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Werbemarkt im ersten Halbjahr minimal über 2018, doch Print, TV und Kino verlieren Umsatz

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Die deutschen Medien haben laut Nielsen im ersten Halbjahr 14,88 Mrd. Euro mit Werbung umgesetzt. Im Vergleich zu 2018 sind das 0,1% mehr - eine Stagnation also. Dafür, dass es im Werbemarkt nicht besser läuft, waren in den ersten sechs Monaten des Jahres die Print-Medien, sowie das Fernsehen und das Kino verantwortlich. Sie liegen unter dem Vorjahr. Aufwärts ging es für Online-Werbung (Desktop und Mobile), Out of Home und Radio.

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Das Fernsehen bleibt mit einem Werbemarktanteil von 46,8% natürlich weiterhin das umsatzstärkste Medium Deutschlands: 6,96 Mrd. Euro weist Nielsen für die Monate Januar bis Juni aus – 1,3% weniger als im Vorjahr. Immerhin: Nach dem Mai lag das Minus noch bei 3,0%, der Juni hat also die negative Entwicklung etwas abgefedert.

Keinen positiven Effekt gab es hingegen für die Printmedien. Im Gegenteil: Die Zeitungen, die nach dem Mai noch leicht im Plus lagen, befinden sich nun 1,7% unter dem Vorjahreszeitraum, das Minus der Publikumszeitschriften liegt weiterhin bei 3,5% und die Fachzeitschriften fielen auf einen Rückgang von 3,6%. Auch das Kino verlor 3,6% ihres Werbeumsatzes.

Über dem Vorjahreszeitraum liegen hingegen die Online-Medien, die Out-of-Home-Werbung und das Radio. Vor allem die Mobile-Umsätze steigen rasant – von 436,7 Mio. auf 541,8 Mio. Euro – ein Plus von 24,1%. Mitgerechnet wird hier – wie auch in der Rubrik Desktop – die Display-Werbung der deutschen Vermarkter, also keine Suchmaschinen- oder Social-Media-Reklame.

Das Feld der Werbungtreibenden, die das meiste Geld in Reklame investiert haben, wird von Procter+Gamble (446,9 Mio. Euro), Ferrero (213,1 Mio.), Lidl (188,0 Mio.) und L’Oreal (183,6 Mio.) angeführt. Deutlich weniger als noch im Vorjahr investierte die Media-Saturn-Holding, deren Ausgaben von 146,4 Mio. um 33,6% auf 97,2 Mio. schrumpften.

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Die Top-Branchen in Sachen Werbe-Investitionen sind der Lebensmitteleinzelhandel, Online-Dienstleistungen, die PKW-Branche und Arzneimittel.

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Branchen und Segmente und den Werbedruck sind sie dennoch.

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Alle Kommentare

  1. Also fast 7Mrd. Euro für das private TV. Da zahlt jeder Haushalt somit indirekt dafür fast genausoviel wie für ARD/ZDF. Obendrauf kommen dann noch die ABO-Gebühren für die HD-Sender. Und dann wollen sie uns immer noch einreden, ihre Sendungen wären “kostenlos”.

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