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Laut Medienbericht: “Spiegel” soll ehemaligem Relotius-Chef Geyer gekündigt haben

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Der "Spiegel" trennt sich von seinem langjährigen Mitarbeiter Matthias Geyer. Dies berichtet der Medienjournalist Kai-Hinrich Renner in seiner Kolumne. Grund dafür soll Geyers Rolle im Fall Relotius sein. Geyer gehe nun gerichtlich gegen die Kündigung vor.

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Laut einem Medienbericht von Renner trennt sich der “Spiegel” vom einstigen Leiter des Gesellschaft-Ressorts, Matthias Geyer. Dieser wehre sich gegen die Kündigung. Es gebe bereits einen Termin vorm Hamburger Arbeitsgericht am kommenden Dienstag, heißt es. Demnach hänge die Kündigung mit dem Fall Relotius zusammen.

Gegenüber der SZ bestätigte das Gericht den Termin in der Sache Geyer; Details nannte es aber nicht. Eine Sprecherin des “Spiegel” betonte auf Anfrage, dass sich der Verlag öffentlich nicht zu vertraulichen Personalfragen äußern werde.

Die Rolle von Geyer im Fall Relotius

Geyer war von 2006 bis 2019 Leiter des Gesellschaftsressorts und somit Vorgesetzter von Claas Relotius. Wie im Dezember 2018 bekannt wurde, hatte der Ex-“Spiegel”-Redakteur jahrelang viele seiner Texte gefälscht oder manipuliert. Geyer verzichtete im Zuge der Aufklärung auf den Posten des Blattmachers, für den er ursprünglich vorgesehen war. Stattdessen wurde er zum “Redakteur für besondere Aufgaben” ernannt.

Die Rolle von Geyer und Ullrich Fichtner, ebenfalls Ex-Leiter des Gesellschaftsressorts, war Bestandteil im Aufklärungsbericht der dreiköpfigen Untersuchungskommission, der Ende Mai vorgestellt wurde. Geyer war unter anderem vorgeworfen worden, dass er Zweifel an den Artikeln von Relotius nicht ernst genug genommen habe. Außerdem habe er trotz zahlreicher Indizien für die Fälschungen zu lange an seinem Mitarbeiter festgehalten. (MEEDIA berichtete).

tb

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