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Digital-Umsätze der “New York Times” wachsen deutlich – auch dank einer eigenen TV-Sendung

Verlagsgebäude der New York Times
Verlagsgebäude der New York Times

197.000 neue Digital-Kunden konnte die "New York Times" ("NYT") im 2. Quartal dieses Jahres verbuchen. Insgesamt hat das US-Traditionshaus nun 4,7 Millionen Abonnenten. Allerdings ist der operative Gewinn leicht zurückgegangen, was CEO Mark Thompson mit Investitionen ins Abo-Geschäfts begründet.

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4,7 Millionen Abonnenten in Print und Digital verzeichnet die “NYT” nach dem 2. Quartal 2019. Davon gehen knapp 3,8 Millionen zahlende Leser auf die Online-Abos zurück, die sich aus News-Geschäft, Kreuzworträtsel- und Koch-Apps zusammensetzen. Insgesamt kamen 197.000 Kunden hinzu, wie der US-amerikanische Traditionsverlag mitteilte.

Der Großteil (131.000) der neuen Abschlüsse entfalle auf das digitale Nachrichtenangebot. Den höchsten Wert an neu dazugewonnenen Digitalabos seit dem US-Wahlkampf 2016 hatte das Medienhaus bislang im 4. Quartal 2018 gemeldet. Damals waren es 265.000 (MEEDIA berichtete).

CEO Mark Thompson wagte in der Mitteilung erneut den Blick ins Jahr 2025: “Wir machen stetige Fortschritte in Richtung unseres Ziels, bis 2025 insgesamt zehn Millionen Abonnements zu erreichen.”

Neue Einnahmequellen im Streaming- und TV-Bereich

Die digitalen Einnahmen sind im Vergleich zum 2. Quartal 2018 um 5,2 Prozent gestiegen, was unter anderem durch einen kleinen Schub der wöchentlichen TV-Sendung “The Weekly” zu erklären sei. Mit “The Weekly”, das auf dem TV-Sender “FX” und der Plattform “Hulu” zu sehen ist, möchte die “NYT” die Reichweite ihrer Inhalte ausweiten und neue Zielgruppen erreichen. Die Show ging im Juni an den Start und wird im Report unter “Andere” aufgeführt.

Dieser Bereich verbuchte laut Bericht im 2. Quartal Einnahmen in Höhe von 45 Millionen US-Dollar, was einem Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 30 Prozent entspricht. Thompson betonte das vielversprechende Potential dieses Formats, dessen Produktionskosten von der “NYT” übernommen werden. Im Gegenzug erhält der Verlag von den Kooperationspartnern Lizenzgebühren.

Während die digitalen Einnahmen also gewachsen sind, ist der operative Gewinn dagegen gesunken: Im Vorjahreszeitraum lag er noch bei 40 Millionen US-Dollar, nun meldet die “NYT” 37,9 Millionen US-Dollar. Thompson erklärt den Rückgang mit Investitionen in den Ausbau des Abo-Geschäfts.

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Die Einnahmen durch die Abos stiegen dagegen um 3,8 Prozent auf 270 Millionen US-Dollar. “Digital-only” macht davon deutlich weniger als die Hälfte aus, 112,6 Millionen US-Dollar. Allerdings wuchs der Bereich im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent. Die Gesamteinnahmen betrugen 436,25 Millionen US-Dollar.

Bei der Werbung halten die Entwicklungen an

Im Werbebereich zeigt sich wenig überraschend, dass die Entwicklungen vorerst stagnieren: Die Einnahmen im digitalen Werbebereich sind um 13,7 Prozent gestiegen, im Print sanken sie dagegen um acht Prozent. Dennoch: Der traditionelle Geschäftsbereich brachte damit im 2. Quartal 4,7 Millionen US-Dollar mehr ein als der digitale (62,7 zu 58 Millionen). Die Verantwortlichen werten das als Zeichen, dass Print trotz prozentual sinkender Einnahmen weiterhin lukrativ ist.

Im Ausblick gab die “NYT” bekannt, dass sie mit weiterhin steigenden Einnahmen durch Digital-Abos rechne, allerdings die Prognosen für den Werbemarkt im zweiten Halbjahr ernüchternd ausfallen könnten. Man erwarte einen Rückgang im gesamten Werbebereich und ebenso – vor allem im Vergleich mit dem starken 3. und 4. Quartal 2018 – auch im Digitalen. Im letzten Quartal des Vorjahres stiegen die Einnahmen bei der Online-Werbung um 23 Prozent auf 103 Millionen US-Dollar.

tb

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