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“Der Diskurs im Land ist unglaublich vergiftet”: “Zeit”-Chefredakteur di Lorenzo über das neue Ressort “Streit”

Giovanni di Lorenzo
Giovanni di Lorenzo Zeit © Jim Rakete

Wie steht es um den Diskurs im Land? Nicht sonderlich gut, wenn man bei der „Zeit“ nachfragt. Daher startet die Redaktion das neue Ressort "Streit". Chefredakteur Giovanni di Lorenzo spricht im MEEDIA-Interview über eine vergiftete Streitkultur in der Gesellschaft und Konsequenzen aus der umstrittenen Meinungsseite zur privaten Seenotrettung.

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“Eine Demokratie, in der nicht gestritten wird, ist keine”: Dieses Zitat von Altbundeskanzler Helmut Schmidt haben die Verantwortlichen bei der “Zeit” als Unterzeile für ihr neues Ressort “Streit” gewählt, das am Donnerstag seine Premiere feiert. Zuletzt hat die Marketing-Abteilung in Kooperation mit der Hamburger Agentur Zum goldenen Hirschen bundesweit Werbung dafür gemacht (MEEDIA berichtete).

Nun, wenige Tage nach den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg, soll ein Streitgespräch zwischen dem amtierenden sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und drei enttäuschten Wählern den Auftakt für das Ressort bilden, wie “Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo in seinem Büro am vergangenen Donnerstag erzählt. Dass die Leser sich beteiligen, ist einer der Ansprüche. Hinzu kommen regelmäßig erscheinende Formate wie “Mein Twitter-Tiefpunkt der Woche”, bei dem zwei Autoren die Blase des jeweils anderen einnehmen sollen. NDR-Journalistin Anja Reschke und “Welt”-Chefredakteur Ulf Poschardt werden dort künftig im Wechsel schreiben.

“‘Streit’ soll eine ressortübergreifende Plattform mit einer großen Meinungspluralität sein”, betont di Lorenzo. Die Ressortleitung, bestehend aus Charlotte Parnack und Jochen Bittner, möchte neben Politikthemen auch gesellschaftliche, wirtschaftliche und medizinische Themen aufgreifen.

Herr di Lorenzo, ab Donnerstag gibt es das Ressort “Streit”. War Ihnen die “Zeit” in den letzten Jahren nicht streitlustig genug?
Giovanni di Lorenzo: Doch, doch! Aber wenn man so ein Gefäß hat, dann steht man auch vor der Notwendigkeit, es jede Woche zu füllen.

Was war der Ausgangspunkt?
di Lorenzo: Uns ist seit langem eines ganz sauer aufgestoßen, nämlich dass der Diskurs im Land unglaublich vergiftet ist. Er wird stark von den Rändern her bestimmt und ist geprägt vom unbedingten Vorsatz, die jeweils andere Seite misszuverstehen. Doch an sich ist Streit nichts Schlechtes!

Welches Ziel verfolgt das Ressort?
di Lorenzo: Wir möchten einen kleinen Beitrag dazu leisten, den Begriff Streit wieder positiv zu besetzen und ihm eine kleine, feine Bühne bieten, auf der man hart in der Sache, aber verbindlich im Ton diskutieren kann.

Welchen Einfluss hatte die stark umstrittene Pro-und-Contra-Seite zur privaten Seenotrettung?
di Lorenzo: Gar keinen. Das war eine wirklich schlechte Erfahrung, bei der wir ohne jeden Zweifel Fehler gemacht haben.

“Das Pro-und-Contra-Format wird in jedem Fall weitergeführt”

Vor allem die Headline “Oder soll man es lassen?”.
di Lorenzo: Vor allem die, ja. Aber es gibt auch Themen, die für ein Pro und Contra nicht geeignet sind. Manches ist so kompliziert, dass man sich weder für das eine noch das andere sonderlich stark erklären kann. Das Pro-und-Contra-Format wird aber in jedem Fall weitergeführt.

Sie würden die Seite in der Form nicht mehr machen?
di Lorenzo: Natürlich nicht. Die Erfahrung mit dieser Seite war aber noch in einer anderen Hinsicht aufschlussreich. Wir haben einen großen Shitstorm bekommen, erstmal von links. Und als wir uns entschuldigt haben, gab es noch einen Shitstorm von der eher konservativ-rechten Seite. Damals kam ich zurück aus dem durch diese Geschichte stark überschatteten Urlaub und dachte: “Es wird unter unseren Lesern kein anderes Thema geben als diese Seite.” Ich war in den Monaten danach auf etwa acht Leserveranstaltungen und jetzt raten Sie mal, wie oft ich darauf von unseren Lesern angesprochen wurde?

Wenn Sie so fragen, sicherlich nicht häufig.
di Lorenzo: Ein einziges Mal! Und das bringt mich schon zum Nachdenken, ob das, was sich so laut artikuliert, etwas mit den Empfindungen der Menschen zu tun hat, die uns wirklich lesen. Diese schreckliche Aufregung von Leuten, die nur noch Satzfetzen aus Artikeln zerren und den anderen nur noch das denkbar Schlechteste unterstellen, erzeugt bei einem großen Teil der Gesellschaft, der leider sehr defensiv und stumm ist, kaum noch mehr als Ekel.

“Wenn man Dinge zusammenführt, muss man auch wissen, wozu”

Neben “Streit” werden die Ressorts “Wissen” und “Chancen” zusammengelegt und es gibt künftig das Großressort “Politik”. Dort werden das Politik-Ressort und das Hauptstadtbüro fusioniert, hieß es in der Mitteilung dazuWas bedeutet dieser Schritt konkret?
di Lorenzo: Erstmal ist es jetzt eine gemeinsame Teamleitung. Ein Modell, das ohnehin Zukunft hat, weil sich die starren Hierarchien immer mehr auflösen. Und dann macht jetzt jeder alles in diesem Großressort, auch das Redigieren und Blattmachen. Es gibt zudem weniger Engpässe: Wenn für ein Thema Kolleginnen und Kollegen aus der “Zeit”-Zentrale gebraucht werden, werden wir in Berlin sein und umgekehrt. Vor allem aber glaube ich, dass alles gemeinsam gedacht werden muss und nicht in getrennten Ressorts in Hamburg und Berlin.

Eine engere Zusammenarbeit, unter anderem zwischen Print und Online, lässt sich ebenfalls in anderen Häusern beobachten. Ist das bei Ihnen auch denkbar, vielleicht sogar eine Dachmarke “Die Zeit”?
di Lorenzo: Das ist aus meiner Sicht nicht unvorstellbar. Entscheidender ist aber etwas anderes: Wenn man Dinge zusammenführt, muss man auch wissen, wozu. Aus Prinzip alleine würde uns nicht reichen. Wir haben da dieses Jahr einen Versuch gestartet.

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Sie haben die Investigativ-Ressorts aus Print und Online unter eine gemeinsame Leitung gestellt und fusioniert.
di Lorenzo: Genau, und da werden wir nach zwei Jahren Bilanz ziehen und schauen, ob das Modell nur für bestimmte Ressorts geeignet ist oder ob es so gut ist, dass man es ausweiten kann. Vielleicht kommen wir sogar zu dem Schluss, dass sich die Zusammenlegung bei den Investigativ-Ressorts nicht gelohnt hat. Uns ist es wichtig, diese komplizierte Frage ideologiefrei anzugehen.

Was heißt denn hier “ideologiefrei”?
di Lorenzo: Ideologie wäre es, wenn wir sagten, dass Print und Online in jedem Fall zusammen gehörten. Wir wollen das Zusammenwachsen anhand von Projekten beobachten. Sie müssen sich erst bewähren.

“Der Fall um Relotius ist nicht nur ein Thema in der Medienblase”

Wir befinden uns im ersten Jahr nach der Aufdeckung des Fälschungsskandals um Claas Relotius. Es gab im Mai einen Abschlussbericht vom “Spiegel”, personelle Konsequenzen wurden auch gezogen. Sind Sie mit der Aufarbeitung zufrieden oder gibt es offene Fragen?
di Lorenzo: Sicher ist es gut, dass man einen Abschluss gefunden hat. Der Eindruck, es ist irgendwas nicht koscher, verlängert sich mit jedem Monat, in dem die Sachen nicht abgeschlossen sind. Aber ich fände es anmaßend, für andere Medien den Linienrichter zu spielen.

Was Sie aber durchaus bewerten können: Welche Konsequenzen hatte der Skandal für die Branche?
di Lorenzo: Natürlich hat der Fall uns alle aufgewühlt. Übrigens ist das eine Diskussion, die unsere Leser sehr interessiert. Es ist nicht nur ein Thema in der Medienblase, sondern die Leser fragen sich, welche Konsequenzen daraus gezogen wurden. Für die Leute, die uns Böses wollen, war das damals der ultimative Beweis dafür, dass wir eine einzige Fälscherwerkstatt sind. Doch nichts ist falscher als das. Dem Eindruck kann und muss man entgegenwirken: Das hat der “Spiegel” auch in größter Offenheit getan.

Wenn wir nun den Fall Buschmann betrachten, habe ich diesen Eindruck nicht. Es geht um eine Titelgeschichte von 2014, bei der sich die Indizien mehren, dass es sich um eine Fälschung handeln könnte. Was sagen Sie dazu?
di Lorenzo: Auch in den Fall Buschmann will ich mich nicht einmischen. Ganz allgemein gilt: Steht ein solcher Fälschungsvorwurf im Raum, und würde er bei uns stattfinden – was leider nie ausgeschlossen werden kann – würde ich mir den Chatverlauf zeigen lassen, auf dem Handy und bei Facebook. Das müsste doch für sich sprechen.

Sie hatten vor einigen Jahren im Interview mit Übermedien gesagt, dass die Medienverdrossenheit der Leser unter anderem durch Häme und Zynismus von Journalisten gefördert wird. Glauben Sie, dass der Relotius-Skandal diese Verdrossenheit hat wachsen lassen?
di Lorenzo: Ich glaube, dass er auch eine reinigende Kraft hatte. Alle gucken jetzt kritischer auf die Recherchen und auf Details in Reportagen. Ich fände es jedoch verheerend, wenn wir die Reportage als Genre diskreditieren würden. Die Verdrossenheit ist aber nicht monokausal zu erklären. Sie ist Teil der Elitenkritik, aber das auch nicht bei allen. Es ist die Häme, die Bürger nicht mögen und es sind gewisse Hetzjagden, die wir bei Personen veranstaltet haben, die einen Fehler gemacht haben.

“Sparrunden für Regionalblätter sind fast immer die Pest”

“Die Zeit” macht in vielen Bereichen, ob Print oder Digital, einiges richtig. Es wirkt fast so, als ob alles, was sie anfassen, ein Erfolg wird. Auch die Auflagen- und Abozahl ist entgegen dem Branchentrend weiter stark. Wo liegt das Erfolgsgeheimnis?
di Lorenzo: Erstmal ist es ja nicht so, dass wir alles zum Erfolg bringen. Wenn etwas partout nicht funktioniert, stellen wir es auch wieder ein. Aber es stimmt, dass wir Ideen relativ schnell umsetzen. Das Vertrauen ist groß gegenüber dem Verlag – und umgekehrt. Wenn beispielsweise Sabine Rückert (stellvertretende “Zeit”-Chefredakteurin, Anm. d. Red.) gerne ein Verbrechen-Magazin machen möchte, dann machen wir das auch. Andere hätten wahrscheinlich lange Marktforschung betrieben. Wir machen es zunächst mit kleinen Mitteln, um zu schauen, wie es sich entwickelt.

Der Verlag ist mittlerweile in einer komfortablen Situation. Da experimentiert es sich auch unbeschwerter als beispielsweise bei einigen Regional- und Lokalverlagen.
di Lorenzo: Aber das ist uns ja nicht in den Schoß gefallen. Das haben wir uns erarbeitet. Und ich erinnere mich sehr gut an die Jahrtausendwende. Egal, wen man damals auf die “Zeit” angesprochen hat, kaum einer hat uns eine Zukunft gegeben. Es sei das altmodischste Format, und jede gute Tageszeitung ist doch heute eine Wochenzeitung. Das Blatt sei vor allem etwas für Studienräte, gegen die ich nichts habe, die wir aber auch damals schon nur in kleiner Zahl hatten. Wir waren gezwungen, uns ganz stark zu verändern. Und nun zahlt sich diese Arbeit aus. Wir schreiben schwarze Zahlen, was zur Jahrtausendwende auch nicht der Fall war.

Allerdings gab es in der Branche dieses Jahr einige Negativmeldungen: Digitalredaktionen wurden eingestampft, Lokal- und Regionalverlage sparen – teils sogar in der Ausbildung des Nachwuchses. Machen Sie sich Sorgen um den Journalismus und die Meinungspluralität?
di Lorenzo: Die Meinungspluralität können wir auch dadurch gefährden, dass wir in den Redaktionen zu wenig politische Diversität haben. Das ist dann der Fall, wenn die politische Sozialisation der Kolleginnen und Kollegen zu ähnlich ist. Aber natürlich sind Sparrunden für Regionalblätter fast immer die Pest.

Und wie bewerten Sie diese?
di Lorenzo: Ich sehe natürlich mit Kummer und Sorge auf jedes Blatt, das sparen muss und es dann noch als Qualitätsoffensive verkaufen soll. Ich habe ja selber eine Regionalzeitung leiten dürfen und weiß daher, wie viel die Journalisten dort arbeiten und wie sie unter Druck stehen. Mit aller Vorsicht gesprochen: Dass ein relativ forderndes Blatt wie die “Zeit” in den letzten 15 Jahren gewachsen ist und Redakteure eingestellt und nicht entlassen hat, zeigt doch auch: Die Lage ist nicht ganz hoffnungslos.

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Alle Kommentare

  1. Heißa, das geht die Post ab. Ich freu mich darauf, wie die gegensätzlichen Meinungen aufeinanderprallen.
    Die einen sagen: “Wir brauche mehr Schutzsuchende”.
    Andere sagen da genaue Gegenteil: “Wir brauchen viel mehr Schutzsuchende”.

  2. Die ZEIT ist das Musterbeispiel für propagandistische Fehlinformation im Zusammenhang mit Merkels Migrationswelle 2015. Das Thema Seenotrettung ist nur die Weiterführung desselben. Es gibt in dieser Gesellschaft einen Teil, der auf Biegen und Brechen immer mehr Kulturfremde hereinschaffen möchte, etwa Frau Merkel, Frau Kahane und die Mehrzahl der Journalisten – und dann einen Anteil, der das satt hat bzw. den das mit Sorgen erfüllt bzw. der zurück zur Anwendung geltenden Rechtes will. Der erste Teil ist lautstark, medial omnipräsent und durch etwa 5 Parteien vertreten. Der zweite Teil sammelt sich zum Teil hinter der AfD und der FDP. Ein wie auch immer gearteter Kompromiß zwischen immer noch mehr Migranten und Abschiebung der Abgelehnten ist nicht denkbar. Insofern überrascht die Reaktuion auf die “Seenot”rettung nicht. Wie Stasi-Kahane (in der FR) richtig schreibt: “Was wir jetzt erleben, ist ein Kulturkampf”. Ich bin dabei NICHT auf der Seite ehemaliger DDR-Marxistinnen.

  3. Nix Neues, di Lorenzo kennt seine eigene Zeiung nicht!
    Heute rege ich mich darüber nichtmal mehr auf, der Typ ist ein unglaublicher Blender.

  4. Da zeigte mal jemand bei der “Zeit” so etwas wie “Meinungspluralität” und di Lorenzo würde das heute nicht mehr so machen. Tja…

  5. Ich als ZEIT-Leserin finde es etwas merkwürdig, dass Menschen die die ZEIT nicht lesen, derartigen Unfug schreiben. Haben Sie die letzten 15 Jahre geschlafen, sodass Sie nicht mitbekommen haben, wie die ZEIT sich verändert hat? Ich hab schon die ZEIT gelesen, als Gräfin Döhnhoff noch Chefredakteurin war, und ich finde es bemerkenswert, was Giovanni di Lorenzo in den letzten 15 Jahren aus dieser großartigen Zeitung gemacht hat, natürlich zusammen mit seinem Stab aus Journalisten. Gönnen Sie der ZEIT doch ihren Erfolg, denn wo gibt es heute eine Zeitung, die ordentlich recherchiert? Etwa die BILD? Eher wohl nicht!!!

  6. Die Zeit, in der von Chefredakteure festlegen, was Streit, Thema und Diskurs ist, läuft ab! Auch die Ära der Journalisten-Meinungstalkrunden geht zu Ende!

    In Berlin gibt es ab Oktober das neue Prinzip “Zeitungen und Medien in Citizenship”!

    Die offene, medial kommunizierende und digital arbeitsteilige Gesellschaft kann sich nur weiter entwickeln, wenn sie sich auch in eine offene redaktionelle Gesellschaft (Pörksen) wandelt.

    Ohne Leser-Paywalls – mit inklusiv-öffentlichen Archiven.

    … das Verlegerprinzip wird auch disruptiv und syntegrativ verändert.

    … die Internetökonomie wird auf den Kopf gestellt, auf die Köpfe, Füße und Hände aller Citizens!

    Es ist die erste große Einladung in die Weltgesellschaft!

    “Get Smart! Citizens!”

  7. Die ZEIT war schon immer das Zentralorgan deutscher Müßggänger, dabei lange Jahre nicht so besserwisserisch wie der SPIEGEL. Seit 2015 vergiftet sie aber auch ganz gewaltig den gesellschaftlichen Diskurs. Gut das Lorenzo das jetzt erkannt hat und zu auch zugibt. Ein Hoffnungsschimmer z.B. das er nicht einmal das Wort Rassismus in den Mund genommen hat.

    Die das ständig tun, sind meist selbst für einen gewissen Rassismus sehr anfällig und vergiften den Diskurs.

  8. Unglaublich heuchlerisch diese Aussage des Zeit-Chefredakteurs. Die Zeit ist schon seit Jahren stramm auf links-grünem Kurs. Andersdenkende, die ihre Ansichten im Kommentarbereich mitteilen, werden gelöscht und nicht selten der ganze Account gesperrt. Wer so mit abweichenden Meinungen umgeht, sollte sich nicht über einen vergifteten Diskurs beklagen,.

  9. “Der Diskurs im Land ist unglaublich vergiftet”
    Sagt der “Zeit”-Chefredakteur.
    Ein Blatt, das sich als Hüter von Moral, Antidiskriminierung, Antirassismus und politischer Moral ausgibt.
    Und gleichzeitig so Begriffe wie “hässlicher alter weißer Mann” salonfähig gemacht hat.

    1. @Muller: Es ist aber mit Sicherheit nicht die “Zeit”, die den Diskurs permanent vergiftet – dafür sind schon eher die Springer-Blätter verantwortlich. Dass sie sich sachlich und gründlich mit Themen wie Antidiskriminierung und Antirassismus auseinandersetzt, können Sie der “Zeit” ja wohl nicht ernsthaft vorwerfen. Der moralische Zeigefinger ist bei solchen Themen fast zwangsläufig – und meiner Meinung nach auch gereichtfertigt, solange das Ganze nicht herablassend formuliert ist. Wer sich davon dann angegriffen fühlt, hat vermutlich selbst ein Problem mit Rassismus und Diskriminierung.

      1. An der Stelle fehlt eigentlich nur noch ihr Hinweis darauf, dass auch die Juden selbst Schuld an dem waren was ihnen damals passierte…….

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