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Die neuesten Zeitungs-Auflagen der IVW: “Bild”, “Welt” und “BamS” im freien Fall, “SZ”, “taz” und “Zeit” weitgehend stabil

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Die Erfolgsbilanz der überregionalen Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen fällt diesmal sehr unterschiedlich aus. Auf der einen Seite gibt es große Verlierer, auf der anderen Seite aber auch mehrere Titel, die ihre Verkaufszahlen recht stabil gehalten haben - u.a. wegen steigender ePaper-Abos. Dramatisch nach unten ging es erneut für "Bild", "Welt" und "Bild am Sonntag", nur wenig verloren haben die "Süddeutsche Zeitung", die "taz", "Die Zeit", sowie einige kleinere Titel.

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Die Nummer 1 der deutschen Tageszeitungen bleibt natürlich weiterhin Springers “Bild”. Erneut ging dem Blatt aber eine sechsstellige Zahl an Käufern gegenüber dem Vorjahr abhanden, die verkaufte Auflage liegt in den beiden wichtigen IVW-Kategorien Abo und Einzelverkauf nun noch bei 1,305 Mio. – 9,9% weniger als ein Jahr zuvor. Sogar um 14,2% nach unten ging es für die “Welt”, die nur noch 71.779 Abos und Einzelverkäufe erreicht. Auch die kleinste überregionale Tageszeitung, das “Neue Deutschland” verlor prozentual gesehen auf diesem Niveau: 13,5% auf nun 19.732 Stück.

Recht stabil sehen hingegen die Zahlen der “Süddeutschen Zeitung” und der “taz” aus, die jeweils 1,3% unter dem Vergleichszeitraum liegen. Insbesondere bei der “SZ” hat das auch mit der Zahl der ePaper-Abos bzw. SZ-Plus-Kunden zu tun. Die stieg von 43.225 auf 52.581 und glich damit fallende Papier-Verkäufe weitgehend aus. Bei 2,4% und 2,6% liegt das Minus der “F.A.Z.” und des “Handelsblatts”.

IVW: Überregionale Tageszeitungen im 2. Quartal 2019 (nur Abo+EV)

Platz Titel Abo+EV 2019-II 2019-II vs. 2018-II absolut 2019-II vs. 2018-II in %
1 Bild 1.305.545 -144.003 -9,9
2 Süddeutsche Zeitung 284.523 -3705 -1,3
3 Frankfurter Allgemeine 193.910 -5144 -2,6
4 Handelsblatt 88.135 -2136 -2,4
5 Welt (+ Welt Kompakt) 71.779 -11881 -14,2
6 taz.die tageszeitung gesamt 42.454 -548 -1,3
7 Neues Deutschland Gesamt 19.732 -3074 -13,5
(Mo-Sa, außer Handelsblatt: Mo-Fr) / Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Ähnlich unterschiedlich sieht die Lage bei den Wochen- und Sonntagszeitungen aus. Auch hier gibt es große Verlierer, aber auch Titel, die glimpflich davon gekommen sind. Deutlich im Minus liegt die “Bild am Sonntag” mit 9,8% weniger Abos und Einzelverkäufen als im Vorjahr. Mit 715.673 Exemplaren liegt sie aber weiter klar vor der seriöseren Konkurrenz. Dort tut sich wieder “Die Zeit” hervor, die nur 185 Abos und Einzelverkäufe unter dem Vorjahr liegt – ein Minus, das prozentual gesehen erst in der zweiten Nachkommastelle erkennbar ist. Auch hier liegt das vor allem an den ePaper-Abos bzw. Digitalkunden: Aus 51.313 wurden hier 64.935.

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Etwas deutlicher im Minus liegen die beiden Sonntagszeitungen “Welt am Sonntag” und “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung”. Bei den kleineren Titeln finden sich mit der “Jungen Freiheit” und vor allem dem “Freitag” zwei Blätter mit nur geringem Auflagenverlust, “Das Parlament” des Deutschen Bundestages steigerte seine Abos und Einzelverkäufe sogar gegenüber dem Vorjahr – um 2,7% auf 7.097 Stück. ePaper spielen hier übrigens keine Rolle, da das ePaper des “Parlaments” kostenlos abrufbar ist und nicht verkauft wird.

IVW: Wochen- und Sonntagszeitungen im 2. Quartal 2019 (nur Abo+EV)

Platz Titel Abo+EV 2019-II 2019-II vs. 2018-II absolut 2019-II vs. 2018-II in %
1 Bild am Sonntag 715.673 -77895 -9,8
2 Die Zeit 409.488 -185 0,0
3 Welt am Sonntag (+ Kompakt) 206.342 -7111 -3,3
4 Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 194.554 -8818 -4,3
5 Katholische SonntagsZeitung für Deutschland (gesamt) incl. Neue Bildpost 30.395 -2342 -7,2
6 Junge Freiheit 23.103 -232 -1,0
7 der Freitag 20.171 -31 -0,2
8 Das Parlament 7.097 186 2,7
9 Jüdische Allgemeine Wochenzeitung für Politik, Kultur, Religion und Jüdisches Leben 4.413 -94 -2,1
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

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