2020, zwei neue Magazine an die Kioske zu bringen. Zugleich wird "Der Feinschmecker" optisch erneuert und der Copypreis angehoben.

Anzeige

Der Hamburger Jahreszeiten-Verlag geht in die Printoffensive. “Wir wollen im nächsten Jahr, zwei neue Magazine in den Markt einführen – voraussichtlich im April und im Oktober”, kündigt Jalag-Geschäftsführer Peter Rensmann gegenüber MEEDIA an. Damit würde das zur Ganske-Verlagsgruppe gehörende Magazinhaus sein Portfolio um seine Premium- und Luxusmarken von sieben auf neun Zeitschriften aufstocken. Bisher gehören hierzu unter anderem Titel wie “Architektur & Wohnen”, “Foodie”, “Lafer”, “Merian” und “Merian Scout” sowie der “Robb Report”.

“Die beiden Print-Neulinge sollen sich harmonisch in unser bestehendes Markenportfolio im Premium- und Luxussegment einfügen”, erklärt Rensmann. Der Jalag deckt hier unter anderem die Bereiche Luxus, Kulinarik, Design, Lifestyle und Reise ab. In welchem Bereich die Newcomer angesiedelt werden sollen, ließ er hingegen offen. 2018 hatte sich der mittelständische Verlag aus dem Frauensegment zurückgezogen, um sich auf das Luxus- und Premiumsegement zu fokussieren. Das Unternehmen hatte Frauenmagazine “Für Sie”, “Petra” und “Vital” an die Hamburger Konkurrenten Klambt abgegeben.

Optische Weiterentwicklung, höherer Copypreis

Doch die neuen Magazine sind nur ein Teil des geplanten Expansionskurses. Rensmann will auch bestehende Titel weiter stärken. Geplant ist, das Gourmet-Magazin “Der Feinschmecker” mit der Ausgabe 10 optisch rundum zu erneuern: Ein neues Logo, das markanter auf dem Cover hervorsticht, eine deutlich zeitgemäßere Typografie sowie eine emotionalere Bildauffassung sollen dem Magazin helfen, die Zielgruppe besser zu erreichen. Beibehalten wurde die “sehr hochwertigen Fotografie, um diesen wunderbaren Inhalt dem Leser nicht mehr so distanziert wie früher, sondern deutlich näher zu vermitteln”, erklärt Feinschmecker-Chefredakteurin Madeleine Jakits. Überarbeitet wurde das gesamte Layout von der Agentur 8611 aus Hamburg. Das neue Logo wurde von Dirk Linke von der Agentur ringzwei entwickelt.

Neues Layout im “Feinschmecker”

Peter Rensmann ergänzt: “Wir haben den ‘Feinschmecker’ optisch weiterentwickelt. Die Reportagen sind großzügiger und opulenter gestaltet. Wir arbeiten mehr mit Freistellern und bieten dem Leser ein Gourmet-Magazin für den gehobenen Genuss, das deutlich aufgeräumter, frischer und spritziger wirkt”, erklärt der Jalag-Chef. Und fügt hinzu: “Mit dem optischen Umbau wollen wir die Distanz zu den Lesern abbauen, der sich für die neuesten Trends aus der gehobene Gastronomie und Hotellerie sowie aus der Wein- und Foodszene interessieren.”

Anzeige

“Der ‘Feinschmecker’ ist eine Medienmarke, die die Gastroszene begleitet, der Szene aber keine Konkurrenz macht”

Parallel zur optischen Neuausrichtung geht eine kräftige Preiserhöhung einher. “Wir werden den Copypreis mit der Ausgabe 10 von 9,95 auf 11,90 Euro anheben”, betont der Jalag-Geschäftsführer. Damit würden sich aber die Vertriebs- und Anzeigenerlöse des Heftes nicht verschieben. “Beim ‘Feinschmecker’ halten sich die Vertriebs- und Anzeigenerlöse ungefähr die Waage”, betont Rensmann. Betrachtet man aber das gesamte Premium- und Luxussegment der Ganske-Tochter relativiert er die Aussage. “Insgesamt sind im vergangenen Jahr 2018 die Anzeigenerlöse in unserem Premium- und Luxussegment deutlich gewachsen, während die Vertriebserlöse marktredundant leicht rückläufig waren.”

Der “Feinschmecker” gilt als Marktführer im Segment der gehobenen Food-Zeitschriften. Die verkaufte Auflage bewegte sich im 2. Quartal 2019 bei 70.811 Exemplaren. Das sind 2,25 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dass die Auflage moderat zurückging, könnte an dem Konkurrenten Gruner + Jahr liegen. Das Verlagshaus vom Baumwall hatte im September den Gastro- und Restaurantführer “B-EAT” an die Kioske gebracht. Nach rund 100.000 geduckten Exemplaren zum Start bewegt sich die verkaufte Auflage inzwischen bei rund 30.000 Exemplaren.

Für den “Feinschmecker” ist das Print-Produkt nicht die einzige Erlössäule. Auch das Event-Geschäft gehört dazu. Dazu zählt der “Food Market”, der am Sonntag auf dem Hamburger Großmarkt stattfand. Erzeuger aus Hamburg und Norddeutschland stellten hier ihre Produkte vor und verkauften diese vor Ort. Restaurants aus Hamburg und Umgebung boten den Besuchern zudem kleine Gerichte zum Verkosten an. Passend zum Anlass gibt der Jalag hierzu eine eigene Zeitschrift heraus, die das Gourmet-Ereignis begleitet. Nicht geplant ist, dass der Jalag unter dem Namen “Der Feinschmecker” ein eigenes Restaurant eröffnet wie beispielsweise die Food-Zeitschrift “Beef!” von Gruner + Jahr. “Der Feinschmecker ist eine Medienmarke, die die Gastroszene begleitet, der Szene aber keine Konkurrenz macht”, sagt Rensmann selbstbewusst.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia