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“Grenzt an Hetze” – DJV übt scharfe Kritik an Rezos Anti-Zeitungs-Video… und zieht sie gleich wieder zurück

Rick (l.) und Rezo bei der Zeitungs-Lektüre
Rick (l.) und Rezo bei der Zeitungs-Lektüre

Die YouTuber Rezo und Rick ("Space Frogs") widmen sich in einem Video der deutschen Zeitungslandschaft im Allgemeinen und der "Bild"-Zeitung im Speziellen. Dabei werden Print-Medien teils harsch kritisiert. Der Deutsche Journalistenverband verurteilte die Äußerungen Rezos zunächst als "an Hetze" grenzend, zog eine entsprechende Pressemitteilung nach Gegenwind im Social Web aber schnell wieder zurück.

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In dem knapp viertelstündigen Video widmen sich Rezo, der mit seinem Video “Die Zerstörung der CDU” eine breite Debatte über Jugend und Politik auslöste, und Rick von dem YouTuber-Duo “Space Frogs” einigen Ausgaben der “Bild”-Zeitung und der “B.Z.”. Dabei sind Rezo und Rick u.a. erstaunt bis erschrocken darüber, dass Print-Zeitungen noch das TV- und Kinoprogramm abdrucken oder über Promi-Klatsch berichten (bei der Hochzeit von Heidi Klum gab es Schnitzel).

Rezo und Rick differenzieren aber auch. Es gebe auch gute Journalisten und Zeitungen, sagen sie an einer Stelle. Rezo moniert aber, dass Zeitungen untereinander sich nicht ähnlich kritisieren würden wie YouTuber: “Bei YouTube haben wir auch ein paar Leute die Sachen machen, wo man sagen kann: Es ist eigentlich nicht gut, dass es das gibt. Was machen wir? Wir zeigen mit dem Finger drauf und distanzieren uns klar davon und wir analysieren das und sagen: Das ist nicht cool. Aber machen das die Zeitungen eigentlich? Übermedien macht das. Bildblog macht das. Aber warum machen das nicht alle Zeitungen? Wenn ihr das nicht tut, dann fangt mal damit an. Denn sonst ist eure Szene nen bisschen beschissener als unsere.“

Der Deutsche Journalisten-Verband verschickte am Dienstag eine Pressemitteilung, in der der DJV-Vorsitzende Frank Überall die Aussagen Rezos in dem Video scharf kritisierte: “Man muss weder die ‘Bild’-Zeitung noch die ‘FAZ’ mögen aber die Journalistinnen und Journalisten aller gedruckten Zeitungen pauschal als dumm und moralisch degeneriert zu diffamieren, grenzt an Hetze.” Es sei “billig”, einerseits die Recherchen von Journalisten für das Anti-CDU-Video zu nutzen, und später “der gesamten Berufsgruppe kollektive Hirnschäden anzudichten.“

Dem DJV schlug daraufhin massiver Gegenwind auf Twitter und im Social Web entgegen. Hier nur ein beispielhafter Tweet:

Beim DJV nahm man das vernichtende Echo auf die Pressemitteilung zum Anlass, diese zurückzuziehen. Man könne zu den Einschätzungen wie in der Pressemitteilung kommen, sagte DJV-Sprecher Hendrik Zörner auf Nachfrage von MEEDIA, man könne aber auch zur Einschätzung kommen, dass es sich bei dem Video um eine unterhaltsame Satire gehandelt habe. Darum habe man sich entschlossen, die Mitteilung zurückzuziehen.

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Mittlerweile hat der DJV sich auch auf Twitter erklärt:

Update: Inzwischen hat sich DJV-Präsident Frank Überall via Twitter bei Rezo entschuldigt. Rezo sagt “Schwamm drüber” und nimmt das Gesprächangebot an.

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Alle Kommentare

  1. Hey! Kommentare, die Trollecke bei meedia ist zurück! Und gleich wieder nur Fachpublikum am Start! Und die MEEDIA GmbH, Member of B&G Network hat ein paar wenige Klicks mehr (um den Preis einer verbräunerten Website.) So geht seriöses Angebot!

  2. Es gehört doch mittlerweile zum guten Ton, seine “Haltung” in den Vordergrund zu stellen und unerschütterlich dafür einzustehen. Das hätte dem DJV hier gut getan, denn die Meinung, die er in der PM geäußert hat, ist gut begründet. Dass man bei der ersten Empörungswille aus der Webcommunity sofort die Notausgangstür “Satire” nimmt, statt den Dialog zu suchen, spricht für sich.

    Wenn es der “Kampf gegen Rechts” ist, zu dem selbstredend die Mehrheitsgesellschaft Zustimmung erteilt, bleibt man tapfer im (überschaubar großen) Stürmchen stehen, statt sich wegzuducken. Für mich ist das im Vergleich eher “Gratismut”.

  3. Ach ja – der Herr Überall. Mit dem Po im trockenen im WDR und daher immer gerne dabei wenn es gegen andere geht…Aber wehe er und seine gepamperten Kollegen werden mal hinterfragt. Dann heult er sofort los für den ganzen DJV… Nutzt euch nur nix mehr- das kommt bei raus wenn man immer nur Meinungs- und Gesinnungs -Journalismus (?) betreibt. Nun geht es unter, das Wohlfühlland.

  4. Jetzt wird es wirklich komisch:

    Vertreter transatlantischer Leitmedienjournalisten und Hofberichterstatter unserer Regierung, deren schlichtes Weltbild spätestens seit der ersten (völkerrechtswidrigen) Kriegsbeteiligung dieses Landes nach 1945 ihre Leser permanent mit einem simpel dualistischen Weltbild erschlagen, das allen Ernstes das Wort “verstehen” (intellektuell oder empathisch nachvollziehen) zu einem erhoben haben, erklären dieses flapsig-nette Witzeln über Boulevardjournalismus der billigsten Sorte zu “Hetze”?

    Aber klar doch – vermutlich ist dieser Videoentertainer mit den blauen Haare, der die Frechheit besitzt, als Bürger eigenständige Ansichten zu vertreten und sie auch noch öffentlich in eine Form zu kleidet, der viele Menschen Aufmerksamkeit schenken, ein ganz böser “Rechter”. Die Etikettierung passt zwar zu keiner seiner Positionen, aber da die arg in Bedrängnis geratenenen etablierten Öffentlichkeitsingeneure der Meinungsmonopolanstalten und der ihnen nahen Verlage ja die dogmatische Definitionsmacht darüber beanspruchen, welche Äußerungen sich im erlaubten Spektrum von “linksliberal” bis “gemäßigt liberalkonservativ” bewegen, muss er ja “rechts” sein, weil die Etikettierung als “links” keine hinreichende Diskreditierungswirkung erzielt. Selbst “linksradikal” ist nicht diffamierend genug, um ein Ärgernis auszuschalten. Wie wäre es denn, wieder einmal junge linke Demokraten in die Rechte Ecke zu schieben, indem der DJV sie wieder einmal, unter Missachtung dessen, was das Wort als Begriff historisch korrekt eigentlich meint, als “Querfront” beschimpft? Schließlich hat Rezo mit Bernd Höcke gemein, dass er es wagt, Zeitungen zu kritisieren. Dass der eine das tut, um die Trivialität medialer Boulevardisierung und Skandalisierung offenzulegen, während der andere rassistischen Hass verbreitet, kann man da ja unterschlagen. Wer das stramme Meinungsmonopol und den engen Raum des Erlaubten antastet, ist ein Feind des Status quo und muss dämonisiert werden, egal wofür er einsteht.

    Dass rassistischen Menschenverächtern mit der Verunglimpfung jedes Dissenzes eine ungeheure Legitimisierung zuteil wird, wenn jeder, der nicht den engen Konsens des Mainstreams teilt, unpassenderweise mit ihnen in einen Korb geworfen wird, ist anscheinend völlig egal. Auch dass es just jener Mainstream war, der die Öffentlichkeit mit all den rassistischen Stereotypen gefüttert hat, als es galt, Deutsche in die passive Billigung der Beteiligung ihrer Regierung an den US-geführten Zerstörungskriegen gegen die Bevölkerungen des Nahen Osten zu prügeln, wird verschwiegen. Blöd dann, wenn just die Leute, die diese Feindpropaganda geschluckt haben, zu einem innenpolitischen Problem werden, wenn die Opfer dieser der Zerstörung hierher entfliehen.

    Oder stört es die DJV-Vertreter am Ende gar nicht, dass rassistische Milieus Zulauf haben? Denn ohne sie wäre die Lähmung der Bevölkerung durch eine divide-et-impera-Rhetorik, die auf Spaltung angelegt ist, ja gar nicht so einfach zu bedienen. Die Existenz der extremen Rechten ist ja geradezu die Voraussetzung für die Wirkung eines schlichten Dualismus, demzufolge nur, wer hinter der Regierung, der NATO und der US-Hegemonie strammsteht, beanspruchen kann zu “den Guten” zu gehören.

    Leute wie Rezo sind ein Ärgernis, weil unsere durch Kommerzialisierung, Boulevardisierung, Konformität, Homogenisierung, sachliche Defizite und hochgradig ärgerliche intellektuelle Niveaulosigkeit als Geschäft schon lange nicht mehr taugt. Natürlich gibt es selbst in Leitmedien vereinzelt noch lesenswerte Artikel, aber das sind wenige Perlen, für deren Gewinn Leser mit einer schieren Masse ermüdend paternalistischen Mist lesen muss. Deshalb sind auch immer weniger Menschen unter 60 bereit, für irgendein Medium Geld zu bezahlen. Ich habe früher immer sowohl die Zeit wie den Spiegel im Abonnement gehabt – bis ich beide hochgradig verärgert 2014 abbestellt habe. Seitdem hat keiner der beiden Verlage an mir auch nur einen Cent verdient.

    Auf mediepolitik.org, einer Webseite der Landesmedienanstalten wurde deshalb ernsthaft diskutiert, ob nicht Printmedien mit Steuergelder gestützt werden sollen. Was für ein Hohn! Leute bestellen Zeitungen ab, weil sie deren Leistungen nur noch als Zumutung empfinden, reagieren als mündige Kunden – und sollen dann entmündigt werden, indem die Herren und Damen Hofberichterstatter dann vermittels ihrer Steuergelder für eine Ware bezahlt werden, die die Kundschaft nicht mehr will? Und das, obgleich wir bereits mit unseren Steuergeldern die 400 PR-Angestellten des Bundeskanzleramt, entsprechendes Personal der Landesregierungen, 24 auf Journalisten einwirkende NATO-Exzellzentren wie die JAPCC, die East StratCom TaskForce der EU und die ganzen transatlantischen Netzwerke und Stiftungen, in die auch der Bund Gelder schiebt, dazu beizutragen gezwungen sind, dass wir nur noch mit einem hochgradig vermachteten Diskurs konfrontiert sind, der jeden Dissenz durch Diffamierungskampagnen plattmacht? Zumal unsere öffentlich-rechtlichen Sender, deren Staatsverträge beeindruckende medienrechtliche Dokumente sind, die aber mit der Wirklichkeit der Programmangebote kaum noch etwas zu tun haben. Die Realität ist, dass auf eine journalistische Perle, die nachts um drei auf Spartensendern ausgesendet wird, 99mal angepasster und willfährig konformer Mist gezeigt wird. Wer schaut sich noch die jedes politische Thema banalisierenden und personalisierenden Talksshows mit ihrer schalen Küchenspychologie an? Wenn da mal ein kritischer und sachkundiger Gast eingeladen wird, dann nur um von der Studiomehrheit und tendenziösen Fragen und Kommentaren der Moderation kaltgestellt zu werden – wie man bei Michael Lüders und Gabriele Krone-Schmalz sehen konnte, als ihre Positionen zur Einheitslinie der NATO querlagen.

    Das Schöne bei Youtubern wie Rezo ist, dass an ihrer hemdsärmeligen Lockerheit und jugendlichen Offenheit die Diskreditierungsversuche apprallen und auf die Verleumder zurückfallen. Nicht alles, was dieser junge Mann sagt, ist Gold, aber seine Anliegen sind offen erkennbar legitim, zivil und das Gegenteil von menschenfeindlich. Sie kommen erkennbar von jemandem, der keine Macht beansprucht, aber als kritischer Bürger in einem Land, das sich gerne als Vorzeigedemokratie ausgibt, seine Anliegen mit Witz und Engagement sichtbar macht – und auf einmal werden Sachverhalte in den öffentlichen Raum gestellt, die von anderen eingebracht wurden als den bezahlten Sachwaltern des Agenda-Settings im Dienste etablierter Macht.

    Die Medienkrise ist durch Journalisten, die sich nur noch als PR-Experten für kommerzielle und politische Machtträger begreifen, geschaffen worden. Wer die Belange einer demokratischen Mehrheit verachtet und diese Mehrheit nur noch in den kollektivpsychologischen Zustand versetzen möchte, den Machtträger gerne hätten, verliert jeden Zugang zur Bevölkerungsmehrheit. Umso mehr, als sich der Widerwillen gegen die inhaltliche Tendenz eines manipulativen Journalismus längst auch gegen die Manipulationsästhetik gewendet hat: Einer Mehrzahl der Leute geht der schrille Alarmismus, Dualismus und die Dauerskandalisierung so auf den Wecker, dass sie gleich abschalten, wenn sie typische Signalwörter hören. Der Widerwillen durch zuviel davon meldet sich bei vielen inzwischen schon vegetativ: Ihnen wird bei den üblich boulevardisierenden Schlagzeilen umgehend schlecht – oder Adrenalin schießt hoch, der aber stärker den Meinungsingeneuren gilt, als denen, die sie gerade mal wieder dämonisieren. Die, denen nicht schlecht wird, wenden sich dem gleichen Typus Medien unter Umarmung eines noch menschenfeindlicherem ideologischen Programms zu als dem neoliberal-transatlantischen Mainstream. Das ist die extreme Rechte, die der Mainstream schuf: Sie ist seine Negativfolie und strukturell mit seinem veröffentlichten Diskurs identisch: Sie setzt gleichfalls auf Dualismus, Skandalisierung, Dämonisierung und Boulevardisierung. Ein Rezo aber zeigt durch seine locker ironische Art dem vermachteten Diskurs eine lange Nase – und wendet sich dann einfach der Sache zu, die sein Anliegen ist. An ihm zerschellen die Diffamierungsrituale – und gerade deshalb wird so richtig sichtbar, dass die Meinungshoheit des vermachteten Diskurses und seines vom DJV vertretenen Funktionspersonals schon längst Geschichte ist.

    Ürbigens: jedem, der versucht ist, so zu tun, als ob meine klassisch linke Medienkritik hier irgendetwas mit rechten “Lügenpresse”-Rufern zu tun hat, der möge wissenschaftliche Literatur überprüfen, die mir halfen, mein Unbehagen analytisch zu fundieren. Dazu gehörten u.a. Werke von Medienwissenschaftlern wie Lutz Hachmeister, Siegfried Weisgerber, Jürgen Habermas, Noam Chomsky & Hermann, Uwe Krüger, Siegfried und Margarete Jäger, Jürgen Link, Michael Meyen, Ulrich Teusch, Jörg Becker und mit ihrer eigenen Zunft kritisch ins Gericht gehende Jouranlisten wie taz-Begründer Mathias Bröckers, Norbert Häring, Ulrich Gellermann, Daniel Ellsberg, John Pilger und Gabor Steingart. Seit 2014 übrigens, als der Leitmediendiskurs in einer Weise gegen Russland mobil machte, die man nur als offene Kriegspropaganda bezeichnen kann, wurden medienwissenschaftliche Arbeiten plötzlich zu Bestsellern – und zwar auch gänzlich andere, als der einzelne Bestseller des ehemaligen FAZ- und späteren Kopp-Verlag Autors Ulfkotte. Die Krise des gesamten westlichen, vor allem aber des deutschen Journalismus ist nicht nur hausgemacht, sondern ist seit 2014 spätestens absolut evident und öffentlich sichtbar. Dennoch gibt es nicht die geringsten Anzeichen einer ernsthaften Selbstkritik der Verantwortlichen, noch weniger einer ernstzunehmenden Fähigkeit zur Selbstkorrektur. Boulevardisierung und Skandalisierung sowie Subalternität und Konformität gegenüber politischer und kommerzieller Macht verbinden sich nach wie vor mit einer Nanny-Haltung von Journalisten, die einfach nicht verbergen können, dass sie keineswegs vorhaben, differenzierte Sachberichterstattung zu liefern, sondern die lieber PR-Agenten des hegemonialen Agenda-Settings, des machtkonformen Managements von kollektivpsychologischen Massenreflexen und Nanny-Unterweisungen der für dumm gehaltenen “Untertanen” betreiben. So aber werden sie nicht nur den Journalismus als Beruf ruinieren, sondern zugleich der Demokratie in diesem Lande mit allen Kräften weiter schaden. Demokratie ohne Debattenkultur von unten, deren Ergebnis die wesentliche Maßgabe für legislatives und exekutives Handeln bildet, ist schlicht nicht möglich.

  5. Wäre ja schön, wenn dieser Rezo wirklich frei und unabhängig wäre. Das ist er aber definitiv nicht, sondern sorgt nur für gute “Presse” (sic!) einer bestimmten Partei und deren Klientel…

  6. Hey, Rezo und ihr Space Frösche, nehmt ihr in Eurer Blase eigenlich noch wahr, wie die reale Welt aussieht? Ja, auch in den Printmedien! Wo sind denn Fake News und Hate Speech eskaliert? Doch bei EUCH! Und wenn ihr meint, ihr könnt dem effektiv widersprechen – wie behauptet – dann ist das eher eine lächerliche Selbstüberschätzung. Es sind die Journalisten in den “alten” Medien, die dies tun, nicht ihr! Und was ist das Essen bei Klums Hochzeit gegen die Schminktipps euer Influenzer…

  7. Peinlich, peinlich: intellektuell wehrlose Journalisten im DJV, die ihre Profession und Medien nicht gegen You-Tube-Evangelisten verteidigen können!

    Kein Wunder, wenn Verlagsmanager Zeitungsmedien abschreiben und aufgeben!

    Der Journalismus itself ist tief in der Krise und steht dazu im Gefangenen-Dilemma mit eigenen Konventionen, Strukturen und Sitten.

    Nur Sprengstoff, Brechstange, Florett, Crispr und digital-Strukturalismus helfen noch weiter … :-))

  8. Mit der Neuordnung der Machtverhätlnisse müssen einige noch lernen umzugehen…Freier Journalismus, wie er auf youtube u.a. auch von Rezo betrieben wird ist das Zukunftsmodell.

    Die meisten Linearmedienkonsument befinden sich tief im Dunning Kruger Loch und werden wegen ihrer felsenfesten Überzeugung informiert zu sein, von allen anderen Digitalkonsumenten ausgelacht. Das musste der DJV schmerzlich erkennen. Ein Lerneffekt muss aufgrund der Ferne zum Endkonsumenten automatisch ausbleiben.

    PS: Habe selber auch nicht gewusst, dass die immer noch das TV Programm abdrucken. Das ist schon krass. Da verweist ein sterbendes Medium auf seinen halbtoten Kollegen:D:D…
    ich hätte es ja mal mit dem Programm der Streamer versucht….so schwer ist das doch auch nicht.

    1. Ich kann bei Rezo & Co nichts entdecken, was mit Journalismus zu tun hätte. Einfach meine Meinung und dazu noch in halbgarem Deutsch hinaus zu posaunen, es mit Tatsache und Meinung nicht so genau zu nehmen und auch bei den Fakten zu schludern, ist kein Journalismus. Erst recht nicht, wenn immer nur eine Seite und zwar die der Youtuber zu Wort kommt. Das wäre das Thema Sorgfaltspflicht. Davon haben die Jungs garantiert noch nie gehört, die ja offensichtlich vor kurzem erstmals ein gedrucktes Exemplar in die Hand bekommen haben. Da kann man auch nicht erwarten, dass die wissen, dass es unterschiedliche Printmedien gibt oder gar differenziert wird. Einfache Antworten auf komplexe Fragen, mehr ist nicht drin. Allein schon, dass die eine Viertelstunde über etwas labern, was die BILD in einem Fünfzeiler verpackt, zeigt den Unterschied.

      1. Dann finde mal einen Leitmedienartikel, der so gründlich Quellen – und zwar wissenschaftliche Studien en masse – wie Rezos Video “Zerstörung der CDU” (womit er, wie er ausführt, in Youtuber-Sprache die Selbstzerstörung meint.) 258 Literaturangaben auf 13 A4-Seiten sind unter dem Video verlinkt, das 15,7 Millionen Zuschauer fand.

        Sein pressekritisches Video mit dem Titel “Ich entlarve Propaganda zu Artikel 13”, in dem er auf journalistische Angriffe auf seine eigene Person intensiv eingeht, ist derart souverän und analytisch, dass ich nicht einen einzigen derzeit für ein Leitmedium schreibenden Journalisten kenne, der auch nur ansatzweise imstande wäre, so mit Kritik an der eigenen Tätigkeit umzugehen.

        Ich teile nicht unbedingt alles, was Rezo vertritt, aber im Gegensatz zu den Reichelts, Reitschusters, Frankenbergers, Bothas oder Joffes hat Rezo ernstzunehmendes Format und deren Hybris nicht nötig.

        Angriffe wie der Ihre zeigen einfach nur eines: Sie sind bar jeder Kenntnis, bar jeder Analysefähigkeit und dreschen einfach mal auf Verdacht in der Manier eines Stammtischgeprolles auf einem anderen Menschen ein, in der Hoffnung, an den Insinuationen werde schon etwas hängen bleibendie, sodass sich am Ende die Meute finde, die ihnen johlend zuprosten möge. Wer anprollt, was er noch nicht einmal geprüft hat, ist debattenresistent – ergo besitzt ein Diskursverhalten, das mit einer demokratischen Streitkultur nicht vereinbar ist. Rezos Art und Weise sich einzubringen, hat da mehr Stil, mehr Kultur und mehr Substanz.

  9. Medienkritik ist nicht nur legitim, sondern unverzichtbar im demokratischen Diskurs.

    Hahahah, die “Lügenpresse” übt sich in Kritikfähigkeit- natüürlich für die Demokratie.

  10. “Hetze” ist etwas anscheinend immer dann, wenn es aus Sicht der Betroffenen die “Falschen” trifft.
    In allen anderen Fällen ist es scharfe, aber selbstverständlich völlig legitime, ja geradezu “alternativlos” notwendige Kritik.
    Oder Satire.

  11. Wichsen
    Wikimedia-Begriffsklärungsseite
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    Seite beobachten
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    Das Verb wichsen steht für:

    Schuhepolieren mit Schuhwichse
    das Bohnern, Einwachsen
    Masturbation
    in Studentenverbindungen das Anziehen des Wichses
    Siehe auch:

    WiktionaryWiktionary: wichsen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
    Dies ist eine Begriffsklärungsseite zur Unterscheidung mehrerer mit demselben Wort bezeichneter Begriffe.

  12. bleibt eigtl lediglich zu hoffen, dass Ihre Kommunistenbefreite Antonov in der Luft bleiben wird nach dem Abheben.
    Schöne Grüsse an Ihr MfS

  13. Da hatte man beim DJV schon gedacht, dass es auch die Genossen von Zeit, SZ, Stern und Spiegel als dumm und moralisch degeneriert getroffen hat.

    Zu vorschnell…den Twitterern und Followern der linken Haltungspresse sei dank.

    Wobei die Wortwahl “Hetze”, “dumm und moralisch degeneriert”, “kollektive Hirnschäden”, doch irgendwie an den Stürmer erinnert und eigentlich zu einem reflexartigen empörten Aufschrei aus dieser Richtung kommen müsste.
    Aber bei der Bild ist diese Wortwahl wohl statthaft.

    Linke Moral eben.

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