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Danke Peter und Barbara: Deutschland-Geschäft von Gruner + Jahr wirft im 1. Halbjahr deutlich mehr Gewinn ab

Gruner+Jahr Vorstandschefin Julia Jäkel
Gruner+Jahr Vorstandschefin Julia Jäkel

Getrieben durch neue und bestehende Digital- und Printprodukte sowie den Ausbau des Marken-Zusatzgeschäfts hat der Hamburger Verlag Gruner + Jahr im 1. Halbjahr 2019 deutlich mehr verdient. Bei einem leicht rückläufigen Konzernumsatz wuchs das operative Ergebnis zweistellig. Zum guten Ertragswachstum trug vor allem das Deutschland-Geschäft bei, obwohl das Anzeigen- und Vertriebsgeschäft marktbedingt weiter unter Druck steht.

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Wie der Gütersloher Mutterkonzern Bertelsmann mitteilt, konnte Gruner + Jahr in den ersten sechs Monaten das Operating EBITDA um 21% auf 62 (51) Millionen Euro steigern. Verantwortlich hierfür macht der Verlag unter anderem das Deutschland-Geschäft. Dazu trugen neue Printprodukte — darunter das neue Personality-Magazin “Wohllebens Welt” des Bestseller-Autors und Försters Peter Wohlleben sowie bestehende Magazine wie “Barbara” bei. Zugleich wirken sich auch Digitalaktivitäten positiv auf das Ergebniswachstum aus. Dazu gehört beispielsweise die App-Marketing-Plattform AppLike.

Der Konzernumsatz sank dagegen in den sechs Monaten um drei Prozent auf 677 (701) Millionen Euro. Verantwortlich hierfür sind vor allem Portfolio-Maßnahmen. In Deutschland verkaufte G+J das Unternehmen Ligatus an den Native-Advertising-Konkurrenten Outbrain, in Frankreich das Nachrichtenmagazin “VSD” an den Medienunternehmer George Ghosn. Keinen Einfluss auf das Zahlenwerk des ersten Halbjahres hat der Ausstieg der Hamburger aus der Motor-Presse Stuttgart (“auto, motor und sport”). Zwar hatte G+J den Mehrheitsanteil bereits Anfang Juni an die Gründerfamilie Pietsch abgegeben. Wie sich aber dieses Geschäft auf den Verlagsumsatz und -ertrag auswirkt, wird sich aber wohl erst im nächsten Jahr zeigen.

Erneut erfreulich hat sich im 1. Halbjahr das Digitalgeschäft der Hamburger entwickelt. So wächst der Bereich bei Umsatz und Ergebnis. Absolute Zahlen hierzu nennt Bertelsmann nicht. Verantwortlich hierfür ist unter anderem das klassische Geschäft mit den Webseiten. Insgesamt gewinnt das Digitalgeschäft für G + J weiter an Bedeutung. Am Gesamtumsatz besitzt der Bereich in den ersten sechs Monaten inzwischen einen Anteil von 34 Prozent. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es noch 26 Prozent.

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Trotz eines marktbedingt schwierigen Anzeigen- und Vertriebsgeschäfts konnte die Gruner + Jahr-Chefin Julia Jäkel den Ertrag im Deutschlandgeschäft bei einem stagnierenden Umsatz kräftig erhöhen, ohne allerdings hierfür Zahlen zu nennen. Ein Grund hierfür war unter anderem auch, dass der Verlag weniger wirtschaftlich schlecht laufende Aktivitäten aufwies. So hatten zuvor teilweise nicht erfolgreiche E-Commerce-Aktivitäten das Ergebnis belastet.

In Frankreich, neben Deutschland dem zweitwichtigsten Standbein des Unternehmens, wuchs bei einem stagnierenden Umsatz das Ergebnis ebenfalls deutlich. Hier habe sich vor allem das Geschäft mit Web-Videos positiv auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt. Das verbliebene Zeitungsgeschäft bei der DDV Mediengruppe (“Sächsische Zeitung“) konnte den Umsatz leicht steigern, während das Ergebnis unter dem Vorjahr blieb.

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