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Nach 24 Jahren: Der ehemals größte Zeitungsherausgeber “Metro” stellt seinen Dienst ein

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Zeitweise war sie der größte Zeitungsherausgeber der Welt, nun wird sie eingestampft: Die schwedische "Metro" verabschiedet sich nach 24 Jahren auf dem Markt aus dem Verlegergeschäft. Vorangegangen waren etliche finanzielle Probleme.

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Die “taz” rekonstruiert in einem Beitrag den Weg der “Metro” von einer schwedischen U-Bahn-Zeitung zum größten Zeitungsherausgeber der Welt. 1995 war die Zeitung als Gratis-Ausgabe in der Stockholmer U-Bahn gestartet. Der schwedische Medienunternehmer Jan Stenbeck machte vom Tag eins Gewinn mit ihr, was auch dem damaligen Anzeigenmonopol der Zeitungen geschuldet war.

Schnell begann sich das Blatt auch international zu verbreiten. Als Stenbeck 2002 starb, war die “Metro” in 23 Ländern verfügbar und hatte geschätzte 35 Millionen Leser. Die “Metro International” war laut der “taz” damit der größte Zeitungsherausgeber der Welt. Viele nationale Ableger gehören mittlerweile aber anderen Verlagen.

Jedoch fehlte die geschäftliche Perspektive. Nach mehreren Verkäufen – erst für 5 Millionen Euro, später für 10 Cent – offenbarten sich in einem Konkursverfahren Schulden von mehr als 5 Millionen Euro. Die tägliche Printausgabe wurde eingestellt und schließlich auch Mitarbeiter entlassen.

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Nun verabschiedet sich die schwedische “Metro” komplett aus dem Verlagswesen. Einzig ein Online-Debatten-Portal wird von ihr übrig bleiben.

rt

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