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“Guido” bei 120.000 verkauften Exemplaren: G+J wagt mit dem Personality-Magazin 2020 den Sprung in die IVW

Modemacher Guido Maria Kretschmer und sein G+J-Personality-Magazin
Modemacher Guido Maria Kretschmer und sein G+J-Personality-Magazin

Es war ein beeindruckender Marktstart eines Frauenmagazins: Vor mehr als einem Jahr launchte Gruner + Jahr die Zeitschrift "Guido" von und mit dem Modeschöpfer Guido Maria Kretschmer. Jetzt hat sich die verkaufte Auflage aktuell bei durchschnittlich 120.000 Exemplaren eingependelt. Und Gruner + Jahr plant bereits den nächsten Schritt: "Guido" soll 2020 in die IVW.

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Erstmals wagte ein Verlag einen Titel mit einem Männernamen für eine weibliche Leserschaft dauerhaft am Kiosk zu platzieren: “Guido”, das Personality-Magazin von und mit dem “Shopping Queen”-Moderator und Modedesigner Guido Maria Kretschmer. Das Print-Experiment gelang auf Anhieb. Von der ersten Ausgabe im vergangenen Jahr verkaufte der Verlag mehr als 200.000 Exemplare – mit mehr als 60 Anzeigenseiten.

Zwar reicht die verkaufte Auflage derzeit nicht mehr an den Höchststand der ersten Ausgabe, doch Gruner + Jahr veräußert von dem Magazin aktuell 120.000 Exemplare, erklärt eine G+J-Sprecherin auf Anfrage von MEEDIA. Jetzt geht der Verlag noch einen Schritt weiter und plant, den zehnmal im Jahr erscheinenden Titel “im kommenden Jahr bei der IVW anzumelden”. Damit bekämen Mediaagenturen mehr Transparenz über die Verkaufszahlen, die für die Anzeigenbuchungen entscheidend sind.

Mit “Guido” hätte das Hamburger Zeitschriftenhaus ein weiteres Personality-Magazin ins IVW-Rennen geschickt. Denn auch das weibliche “Guido”-Pendant “Barbara” um die Moderatorin Barbara Schöneberger hat Gruner + Jahr seit längerem bei der IVW gemeldet. Hier ist die Entwicklung nicht immer nur schmeichelhaft. So verkaufte “Barbara” laut IVW im 2. Quartal 95.337 Exemplare, ein Minus von mehr als 13 Prozent.

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Doch Gruner würde “Guido” nicht bei der IVW anmelden, wenn der Verlag nicht von der weiteren Entwicklung des Magazins überzeugt wäre, heißt es in Unternehmenskreisen. Die Einführung neuer Magazine im hart umkämpften Markt der Frauenzeitschriften ist kein Selbstläufer. Dass das “Guido”-Testimonialkonzept funktioniert, liegt vor allem an der großen Bekanntheit des Moderators, der mit seinen TV-Format “Shopping-Queen” auf Vox eine große Fangemeinde hat. Doch auch das Heftkonzept beflügelt offenbar die Absatzzahlen. So hatte MEEDIA der Zeitschrift bereits zum Verkaufsstart am 25. Oktober großes Potenzial bescheinigt. Das Fazit der Blattkritik: “Guido bietet im Segment der Frauenmagazine keine neue Welt, eher ein neues Gefühl – und damit ein Alleinstellungsmerkmal auf den zweiten Blick, von dem sich Gruner + Jahr wie Kretschmer eine nachhaltige Erfolgsstory versprechen. Und damit verbunden keimt die Hoffnung auf einen ‘Landlust-Moment‘ im überbordend besetzten Segment. Im hoch kompetitiven Geschäft der Frauen-Zeitschriften ist das alles andere als sicher, aber träumen davon darf man – wer, wenn nicht Guido.”

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