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Verlorenes Vertrauen: Darum hat sich die VHS Reutlingen von der Agentur Zeitenspiegel getrennt

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Überraschend hat die VHS Reutlingen die Zusammenarbeit mit der Reportage-Agentur Zeitenspiegel gekündigt. Beide hatten vor 14 Jahren die Reportageschule gegründet. In einer internen Mail an die Absolventen erklärt Schulleiter Philipp Maußhardt die Gründe.

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Es habe keinen aktuellen Streit gegeben, heißt es in der Mail, die MEEDIA vorliegt. Das Verhältnis der beiden Kooperationspartner habe sich schleichend verschlechtert und Vertrauen sei verloren gegangen. Mehrere Gespräche, auch unter Hinzuziehung von Moderatoren, hätten nicht zu einer Verbesserung der Situation geführt.

Der Schulleiter Philipp Maußhardt hat die Zeitenspiegel-Agentur zum Jahresende verlassen. Dies war letztlich der ausschlaggebende Punkt, weshalb VHS-Geschäftsführer Ulrich Bausch die Kooperation mit der Agentur beendet hat.

Seinen Ausstieg macht Maußhardt in der Mail an mehreren Punkten fest: Unter anderem habe die Umbenennung der Schule (Streichung des Namenszusatz Günter Dahl) eine Rolle gespielt. Zudem habe Maußhardt die Bedingung von Tilman Wörtz, als Leiter der Schule zu fungieren, zwar nach Außen, aber nicht nach Innen akzeptiert. Darüber hinaus sei es um finanzielle Fragen gegangen: unter anderem um die Praxis von Zeitenspiegel, Absolventen ein „Trainee-Jahr“ zu finanziell fragwürdigen Konditionen anzubieten. Das alles habe zu seinem Ausstieg und schließlich zur Aufkündigung der Zusammenarbeit geführt.

Neues Leitungsteam
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Mit der Trennung von der Agentur Zeitenspiegel, die über 14 Jahre lang für den journalistischen Lehrbetrieb der Schule verantwortlich war, muss sich die Schule nun neu aufstellen. Journalistisch leitet Maußhardt die Schule, dem nun mit Ariel Hauptmeier, Mitgründer und Vorsitzender des Reporter-Forums, ein weiterer Leiter zur Seite steht. Dazu wird ein neues Trio geholt, das die Schule konzeptionell beraten wird. Es besteht aus Heike Faller, Wolfgang Bauer (beide “Die Zeit”) und Michael Obert (Reporter-Akademie Berlin).

Auf Seiten der Reportage-Agentur Zeitenspiegel gab man sich überrascht von der Trennung. So zumindest lassen sich die Geschäftführer Uschi Entenmann und Tilman Wörtz in einer Mitteilung zitieren. Gegenüber MEEDIA ergänzt Maußhardt: “Wir danken Zeitenspiegel für ihr bisheriges Engagement und verstehen, dass Zeitenspiegel darüber nicht glücklich ist. Dennoch glauben wir, dass die Schule ihre Erfolgsgeschichte weiterschreiben wird.”

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